Saturday, February 10, 2007

Glück gehabt (Update)

haben wir mal wieder. Und ganz besonders ich.
Nachdem ich meinen Montas T-Pass für die Straßenbahn/U-bahn und den Bus am 2. Februar geholt hatte, konnte ich endlich wieder Bahn fahren und musste mir nichtmehr den Hintern abfrieren in der Kälte. Einen Tag später hab ich das Scheißding dann verloren und bin daraufhin wieder eine Woche frierend und fluchend zu Fuß unterwegs gewesen.
Nun finde ich doch tatsächlich vorgestern einen ebensolchen T-Pass im Treppenhaus des Colleges und hatte damit richtig Schwein. Hab nicht vor jetzt mein Handeln von irgendeiner ethischen Seite her zu verteidigen oder zu begründen, trotzdem fand ich das schon ganz cool und auch moralisch unbedenklich -wenn man davon ausgeht, dass ich ja durch Pech meinen eigenen Pass verloren hatte. Die Strafe folgte jedoch auf dem Fuß, denn ich hatte meine Schlüssel in der Wohung vergessen und konnte dann zuhause nicht rein und hätte vor der Tür frieren müssen. Mein Guthaben auf dem Telefon war wiedermal verbraucht da konnte ich Jen auch nicht anrufen, musste also zurück Richtung Uni um mein Telefon wieder zu aktivieren. 100 Dollarund ein paar Minuten später ruf ich Jen an, die war auf Arbeit und meint sie kommt erst in 1,5h heim. Aus Verlegenheit und weil es kalt war geh ich also in die Bar um mich aufzuwärmen. Dort bin ich dann auch noch beschissen worden und hab mal locker 15 Dollar für ein Chilli Essen und 2 Bier bezahlt. Nun ja, aber es war ja mein Glückstag, also sehen wir drüber hinweg.

Am gleichen abend geh ich dann gegen 2400 zu Bett um zwei Minuten später von einem Klopfen an der Haustür wieder aufgerüttelt zu werden. Da stehen 2 mir völlig unbekannte Mieter vor der Tür, beides Studenten, und erklären es käme Wasser von oben und tropft von der Decke. Wir wohnen im 3. Stock, die Kids im 1. Und die Asiaten im 2. Stock meinten bei Ihnen käme auch Wasser von der Decke. Ist bei uns alles okay? Ich sag ja, denk schon, dann öffne ich die Badtür und finde Connor kniend, halbnackt vor dem Klo, scheinbar weggetreten. Das Waschbecken, welches mal wieder nicht abfließt ist voll Wasser, der Wasserhahn auf und das überlaufende Wasser hat sich zu einer Pfütze auf dem Boden versammelt um von da aus unaufgefordert unsere Nachbarn zu belästigen. Sehr peinlich. Ich wecke Connor, er weiß von nicht, meint nur er hat nichts gemacht und ich entschuldige uns bei den Nachbarn, verspreche alles zu beheben. Dann versuchen ich (und ein sichtlich beschämter Mitbewohner) die Pfütze mit Zeitungspapier aufzusaugen und das Bad trocken zu legen. Dies gelingt und ich geh nocheinmal nach unten um nach dem rechten zu sehen, empfehle dem Landlord Bescheid zu geben falls Schäden aufgetreten sind und ihn zu fragen was zu tun ist.

Flashback/Vorgeschichte: Vor über einer Woche begannen in unserem Bad die Fliesen von der Wand zu fallen, inzwischen waren es wohl 5 oder 6 und Jen hat wiederholt dem Landlord Bescheid gegeben doch bitte die Sache in Ordnung zu bringen. Der verspricht sofort zu handeln weil ja sonst evtl Wasser ins Mauerwerk (oder den Hohlraum hinter den Fliesen) eindringt und es zu gammeln anfängt. Getan hat sich natürlich trotz wiederholter Anrufe nix. Es blieb beim Versprechen alles sofort zu beheben.

Nun klingelt am Tag nach Connors kleinem Tauchgang vorm Klobecken doch früh kurz vor 9 mein Telefon und ein besorgter Dick Slade (Landlord) kündigt seinen Besuch an um sofort alles zu reparieren. Der gebildete (oder erfahrene) Leser mag nun die Fäden selbst zusammen knüpfen.
Scheint so als hätte der Gute Landlord da Handlungsbedarf gesehen zu haben da er wohl dachte der Wassereinbruch in den Apartments unter uns wäre sein Verschulden da er die Fließen nicht repariert hat. Ich hab dazu mal nichts gesagt.


Apropos Wasser:
Der Charles River ist nun zugefrohren. Da man uns unter Androhung lebensbedrohlicher Konsequenzen damals bei der Einführungswoche eindrucksvoll davon abgeraten hat auf dem gefrorenen Fluß spazieren zu gehen (Es sind da schon Studenten eingebrochen... furchtbar... gefährlich...bla bla) haben Mariangel und ich heute die Gelegenheit genutzt darauf umher zu spazieren. Natürlich nur am Rand also denkt gar nicht erst dran mich zu ermahnen wie gefährlich ich lebe...

Und noch'ne Geschichte:
Passiert gestern Abend. Hatte nach langer Zeit wieder mal meinen Kumpel aus Paris getroffen und wir hatten uns zu ner Tasse Kaffee nach dr Bibliothek verabrdt. Leider sind wir dann auf dem Weg nach unten in dem alten, überaus abenteuerlichen Fahrstuhl stecken geblieben. Es war für uns beide das erste mal und da die Tür einen Spalt offen war und auch sofort jemand dem Bibliothekspersonal Bescheid gegeben hat, waren wir weder klaustrophobisch noch sonst irgendwie nervös. Als nach 10 Minuten netten Plauderns und Rumwitzelns dann die Feuerwehr mit 5 Mann und zwei riesigen Einsatzagen auftauchte und mit Äxten, Helmen und Brechstangen bewaffnet den Fahrstuhl wahrscheinlich völlig demoliert hätten, beschloss dieser nachzugeben und uns frei zu lassen. Es war für uns beide das erste Mal, daher mussten wir es natürlich dokumentieren. Haben uns dann geschämt als wir herausgebeten wurden und wegen uns 2 Pfeifen 2 Einsatzwagen und eine Polizeistreife auflaufen mussten. Die müssen aber auch imer übertreiben in diesem Land.
Man denke nur an vorletzte Woche als halb Boston durch einen vermeintlichen Bombenalarm lahmgelegt wurde und die halbe U-Bahn und Teile des Charles River geschlossen wurden nur weil irgendeine PR Firma ein paar komisch aussehende Werbeartikel an 38 Stellen in der Stadt platziert hat die irgendjemand fälschlicherweise für Bomben hielt und daraufhin einen Großalarm auslöste. Schaden über eine Millionen Dollar, zwei Marketing Leute im Knast und ganz Amerika hatte eine Woche lang was zu lachen....

Gefährlich
Kalt
Gefangen
Befreit

best,
k

Ansonsten alles wie immer nur noch viel mehr Hausaufgaben bis nächste Woche. Ugh.

Tuesday, February 06, 2007

Zwischendurch

Viel gibts nicht zu sagen, ausser das es wohl in nächster Zeit sehr stressig wird. Neben den sic auftürmenden Projekten für die Uni steht auch noch ordentlich Besuch ins Haus und ich muss ernsthaft befürchten dass ich mich wohl wieder überneheme indem ich alles gleichzeitig unter einen Hut zu birngen versuche.

Hier Mal die Eckpunkte:
12.2. - ?? Berto, dann Jen Abreise
17.2. -5.3. Hoesi
24.2. -4.3. (?) Toni, Anne Sophie, Alfonso
10.3. -18. 3. Springbreak (!!!!!!!!)

hier die b- seiten

Abgabe Doku über Movers & Shakers: 15.2.
Teil 1 meines Research Reportes über Fast Food Restaurants on Campus: 2. Märzwoche
Proposal für großes Doku-Projekt: 15.2.
Proposal für Investigative Reporting: Nächsten Montag

Zu lesen bis März:
Documentary Prod; Directing Fundamentals; The Price of Admission; Focus Groups, Telephone Surveys etc... oje oje.


Die 'andere' Deutsche von der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Unser erstes Treffen während der Show im Middle East, Camebridge.
Matt, Dan und Mikey spielten ihre bisher beste Show und gewannen sicherlich so einige Fans dazu. Und unsere Doku muss einfach gut werden, auch wenn meine beiden Mitstreiterinnen sich nach einem Glas Wein bereits in den Haaren hatten... Sachen gibts.

Neben Mariangel seh ich immer ganz blass aus :-(
Muss unbedingt irendwo Sonne tanken!

Am Hafen scheint zwar die Sonne aber es weht ein eisiger Wind, im Moment haben wir so um die 12 Grad Fahrenheit (31 entsprechen 0 Grad Celcius)

Schick ist es trotzdem
Mein ertes selbstgebasteltes Schnitzel. Jen war begeistert.

Friday, February 02, 2007

Nichts ist von Dauer

Alles was wir tun, erleben, denken ist wohl irgendwann einmal vorbei. Manchmal ist es gut zu sehen das man etwas endlich überstanden hat, viel zu oft jedoch läuft die Zeit schneller als sie soll und man merkt erst wie viel man erlebt hat, wenn es vorbei ist oder man auf unangenehme Art an die Vergänglichkeit und Kurzweiligkeit eines jeden Zustandes erinnert wird.

Bereits in Casablanca wurde darüber nachgesonnen, besonders in dem dazugehörigen Song ‚As Time Goes By’. Die Musik ist voll mit Beispielen, Bob Dylan sagt ‚the times they are a-changing’ und trotz aller Vergänglichkeit meinen die Sportfreunde ‚Ans Ende denken wir zuletzt’. Um das Abstrakte etwas greifbarer zu machen hier ein paar Beispiele für meine doch eigentlich banale Erkenntnis.
Der uns drohende Rauswurf scheint angeblich abwendbar zu sein, und obwohl ich vor zwei Tagen die schriftliche Erinnerung das Gebäude innerhalb von 14 Tagen zu räumen in den Händen hielt, scheinen auf mirakulöse Weise nun doch die notwendigen Gelder aufgetaucht zu sein bzw ganz bald aufzutauchen um unsere Eviction zu verhindern. Damit ist die Zeit des Bangens und Wartens zumindest für die Daheimgeblieben nun erst einmal vorbei. Ein Hurra auf die Vergänglichkeit aller Bedrohungen. Ich selbst hab mir ja wahrscheinlich weniger Sorgen gemacht als einige zu Hause, doch das ist verständlich da ich ja Informationen über mein Wohlbefinden etc nicht aus meinem fatalistischen Internetblog beziehen muss, sondern seit einiger Zeit wusste dass es wohl schon irgendwie klappen wird.
Leider gehen auch die guten Zeiten vorbei, so zum Beispiel das Highlight der Woche, vielmehr des Monats: Mein vielleicht einziges Spiel der Los Angeles Lakers, beziehungsweise des einzigen Spielers der jemals auch nur Ansatzweise in einem Atemzug mit Michael Jordan genannt werden darf (und das sogar im Boston Globe). Letzterer soll mal gesagt haben dass, wenn immer er irgendwo gespielt hat er jedes Mal alles gegeben hat auf dem Spielfeld, da er wusste dass vielleicht jemand im Publikum sitzt der ihn nur ein einziges Mal im Leben zu sehen bekommt, und das diese Person ihn dann von seiner besten Seite erleben sollte, er dann für diese Person spielt. Ich weiß nicht ob das stimmt, klingt auch etwas cheesy fest steht aber, dass ich mit dem festen Gedanken im Kopf zum Spiel ging, dass es wohl meine einzige Chance sein wird jemals den für mich besten Spieler zu sehen. Glaub nicht dass man ihm gesagt hat dass ich da bin, gesehen haben kann er mich wohl nicht da man so kurz unter dem Dach kaum jemanden erkennt. Trotzdem kam es mir vor als hätte Kobe Bryant an diesem Abend nur für mich gespielt und auf wunderbare Weise ein unglaubliches Spiel hingelegt (Angemerkt sei dass er natürlich auch für Katie gespielt hat, da sie ja aus LA ist, leider aber nicht für Tyler, denn der wurde von der Security nicht in die Halle gelassen da er eine Tasche bei sich hatte). Gerade weil Tyler beim Spiel nicht dabei sein durfte war die Stimmung etwas gedrückt, besonders für die Boston Fans die mit ansehen mussten wie Kobe ihr Team nicht nur besiegte sondern sprichwörtlich auseinander genommen hat. Jedes mal wenn auch nur der Hauch von Hoffnung in der Halle aufkam dass man die 13. Niederlage in Folge verhindern könnte, verstand es Kobe alle Celtics Fans verstummen zu lassen. Egal ob mit ein, zwei, drei Verteidigern auf den Füßen oder einfach von so weit hinter der Dreierlinie dass noch niemand daran dachte ihn überhaupt zu verteidigen, nagelte er einfach mal 7 Dreier in den Korb und hielt die Lakers in Führung. Und als dann im 4. Viertel einer der Celtics’ versuchte mit einem frechen Dunk wenigstens in der Sportschau in den Top 10 aufzutauchen, verhinderte Kobe dies im direkt darauffolgenden Spielzug mit einer Kostprobe seiner eigenen unglaublichen Sprungkraft und einem krachendem Dunk nach einer irgendwie um-alle-herum-unter-hinter-über-dem Korb Bewegung, die all jene Fans die noch nicht auf dem Nachhauseweg waren dazu ermutigte aus ihren Sitzen zu springen und von einigen dreisten LA Fans angestachelt die unüberhörbaren „Kobe“ und „MVP“ Rufe erklingen zu lassen –ein mittlerer und noch nie dagewesener Skandal in der Stadt die die Lakers hasst wie kaum eine zweite auf der Welt. Wahrlich unglaublich. Doch dann wars auch schon vorbei, alles strömte nach draussen und Kobe verschwand auf nimmer Wiedersehen in den Katakomben des Gardens. Good-bye Hardwood Hero.
Ob ihrs glaubt oder nicht, aber genauso schnell wird auch der Superbowl zuende gehen, am Sonntag, selbst wenn die Party davor (bei David unserem Austauschkoordinator) die ganze Sache noch etwas künstlich verlängert. Ich freu mich drauf, selbst wenn dies nichts ist im Vergleich zu Kobe. Und da die Patriots nicht dabei sind wird sich die Euphorie der Stadt wohl etwas in Grenzen halten.
Wo ich bei Euphorie bin, selbige hat mich in letzter Zeit zu manch wunderlicher Tat bewegt und ich beginne an meiner Vernunft zu zweifeln, doch dazu ein ander Mal mehr. Das vergangene Wochenende war wahrscheinlich gerade deshalb auch wieder ein sehr gelungenes, leider ist es nur noch 2 Tage lang, da ich sowohl Montag als auch Freitag Uni habe. Da die Klassen gut sind und mich interessieren werde ich wohl darüber hinweg kommen. Die Arbeit an der Doku über die Movers and Shakers läuft gut und kulminiert Freitag wenn wir beim Konzert drehen, dabei kann ich hoffentlich meinen kleinen Patzer vom Montag wieder gut machen, als ich zum zweiten mal in Folge ein spannendes Interview mit Dan gehalten habe nur um nachher festzustellen, dass die Kamera zwar angeschalten war, ich aber vergessen hatte auf AUFNAHME zu drücken. Unglaublich, zwei Mal mit der gleichen Person das gleiche Interview verrissen. Und offenbar lustig genug um eine andere Doku-Gruppe dazu bewogen zu haben nun eine Dokumentation über die Arbeit meiner Gruppe zu drehen. Kein Kommentar dazu.
Nach der Feuerzangenbowle vom letzten Wochenende steht dieses Wochenende nun mal ein Kinobesuch an (zu dem ich mit etwas Glück ausgeführt werde) und dann treff ich mich auch endlich mal mit der anderen Dresdenerin hier in Boston.
Sonst noch was? Ach ja, für die Umwelt hab ich mich auch eingesetzt, indem wir (Jeronimo + Kumpel, Mariangel und ich) bei einer Veranstaltung zum Thema Globale Erwärmung teilgenommen haben und dort Al Gore’s Dokumentation (An Inconvenient Truth) sehen durften. Die Petition haben wir auch gleich noch unterschrieben.
All die schönen Dinge jedoch sind nicht von Dauer und das Fundament meines Aufenthaltes bisher droht schneller einzustürzen als es soll. Als Jen mir vorgestern mitteilte, dass sie schon eher wieder nach Texas zurückkehren wird als geplant, wurde ich auf unangenehme Weise wieder daran erinnert wie schnell der ganze Spass vorbei sein kann. Die Gründe zu ihrer Entscheidung sind vielfältig und vor allem familiär, gehören hier also nicht hin -aber die Gewissheit bald ohne sie hier zu leben droht mein Seifenblase der Infinitiven Sorglosigkeit platzen zu lassen- so abrupt hatten wir uns das Ende nicht vorgestellt. Es kommt eben immer alles anders und meistens als es soll.
Best,
k


ps:
Das große Experiment...

schien doch zu funktionieren

alle staunen gespannt...
Die Celtics laufen auf
Kobe an der Linie... 10 von 13
Halbzeitshow mit lustigen Springern

Der große Videowürfel zeigt noch einmal die Highlights

Phil Jackson hat die Fäden in der Hand auch wenn er nach seiner Hüft OP noch immer etwas humpeltKobe scored nach Belieben, die Celtics waren Zuschauer in der eigenen Halle
Purple-Golden reign

Friday, January 26, 2007

Beim ersten Mal tat’s noch weh…

Ist wahrscheinlich die sinnfreieste Überschrift die mir bisher eingefallen ist für einen Blog -sie passt aber ganz gut zu allem was hier zum ersten Mal passiert.
1) Die erste Eviction meines Lebens steht bevor und ich bin zumindest formal Teil der selbigen und dies auch noch unverschuldet. Der Terminus „jointly and severally“ war mir schon damals bei der Mietsvertragsunterzeichnung ein Dorn im Auge, nun ist er ein Messer im Rücken, bedeutet er doch dass alle Mieter für einander verantwortlich sind, sprich füreinander aufkommen müssen. Das kann ich aber nicht und auch sonst niemand. Wenn meine werten Mitbewohner also nicht bis Anfang Februar ihre Schulden getilgt haben oder neue Mitbewohner für mich gefunden haben stehe auch ich vor dem Rauswurf. Mir steht zwar eine neue Wohnung in Aussicht nur wäre diese 100 Dollar teurer und irgendwie hab ich so überhaupt keine Lust jetzt noch mal umzusatteln. Offenbar scheinen aber alle damit zu rechnen hier verbleiben zu können, denn seit gestern haben wir ein neues Internet Paket, natürlich von einem neuen Anbieter, denn dem alten schulden wir noch 180 Dollar. Wie es nun weitergeht weiß ich nicht wirklich, nehme an alles geht gut wenn es mich auch ankotzt dass Jen davon spricht schon eher wieder nach Texas zurück zu gehen. Ausserdem haben Connor und ich uns angeschrien als er den Versuch unternahm mit mir zu reden. Er hat mich wohl im falschen Moment erwischt und da er’s immer noch nicht begriffen hat in meinen Augen hätte er sich seine im Grunde ganz solide Argumentation auch in den Hintern schieben können. Für mich ist die Sache abgeschlossen.
2) Was viel wichtiger ist, die New England Patriots haben erstmals in einem Conference Championship Game die Segel streichen müssen und damit die gesamte Stadt zumindest kurzfristig in tiefe Trauer gestürzt. Ich nehme zwar an dass die Flagge noch immer auf Halbmast weht um des verstorbenen Ex-Präsidenten zu gedenken; doch hier in Boston wäre das Aus für New England in den Playoffs ein ebenso würdiger Anlass. Immherin haben wir zur Halbzeit noch 21:6 geführt, dann jedoch nahm das Unheil oder vielmehr Peyton Manning seinen Lauf und zermürbte die Patriots zugegebenermaßen verdient in einem unglaublich spannenden und unterhaltenden Football Spiel letztendlich mit 38:34. Das ganze wurde begleitet von billigem Bier, Maltliquor, Dollar Burgers, kostenlosen Popcorn und Chicken Wings und war daher in der familiären Atmosphäre von Our House doch noch erträglich.
Im übrigen muss ich zugeben, dass ich es den Colts wirklich gönne im Superbowl zu stehen, die Zeit war einfach reif.
3) Desweiteren drehen wir, das sind Alyssa, Allison und ich, soeben an unserer ersten Dokumentation. Neue Gruppe, neues Glück –und neues Fehlerpotential. Denn wie sich herausstellte habe ich zwar in der Organisation unseres Interviewtermins mit den Movers & Shakers ganze Arbeit geleistet, und auch zweifelsohne nicht nur ein tolles Thema und wunderbare Charaktere für den Film gefunden und auch sonst alle Fäden gezogen, leider aber in der Hitze des Gefechts bei einem der Interviews die Kamera nicht angeschalten gehabt. Ausserdem sind unsere Tonaufnahmen wahrscheinlich nicht die besten und bedürfen gründlicher Überarbeitung. Was solls, dann dauert es eben noch länger, wird etwas komplizierter und wenn gar nichts hilft bekommen wir immerhin noch gute Konzertmitschnitte nächste Woche und dürften dennoch und gerade deswegen eine gute Arbeit hinlegen.
Ansonsten ist nicht viel passiert, leichter Schneefall, letzten Freitag Party bei Jeronimo (bei der ich mir einfach viel zu alt vorkam unter den ganzen 18 jährigen, ist einfach nicht mein Pflaster), Spiele-Abend bei Carolina mit Katie und Tyler letzten Samstag (auch ein erstes Mal für mich aber gänzlich schmerzlos), Montags dann mein Journalismuskurs über Investigativen Journalismus (phänomenal) und leichter Schneefall am Anfang der Woche und die Celtics verlieren das 9. Spiel in Folge, derweilen adressiert Bush die Nation und erzählt altes und neues in seinem drolligen Dialekt. Hab ganz vergessen die Auswertung der Rede zu lesen…ups.
Nun wird es Zeit mal was produktives zu tun bevor ich ins Training muss, immerhin sind die besten Hausaufgaben immer noch die die man schon erledigt hat.
Am Wochenende werd ich dann versuchen die Prämiere meiner Feuerzangenbowle zu begehen und das Highlight nächste Woche wird das Lakers-Celtics Game im Garden.

Best,
k
und natürlich wieder Bilder...

Spieleabend bei Carolina und Luis

Mit Katie, Tyler
Mariangel

Die neue Prouction Group für die Movers and Shakers Doku im Espresso RoyaleMatt Price beim Proben
Mike Vera produziert die erste Platte der noch jungen Band...

Friday, January 19, 2007

Die Welt mit neuen Augen sehen

Nachdem am vergangenen Wochenende die Patriots mit einem dramatischen Sieg in San Diego in das AFC Championship Spiel gegen die Colts eingezogen waren, wurde dann das eigentlich Highlight der Woche kurz darauf in einem kleinen DHL Paket direkt aus New York bis vor meine Haustür geliefert.
Nein, kein Findelkind lag vor der Tür, es handelt sich vielmehr um mein Weihnachtsgeschenk, das doch eigentlich schon mein Geburtstagsgeschenk sein sollte.
Sieben geballte Megapixel sowie einen 2,5 Zoll Bildschirm und ein feines Carl Zeiss Objektiv hat der gute Sonny (Insider wissen wer das ist) da zusammen geschweißt und gepresst um sie dann samt Mini-Stativ, Kameratasche und Reinigungsset unter die Leute bringen zu lassen.
Dieses ungeheuerliche Wunderwerk der Technik verblüfft nicht nur durch seinen gewaltigen Energiebedarf, dem wohl nur eine zentnerschwere Batterie auf Dauer gerecht werden würde (dies umgeht Sonny mit der Miniaturausgabe dieses Exemplars, die dann etwa 45 Minuten hält), sondern auch durch sein anspruchsvoll flaches Design in sexy schwarz.
In diesem Sinne frohe Weihnachten für mich und danke den Spendern; als Gegenleistung dürfen ich, ihr, ach was sag ich, schlechthin ALLE die Welt (oder zumindest meine Welt) mit neuen Augen und in völlig neuen Farben sehen.
Oder auch nicht, denn mein monatelang erfolgreiches Piratendasein im Internet, und somit die Veröffentlichungsgrundlage dieser Blogs, wurde nun zu einem abrupten Ende gebracht. Mit „linksys“ hat nun auch das letzte von mir schamlos ausgenutzte Netzwerk anderer, zahlender, Internetteilnehmer die Schotten nicht nur dicht gemacht, sondern selbige auch noch mit einem Passwort versehen damit nun keiner mehr heimlich mit durch die Weiten des Internets segelt.
Nun müsste sich meine bankrotte und seit heute erneut vom Rauswurf bedrohte WG mal dazu durchringen, unsere Schulden bei Comcast zu bezahlen damit die uns dann wieder mit Cable TV und Internet versorgen. Da ich jedoch heut von unserem Landlord, dem Höllenhund, erfahren habe dass mein nichtsnutziger Mitbewohner aus dem muffigen Zimmer immer noch Schulden hat und auf Anrufe etc des Vermieters nicht reagiert, stehen wir sonderbarer Weise nun wieder alle vor dem Rauswurf. Natürlich hab ich mein Unverständnis für eine solche Maßnahme sofort zum Ausdruck gebracht, doch Landlord und Vermieter müssen die Sache wohl noch besprechen und wir werden sehen.
Nicht dass ich dieses kalte Loch (hier ist Winter!) allzu sehr vermissen würde, schließlich gibt es besseres als im dicken Pullover zu schlafen und mit einem Elektrolüfter das Zimmer zwischen den aeusserst seltenen, dafuer aber kurzen und intensiven Heizphasen der Zentralheizung auf lebenserhaltenden Temperaturen zu halte; doch nun wo das Semester einmal angefangen hat, hab ich weder Zeit noch Lust etwas Neues zu suchen.
Da sind wir auch schon beim Semester, welches ohne auf mich zu warten bereits am Dienstag begann, -da hab ich keine Veranstaltung. Im Moment hab ich auch nur insgesamt drei Kurse, diese sind aber sehr arbeitsaufwändig. Wahrscheinlich etwas zu selbstsicher hab ich in allen drei Kernbereichen beschlossen weiterführende Kurse meiner bisherigen Veranstaltungen zu besuchen, dies jedoch ungeachtet der Tatsache, dass jeweils alle anderen in den jeweiligen Kursen ein deutlich größeres Vorwissen als ich besitzen, da sie ja mindestens ein Semester hauptsächlich Journalismus, Kommunikationsforschung oder Film und TV belegt haben; ich hingegen alles gleichzeitig womit ich nun in den weiterführenden Kursen nicht unbedingt auf entsprechende Vorkenntnisse in dem Umfang zurück greifen kann. Soll heißen, es scheint zumindest theoretisch genauso anzufangen wie immer: Ich glaube dass ich mich übernommen habe, und dabei fehlt mir ja auch noch ein vierter Kurs, denn wenn schon, dann auch richtig. Nicht das mich einer falsch versteht, vier Kurse sind ja numerisch nicht viel aber der entsprechende Arbeitsaufwand außerhalb des Klassenzimmers… und das nach der viel zu kurzen Pause macht mich schon etwas gespannt.
Nun noch zu der Rubrik was mir außer dem Überblick noch fehlt, im Moment:
- Essen, aber glücklicherweise ist ja morgen wieder Markttag
- Bücher im Wert von OJE-OJE
- ein externes Speichermedium zum Editieren (noch teurer)
- ein Softwareprogramm zum Schreiben von Filmskripten (jap, noch teurer aber evtl illegal beschaffbar)
- ein sauberes Bettlaken denn Jen hat über mein frisch gewaschenes leider ihren Glühwein verschüttet
- ein Monatsticket für die Bahn, das gibt’s erst ab Februar, daher muss ich immer laufen
- einige meiner Bekannten die nicht mehr in Boston sind
- die Motivation noch mehr zu schreiben

Charles River im Wintergewand
BU Central

Die kleine Chapel auf dem Campus
College of Communication mit der grossen Antenne auf dem Dach


Blick nach Osten, links das grosse Citgo Zeichen direkt ueber dem Buchladen, im Hintergrund das Prudenntial Center mit Restaurant im paar-und-sechzigsten Stockwerk
Green Line und BU Central

Marty's Liquors an Harvard Avenue, Ecke Com Ave
11 Gorham Street, meine Fenster sind im 3. Stock links vorne in dem kleinen Vorbau...sieht nur von aussen solide aus

In diesem Sinne
Best,
k

Sunday, January 14, 2007

Angekommen zum 2.

Ja, lange hats nicht gedauert da hat mich die amerikanische Realität wieder eingeholt, der kapitalisitsche Alltag, das verschwenderische Wesen und die schlechten Essgewohnheiten haben wieder von mir Besitz ergriffen. Vollständig? Nein, nicht ganz den ein kleiner Teil von mir wehrt sich (einem gallischen Dorf ähnelnd) der feindlichen Übernahme.
Damit ich wenigstens einmal in der Woche etwas vertrautes zu Essen bekomme habe ich mir einen kleinen Vorrat an Maggi Fix Würzmischungen mitgenommen von denen ich noch so einige Zeit zehren werde. Gestern gab es zur Feier des Samstages (denn der ist ja auch nur einmal die Woche) gleich einmal Schinkenröllchen mit Hack und Kartofeln. Letztere habe ich natürlich vom Haymarket, genauso wie das Hackfleisch (von der Puritan Beef Company), die Erdbeeren (von dem alten Italiener mit den trüben Augen), die Bagels (von dem kleinen Schwarzen mit dem weißen Kittel), auch der geriebene Käse (vom Käsemann mit dem frz. Bart), die frischen Champingons und die Zwiebeln stammen von dort.
Nur für die Auflaufform musste ich noch mal in einen Second Hand Laden, die ich in letzter Zeit auf der Suche nach Teilen für mein Feuerzangenbowle Set häufiger frequentiere. Da gibt es wirklich ganz tolle Sachen für wenig Geld, man könnte glatt einen ganzen Haushalt dort holen und würde wahrscheinlich kaum mehr als 20 Dollar berappen müssen.
Die Süße Sahne und den noch fehlenden Schinken gabs dann im Store 24 gleich um die Ecke beim allseits freundlichen Araber (schätz ich mal).
Da ja so einige meiner besseren Freunde fast spurlos verschwunden sind (gut von den Iren hab ich immerhin noch so einiges an Haushaltsgegenständen übernommen, ein großes Bild im Zimmer hängen und so einige gebrauchte BU Ordner von Ciara, eine leere Videokassette und ein Softwarepaket zum sichern von Digitalbildern auf dem Computer bekommen...) ist es schon etwas gewöhnungsbedürftig im ersten Moment und ich hoffe dass wir verbliebenen an die guten Zeiten anknüpfen können.
Da Jeronimo bis Gestern noch in NYC war, treff ich ihn heut erst und war daher Freitag mit Eoin und Simon in der Bar, Jen kam dann später noch dazu und im Laufe des Abends hab ich dann so einige bekannte Gesichter wieder gesehen.
Ausserdem hab ich wohl einen tollen Eindruck auf Aprils Mitbewohnerin Candice gemacht, denn die hat mich nach hause gefahren und war so begeistert von mir (vielleicht wegen meiner Russischen Fellmütze, die hier überall wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde), dass sie in einer Nachricht an Jennifer bereits davon sprach ich sei das "most precious thing" dass sie jemals in ihrem Leben getroffen hat und sie nun angeblich darüber nachdenkt mit mir nach Deutschland zu verschwinden...
Gut, ich glaube nicht dass ich das möchte aber da sie meines Wissens aus Pennsylvania stammt, scheint mir dass eine ausgezeichnete Gelegeneheit zu sein mal günstig in Richtung Toni aufzubrechen.
Eben dieser kommt mich angeblich auch bald besuchen, ausserdem hat sich der ein oder andere Besucher angekündigt und dass macht mich froh denn bei Jen stehen die Besucher Schlange und ich fühl mich fast etwas vernachlässigt.
Gut, das solls für heut gewesen sein, jetzt gehts ab in die Sportbar, die Patriots spielen heut im Divisional Playoff Game gegen San Diego. Das wird ein harter Brocken für uns und daher gehen wir nun mit Jen und Jeronimo in irgendeinen riesigen Sportschuppen mit bestimmt ganz vielen Bildschirmen.
Im übrigen nieselt es und es scheinen kaum mehr als 30 Grad Fahrenheit zu sein, morgen gibts wieder Schnee heißt es.
best,
k

Thursday, January 11, 2007

Angekommen (Einleitung)

bin ich wieder in Boston, diesmal ganz ohne große Vorkommnisse. Ganz still und leise hab ich mich eingeschlichen, total kapputt und etwas realitätsfern hab ich mir vom Flughafen ein Taxi gegönnt weil ich keine Lust hatte auf die Bahn zu warten. Jen hab ich noch nicht gesehen nur letzte nacht heimkommen gehört, kein Willkommensplakat, nichtmal ne Nachricht. Hab sie dann bei meinem ersten Burgeressen in Our House (der Fraß im Flieger/in London hat natürlich nicht gereicht) auch verpasst, dachte vielleicht kommt sie da vorbei aber offenbar hat sie woanders gearbeitet. Desewegen hab ich noch immer kein Handy für den Kontakt zur Aussenwelt gefunden, muss nun erstmal Guthaben aufladen gehen dann bin ich erreichbar, das geht aber erst um 10 denn eher macht der Laden nicht auf. Schlafrhytmus hab ich nun gar keinen mehr denn ich bin gegen 7 aufgewacht und putzmunter nach 24h Schlafentzug und halber Weltreise.
Nun bin ich also wieder hier und diese seltsame Aufregung fließt wieder durch meine Adern, nachdem ich nun drei Woche lang auf Sparflamme gefahren bin.
Die Halbzeit tat gut, auch wenn ich große Teile davon verschlafen hab und im Nachhinein natürlich wieder denke ich hab so viel verpasst und ausgelassen zu haben.
Trotzdem war es schön euch alle mal zu wieder zu sehen und RICHTIGES Essen zu bekommen. Gekocht und gewürzt, nicht nur heiß gemachtes Junk Food. Ein paar Eindrücke dazu gibt es natürlich auch noch, die Photo Qualität ist natürlich gewohnt schlecht, doch das änert sich hoffentlich bald.
Im Zeichen der Russisch-Amerikanischen Freundschaft, Treffen zweier verfeindeter Agenten bei Nacht und Nebel auf neutralem Gebiet zum Gefangenenaustausch...
die üblichen Verdächtigen...

wie immer...

zu Silvester

beim Pilze ernten im Januar... nicht alle fanden das so lustig wie ich.

Thursday, December 21, 2006

(nun mit Bildern) Die Kulmination des Unsinns, der Absturz und die Landung

Wie einige unter euch wahrscheinlich bemerkt werden haben, war die Liste der noch zu erledigenden Sachen vor der Halbzeit dann doch etwas lang und resultierte im zu erwartenden Chaos. Frisch ausgebrannt von den vergangenen drei Wochen fühlte ich mich natürlich mehr als in der Lage die Sache trotzdem anzugehen.
Nachdem ich Donnerstag größtenteils an meiner Flash Animation gebastelt hatte, ging es dann Freitag nach soliden 6h Schlaf zum Final Exam in Com Research welches ich dann auch etwas leichtfertig verbraten habe, zu nem B müsste es aber noch reichen. Mit meinem guten Freund Kopfschmerz ging es dann wieder ins Computer Lab um meine Flashanimation zu bauen, ausserdem mit Brian essen, dann bis 4 wieder ins Lab, dann nach hause für ein Nickrchen, dann rief der BU Pub. Dies leider zum letzten Mal für viele, daher ging ich trotz gigantischer Müdigkeit noch hin. Gegen 12 drohte die Welle aus Kaffe auf der ich reite dann zu brechen und ich musste nach hause um mich zu schonen. Dafür konnte ich dann Samstag früh zeitig (um 8) raus um bis 12 meine Präsentation bauen zu können, dann hatten wir uns mit einigen der Internationalen zur kostenlosen Brauereibesichtigung und Bierprobe verabredet. Was gibt es auch an einem Samstag nachmittag besseres zu tun, als durch halb Boston zu fahren um sich ein Werbevideo und eine Eigenlob-so-brauen-nur-wir Demonstration in der Samuel Adams Brauerei anzuschauen. Zu deren Verteidigung, die Wurzel sind deutsch und das Reinheitsgebot wird befolgt, eine Seltenheit im Land des unbegrenzten Wasserbiers. Und die Verkostung war auch nicht übel.
Nach einem verzweifelten Kochversuch und ein paar Minuten pause musste ich dann mit den Iren zu Jeronimo’s letzter Internationaler Party. Da Jen und ich entgegen den Regeln der normalsterblichen Schlafbedürftigen beschlossen hatten am Montag um 6 noch nach New York zu fahren. Nach etwa 3-4h Schlaf ging es dann auch los und bereits kurz nach 11 waren wir in Chinatown, NY; hatten wiedermal die abenteuerliche Fahrt mit dem Kult-Mafia Bus überstanden und durchquerten Manhattan zu Fuß. Von Chinatown sind Jen und ich nach Ground Zero, Battery Park, Broadway, durch Greenvich Village nach Washington Square gelaufen wo ein Straßenzauberer den Leuten das Geld aus der Tasche zaubert, dann weiter zum Empire State Building und dann zum Rockefeller Center wo der große bunte Baum von Zehntausenden Menschen umringt wird. Auf dem Empire State Building waren wir übrigens oben, kostet nur $ 16 pro Person bis zum 86. Stock, für ganz ganz oben müsste man noch mal $ 14 drauflegen das war dann aber zuviel. Völlig erschöpft und kaputt sind wir noch etwas essen gewesen, dann noch in einer Bar um gegen 10 dann völlig erschöpft nach hause zu fahren. Natürlich wieder im Chinesen Bus.
Glücklicherweise hat uns ein Mitarbeiter von Jen dann halb 2 am Bahnhof eingesammelt und nach hause gefahren, dann fiel ich in ein erholsames Koma. Der nächste Tag brachte dann die Vollendund der Presentation, vorher Bagel und Iced Coffee im Bagel Raising, nachher unser Christmas Dinner bei den Iren. Ausserdem gab es noch selbergemachten Glühwein, Weihnachtsstollen, selbergebackene Plätzchen und Baumkuchen aus meinem Weihnachtspaket. Die Dänen und Jeronimo waren auch mit dabei, dann sind wir kurz vor zwei noch auf ein Bier in 'Our House' und dann auf eine Party irgendwo in Allston. Leider hatten wir uns um 1130 mit Brian, Fiach, Emil, Morton und Jronimo zum Früstück verabredet und daher endete die Nacht bereits gegen 11.
Nach dem Abschlussmahl bin ich dann nochmal an die Uni gestürzt um ein letztes Filmprojekt zu brennen, dann in höchster Not 3h vor Abflug nach hause zum fertig packen, duschen (ohne Haare Waschen). Zum Abschied sind dann Brian und Fiach zur Haushaltsauflösung rüber gekommmen und haben mir doch glatt eine Bett Box und nen Küchentisch rüber gebracht.
Dann musste ich mit dem Taxi auf den Flughafen, kostet ja auch nur $30, was solls besser als den Flug zu verpassen. Dort begann dann die übliche Warterei vor einem 6h Flug ins neblige London, natürlich konnte ich im Flieger nicht schlafen und war dann völlig genervt und kaputt, bestens ausgerüstet für en Streß in Heathrow.
Die Geschehnisse dort reichen eigentlich für eine weitere Geschichte aber das muss ja nicht sein, mit reichlich Verspätung, schlechter Laune und Augenringen bis zum Kinn bin ich dann endlich gegen halb 11 von dort in Richtung Berlin geflogen wo mich dann neben Mama und Opa auch gleich noch schlechtes Wetter und ein potthässliches Ankunftsterminal in Empfang nahmen.
Nun bin ich zuhause und erhole mich langsam... sehr langsam.
best,
kuli



und nun wieder zum visuellen Teil:
Die Brauerei von aussen
Bei der Verkostung des klassischen Samuel Adams, des fruchtigen Hefeweizens und des dunklen Ale mit Schokoladenaroma

Manhattan aus dem Fung Wa Bus

Blick auf die Baustelle am Ground Zero, Lower Manhattan. Von den überdachten Überführungen aus kann man die Bauarbeiten beobachten.
Empire State Building


Auf dem Empire State, 86th Floor

Blick auf Lower Manhattan kurz nach Sonnenuntergang...
Christmas Tree vor dem Rockefeller Center
Hot Dog muss sein in NY...

Thursday, December 14, 2006

Schlaflos in Boston



Es gibt dieser Tage viele Gründe schlaflos zu sein, einige besser als andere. Einige wirklich dumm, andere unausweichlich.
Habe wahrscheinlich über die letzte Woche etwa 5h im Schnitt geschlafen. Damit bin ich aber gerademal Durchschnitt, nichts besonderes. Nicht zu schlafen ist hier so normal dass ich eigentlich nicht mal drüber schreiben sollte (aber irgendwas muss ich ja erzählen).
Nachdem ich Samstag und Sonntag jeweils etwa gegen 1 oder 2 zu Bett bin (und das teilweise recht verstört aus verschiedensten Gründen) um dann gegen 8 wieder auf zu stehen, war Montag dann der absolute Kracher was Stress angeht und ich war doch dem Chaos nahe. Dienstag waren ja mein Howard Zinn Paper und der Research Report abzugeben, für letzteren hab ich die Verantwortung übernommen weil meine Teammitglieder nicht wirklich den Durchblick hatten. Leider hab ich erst im Verlauf der Nacht meine Interviews für das Zinn Paper per Email bekommen und so zögerte sich dann der ganze Spaß bis gegen 3:30 heraus. Da ich immer im Internet war, konnte ich beobachten wie auf der anderen Seite der Welt einer nach dem anderen aufstand, erst Erik in Russland, dann Hoesi und was weiß ich wer noch. Hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen halben Liter Kaffe (Frühstück) und 3 Red Bull getrunken, und diese wirkten sich dann etwas komisch auf mein Nervensystem aus und nachdem mir schwindlig wurde musste ich dann ins Bett gehen. 4 Stunden später bin ich dann auch wieder aufgestanden, zur Uni getorkelt, hab einen weiteren Kaffe getrunken und dann mein Zinn Paper 5 Minuten vor Deadline fertig gestellt. Das war knapp, der Research Report war da schon etwas großzügiger geplant und doch tatsächlich 1h vor Abgabetermin bereits fertig. Zur Belohnung durfte ich dann Dienstag Abend endlich wieder in den Schneideraum für unser letztes Filmprojekt, bin zwar diesmal nicht Editor aber meine Teammitglieder waren am Ende. Carolina hatte 2 Tage in Folge überhaupt nicht geschlafen, Katie konnte immerhin mit 5h, 6h und 2h aufwarten, die Chinesinnen sind zu vorsichtig um sich zu beklagen sahen aber nach 8h im Schneidraum auch nicht mehr ganz frisch aus und ich schätze mal, dass die auch nicht geschlafen haben. Da ich also der munterste war durfte ich schneiden. Mittwoch sollte der Film fertig sein um 1800 im Filmvorführraum gezeigt zu werden. Nach mehreren Pannen und 10h schneiden am Mittwoch hatten wir das Ding dann kurz vor Nervenzusammenbruch auch 1759 tatsächlich fertig und konnten ihn abgeben. Leider ist er an einigen Stellen etwas stümperhaft geschnitten aber dafür kann wahrscheinlich niemand was. Langsam machte sich dann auch der fehlende Schlaf bemerkbar -und den Vorabend aus Protest gegen den Stress mit Brian, Jeronimo und Jen im Pub verbracht zu haben stellte sich auch als keine gute Idee heraus auf längere Sicht. Gegen 20h bin ich dann Mittwoch zuhause angekommen und nach einen kurzen komatösen Nickerchen hab ich mich dann entgegen JEGLICHER Vernunft auch noch breitschlagen lassen zu April’s Party zu gehen. Heute wachte ich dann gegen 11Uhr morgens auf und war müder als jemals zuvor. Da ich aber noch ein paar Projekte für die Computer Class zu erledigen hatte ging es schnurstracks ans College, Kaffe und Obstsalat konnten mich am Leben halten doch meine Augen musste ich hinter einer Sonnenbrille verstecken.
Nun müsste ich eigentlich für meinen Test am morgen früh lernen aber irgendwie hab ich keine Lust mehr. Ausserdem bin ich schlau und die Tests sind nicht besonders schwer.
Brian hat mal mit einem Professor gesprochen und der soll gesagt haben dass man an einer amerikanischen Uni eigentlich gar nicht durchfallen kann, wenn man nur zum Unterricht kommt reicht es schon irgendwie, jeder Idiot kriegt einen Abschluss und die werden auch noch immer besser. Laut einer Studie werden an vielen Unis heute prozentual mehr As und Bs vergeben als früher, so auch hier an der BU. Sind wir wirklich alle schlauer als die letzte Generation? Ja bestimmt, ich seh ja jeden Tag was für Leuchten hier so rumlaufen. Du kannst bis drei zählen, alles klar, hier ist dein Diplom. Nur in Russland ist es noch schlimmer, das behauptet zumindest mein Kontakt in Moskau und der muss es ja wissen.
Um meiner Jammerei jetzt wenigstens noch einen Rahmen zu geben und auf meinen Einstieg zurück zu kommen: Schlaflos sind viele, nicht nur wegen der Uni.
Jen schläft in Boston nicht wirklich gut, das liegt teilweise an ihrer Arbeit die sie meist von 9pm bis 3am durch die Bars ziehen lässt um Daten für Camel zu sammeln damit die dann all den Ahnungslosen Werbung und Merchandise schicken können.
Auch kann sie noch immer nicht mit Geld umgehen, darüber spricht sie jedoch nicht und so erfuhr ich von unseren Mietschulden auch erst als mich der Landlord anrief und mit Eviction drohte. So geschehen gestern aber inzwischen scheint alles geklärt. Ich weiß noch imemr nicht genau was los war, nur schienen sowohl Dummbolzen Connor als Jen ordentlich in Verzug gewesen sein. Eigentlich käme mir die Eviction ganz gelegen, müsste dann wenigstens nicht mehr in diesem Dreckloch wohnen und könnte evtl die Wohnung der Iren übernehmen wenn die nach hause fliegen. Wie ich die Geldsauger hier so kenne, schätze ich aber mal, dass in diesem Fall das Security Deposit und die Extra Monatsmiete verfallen und ich einen Haufen Geld verliere mit dem ich doch eigentlich vorsichtig umgehen wollte.
So grübelt Jen darüber nach woher sie Geld auftreiben kann und vergisst darüber den Schlaf, ich stelle fest dass ich am Dienstag schon nach hause muss und grübel wieder mal wie meine großen Ideen, die Uni und die unausweichlichen Farewell Parties unter einen Hut passen. Ausserdem verschwende ich einen Haufen Zeit damit, Glühwein zu suchen, den gibt’s hier nirgends. War jetzt in allen zu Fuß erreichbaren Liquor Stores –nix. Nada. Kalifornischen Wein mit schoko Aroma wollten die mir andrehen, 20 Dollar die Flasche…
Wenigstens gibt es hier keinen Ladenschluss so dass ich noch eine schlaflose Nacht zum Weihachts Shopping nutzen kann. Au JA!
Best,
k
ps: sobald ich in Deutschland ankomme will ich endlich Glühwein trinken, gleich auf dem Flughafen am besten.


Jen und der gescheiterte Versuch ein 'kuli-face' nachzuahmen
sehr müde mit Josh und Matt
schon wieder
beim filmen in der Waschküche

Sunday, December 10, 2006

Die gute Zeit

neigt sich dem Ende zu. Deutlich wurde dies in der vergangenen Woche und so langsam staut sich etwas Melancholie auf. War grad mit Jen bei den Irish kids wo wir endlich unser Versprechen, einmal mexikanisch zu kochen, eingelöst haben. Es gab leckere refried beans, flour tortillas, whole wheat tortillas, mexican rice, slasa, guacamole, Hackfleisch, sour cream und etwas Gemüse. Hmm... dazu Dr. Pepper, Tortilla Chips und Schokolade nachher. Zum Abschluss irischen Tee.
Schade eigentlich dass wir mit der Kocherei nicht eher angefangen haben, bleiben uns doch nun nur noch 9 Tage um die ganze Sache zu wiederholen. So ein Essen mit Freunden hat schon was, inzwischen versteh ich sogar wenn sie sich in diesem furchtbaren Dialekt unterhalten. Kam mir immer blöd vor wenn ich nachfragen musste, besonders Fiach ist teilweise einfach mal überhaupt nicht zu verstehen. Nun komme wir nach hause zurück und ich frag Jen wieviel sie versteht wenn die Iren sich unterhalten...etwas betreten meint sie, sie hätte keine Ahnung worüber gesprochen wurde und hat nur nett vor sich hingelächelt. Haha, so weit ist es schon, ich verstehe mehr als sie.
Blöderweiße hab ich mir einige komische Betonungen und Ausspracheweisen angewöhnt so dass ich nun je nach Situation einen Mix aus Südstaatlerenglish, Irish-English und dem unfreundlichen New England Accent spreche. Und mitunter natürlich kommt der deutsche Akzent durch, besonders wenn ich über kompliziere Dinge spreche.
Ausserdem gibt es die Woche einige gute Nachrichten, meine website für die Computer Class ist fertig, wenn auch rechtschreibfehler behaftet da in größter Not und Hektik 5minuten vor Abgabetermin fertiggestellt. Das ich das Ding entgegen aller Befürchtungen jemals fertig bekommen habe, und dass auch noch mit einem in einer Punktlandung resultierenden Gewaltakt ist selbst für mich erstaunlich. Wer das Ding mal anschauen möchte: http://people.bu.edu/yourkuli Viel Spaß und wer die meisten Fehler findet, darf mich besuchen kommen.
Ausserdem sind mein Research Report und der Zinn Artikel in der Endphase, das heißt ich müsste statt Sunday Night Football schauen und Blogs schreiben eigentlich richtig viel arbeiten.
Um jedoch zu Dingen zurück zu kommen die gut sind lasst mich noch erzählen wie ich die Woche mit Brian Pool spielen war in Our House oder wie unser Austausch Coordinator David noch eine Art Abschlussparty bei sich zu hause geschmissen hat, in deren Verlauf er dann doch recht betrunken wurde und sich dann noch hat überreden lassen mit in den BU Pub zu kommen wo Emil und Eoin zum Ritter geschlagen wurden da sie ihre Bierquest überstanden haben und im Verlauf des Semesters tatsächlich alle 60 verschiedenen Biersorten probiert haben. Zum Lohn gabs eine kleine Zeremonie und für die neu erkorenen Ritter ein persönliches Glas.
Obwohl der Abend recht chaotisch damit begann dass ich Laura abholen sollte um sie zu David zu begleiten und sowohl ich als auch sie völlig die Zeiten verdreht hatten, was dazu führte dass ich sie nicht abholen konnte und sie nicht bei David auftauchte, war es doch insgesamt einer der gelungensten Abende überhaupt. Es ggibt Abende da passt einfach alles irgendwie zusammen, man trifft die richtigen Leute, unterhält sich über die richtigen Dinge und ist dann einfach nur zufrieden wenn man daran zurück denkt. Hab mich gut mit einer Italienerin aus Venedig unterhalten, die sonst kaum mit den Internationalen weg geht da sie sich mit ihren 29 doch etwas zu alt fühlt für die ganzen Parties, dann hab ich die größte Quesedilla überhaupt gegessen da Ciara im Pub arbeitet (und ich etwas besonderes bin) und musste sie mit gleich zwei Leuten teilen. Ausserdem konnte ich mich endlich mit den anderen Dänen unterhalten und bin nun jederzeit in Kopenhagen willkommen. Die Taxifahrt nach hause und nachdem ich dann doch gegen halb drei von den Iren losgekommen war noch das Gespräch mit meiner Nachbarin auf den Treppenstufen vorm Haus haben auch irgendwie alle ins Bild gepasst und ich frag mich warum nicht öfter alles so gut zusammen passt.
Der nächste morgen war hart, besonders weil sowohl Brian als auch Morton nicht zum Frühstück auftauchten da sie verschlafen hatten. Während Brian einfach nihct aufsthen wollte kam dann doch wenigsten Morton noch ins Bagel Raising, dort gabs dann einen leckeren Iced Coffee, einen Tequila Sunrise Bagel (mit Ei, Bacon, PepperJack Käse, Jalapeno Cream Cheese, Tomate und Zwiebel, getoasted) und dazu spielten die Beach Boys im Radio und machten das kalte Wetter fast bedeutungslos.
Obwohl es die Woche öfters unter dem Gefrierpunkt war liegt noch kein Schnee, es ist im Moment zu trocken und ausser ein paar Flocken und eisigem Wind ist noch nicht viel vom gefürchteten Winter zu sehen gewesen. Trotzdem haben sich die meisten Obdachlosen wohl bereits irgendwo verkrochen, Brian meinte viele sitzen nun in der öffentlichen Bibliothek und lesen den ganzen Tag Zeitung, der 195cm große Schwaze mit den Dreadlocks ist samt Lederjacke und E-Gitarre verschwunden, der kleine Taubstumme mit dem ganzen Metall im Gesicht und den Schattenboxereien ist aber noch ab und zu unterwegs auf der Harvard Avenue. Auch der Campus Penner der mit seinen Regenschirm gegen den Wind geschützt immer am Abluftschacht am Kellerfenster des Tsai Performance Centers sitzt um sich zu wärmen ist noch immer da, glücklicherweise hat er inzwischen einen warmen Mantel auftreiben können da er doch vorher oft recht durchgefroren aussah unter seiner Kapuze. Eine Frau sucht offenbar im Bagel Raising Zuflucht, sitzt sie doch jeden morgen dort und trinkt einen Kaffee, während mit ihren stahlblauen Augen beobachtet wie die Welt sich um sie dreht, wie Leute kommen und gehen, hastig etwas Essen, Geschäftsleute nur schnell etwas mitnehmen gegen 8 oder 9, dann gegen 10 mehr und mehr Studenten auftauchen, viele auch nur um einen Kaffe zu holen, doch alle sind irgendwie in Eile, auf dem Sprung zur Bahn die hoffentlich nicht wieder völig überfüllt und 30 minuten zu spät kommt. Ihr kann das egal sein, ist ihre größte Sorge doch, dass es draußen aufhört zu stürmen da sie ja wohl irgendwann aufstehen muss um ihres Weges zu gehen. Kaffe schein das bindende Element der Gesellschaft zu sein, ist er doch Vorwand für Obdachlose etwas Zeit im warmen zu verbringen, Heilmittel für Studenten gegen übernächtigung und für Angestellte und Arbeiter die Droge schlechthin. Auch ich trinke inzwische viel zu viel Kaffee, bei den Bechergrößen hier kommt man recht schnell auf einen Liter am Tag. Und irgendwie muss manja munter sein, braucht den gewissen Schub um die letzten Tage noch irgendwie alles fertig zu bekommen.
Nun gilt es besonders für diese letzten Tage alles gut zu organisieren, Plätzchen backen, Abschiedsparties, Hummer essen, Trip nach New York und nur ganz am Rande warten ja noch ein Final Exam und eine Präsentation auf mich. Ups. Ausserdem müssen wir noch von Brian und Fiachs 45% Rabatt bei Barnes & Noble Gebrauch machen, Bücherwünsche und Anfragen zwecks BU Merchandise gehen an mich.
Werd wohl nochmal zuschlagen und mich mit ner Sammlung von Shirts, Sweatpants, nem Pullover und Howard Zinn's Autobiographie ausrüsten für den Rückflug.
best,
k

Wednesday, December 06, 2006

The Ice of Boston is muddy

...sang einst the Dismemberment Plan, deren Shirt ich noch immer habe. Musste soeben an deren Song denken, da es hier in Boston auch mittlerweile recht eisig geworden ist.
Dies nicht nur was die Temperaturen angeht (gefühlte minus 5 Grad Celcius), auch sonst ist es überall etwas kühler.
Die ersten Tage litt ich noch an post-texanischer Depression, doch das ging vielen so. Katie meinte sie vermisst L.A.; so ging wahrscheinlich allen die über Thanksgiving zuhause waren oder bei Freunden.
Die Rückkehr nach Boston bedeutete die Rückkehr in den Stress, die verglichen mit dem Süden zwischenmenschliche Kühle, oder Distanziertheit, die Rückkehr in mein völlig verkeimtes Apartment und der Versuch meinem nichtnutzigen Mitbewohner zu erklären, dass es so nicht läuft (das Gespräch scheiterte daran dass er sich nicht vom Computer umdrehen wollte um mit mir zureden, da er mich strafen musste da ich tags zuvor sämtlichen Müll in seinem Zimmer abgeladen hatte um ihn zu zwingen ihn rauszubringen...) einige leere Drohungen in Richtung "wenn dus unbedingt brauchst komm her und dann schlagen wir uns" später war der Spaß dann vorbei und wir sind geschiedene Leute wie er sich ausdrückte, er macht seinen Mist, ich besorg mir mein eigenes Geschirr und halt es sauber etc, pp, die ganze Kacke wie aus dem Bilderbuch.
Nun ist Jen ja auch wieder da und wir (ich) überlegen vielleicht nochmal umzuziehen. Mal schaun, was sich ergibt.
Die Rückkehr in den Stress brachte nebenbei mit sich, dass ich meinen Schlaf nun etwas drosseln muss, meinen Blog nicht mehr wirklich aktualisiere und auch sonst von der Bildfläche verschwinde um meinen ganzen Unikram fertig zu bekommen, selbst die Parties am Wochenende sehen mich nur für ein-zwei Stunden um wenigstens 6h Schlaf zu haben.
Wo ich grad beim Wochenende bin, letztes WE war unser großes Volleyball Turnier, die Tatsache dass ichs erst jetzt erwähne wird die Sschlauen unter euch wahrscheinlich vermuten lassen dass mein Team nicht gewonnen hat. Nicht ein Spiel und das obwohl ich eigentlich richtig gut war. Ohne Mist, auch unser Mittelblock war stark doch als b-Team gegen Volleyball Schulen zu bestehen zu wollen war dann doch etwas zu viel (auch schienen einige Teammitglieder nicht wirklich bereit zu sein sich mal am Riemen zu reißen oder regelmäßig zu trainieren...)
Gefilmt haben wir auch noch, Freitag und Sonntag, jeweils von 1800 bis Mitternacht.
Achso und an meiner Oakley Website bastel ich auch, und an meinem Research Report, für den ich wohl den Großtil der Arbei übernehmen muss da meine Teammitglieder nicht wirklich durchblicken warum und wieso man verschiedene Dinge so und nicht anders berechnet und was man dann daraus schließen kann...
Um nun kurz vorm rumjammern noch ne Kurve zu kriegen, es sind nun für mich kaum noch 2 Wochen hier in Boston und so wie es aussieht war die Zeit viel zu kurz. Die meisten der Internationalen fahren nach hause und kommen nicht wieder, dazu gehören leider auch meine guten Freunde aus Irland, Emil der sympatische Däne, die Australier, und was weiß ich wer sonst noch. Hab eigentlich im letzten Monat kaum einen von denen gesehen weil doch jeder mit sich zu tun hatte. Nun bleiben noch zwei Wochen in denen noch so viel passieren soll, muss und doch trotzdem nicht wird. Zeit und Geld sind wie immer zu knapp und warum muss eigentlich schon Weihnachten sein, bin doch noch gar nicht soweit.
Die ersten machen sich schon Gedanken über Silvester, soweit kann ich noch gar nicht denken. Bevor es soweit is muss ich doch noch mit Jen nach New York, und HUmmer Essen im Hafen von Boston. Und Geschenke, Souveniere und Postkarten hab ich auch noch keine. Letztere gibt es auch kaum in Boston, suche schon seit Ewigkiten und muss feststellen es gibt sie nirgends für kein Geld der Welt. Daher auch der Mangel an postalischen Grüßen etc meinerseits an die Welt.

Im Übrigen ist heut Nikolaus und ich hab mich riesig über mein Paket aus dem Osten gefreut (ha, nun ist es andersrum und die Weihnachtspäckchen gehen gen West), es war zwar schon am 24. November angekommen, so richtig ausgepackt hab ichs aber erst mit Jen am Montag abend. Hm, so viele leckere Sachen... Hab daraufhin beschlossen die Nikolaustradition hier fortzusetzten, Jen hat aber vergessen ihre Schuhe raus zu stellen, daher hab ich ihr nur eine von den Stockings gefüllt, mit Lindt Schokolade aus dem CVS nebenan.

In diesem Sinne, einen frohen, zweitversetzten Nikolaus Euch allen, besonderen Dank an Elisa für die Bilder von John. Gut zu wissen, dass er schön geschmückt im Flur steht und sich freut!

Ach und eh ichs vergesse, mein Ticket nach hause und zurück hab ich, komme am 20. in Berlin an und flieg von dort am 10. wieder zurück. Freue mich auf alle die sich auch auf mich freuen, alle andern und besonders denen, die es in 3 Monaten ncht fertig gebracht haben wenigstens einmal hallo zu sagen nachdem ich nun so an die 50 Blogs geschrieben hab: Ihr könnt mich mal.
best,
k