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Saturday, February 13, 2016

Zum Jahreswechsel in der Heimat

Zum Jahresabschluss noch einmal ein Heimatbesuch, leider ohne Kamera. Daher sind die Bilder hier nur vom Blackberry (quadratisch) und iPhone mit entsprechend variierender Qualität. 

Erstmalig mit dem Amtrak unterwegs - wenn auch nur von Ann Arbor bis Chicago. Trotzdem ein kleines Erlebnis, Zugfahren in Amerika scheint eine Kreuzung aus britischem Busfahren und Flugverkehr in den 50er Jahren zu sein. Dazu gehören mehrere Ansagen bei Zugeinfahrt, Anstellen in Einer- und Doppelreihe an zwei Türen, Zugang nur über eine Rampe, kein Zutritt ohne Fahrkarte, riesige und schwere Sitze und eine eher nostalgische Inneneinrichtung des Zuges komplett mit von den Jahrzehnten ausgeblichenen Werbepostkarten der fernen Ziele die mit dem Amtrak erreichbar sind.

Saturday, July 19, 2014

Feiertag, Feuerwerk, Stadtbummel Chicago

Da uns in den letzten Jahren das Feuerwerk am 4. Juli leider entgangen ist, nutzen wir die Gelegenheit die Anreise der Schwierirgeltern mit einem Ausflug nach Chicago zu verbinden. Dort sollte es neben Millionen Menschen auch irgendwo Feuerwerk geben. Einzige wirkliche Herausforderung war das unseren Gaesten zu erklaeren, die nach 4 Tagen Autofahrt eigentlich auch gerne etwas Ruhe haben wollten. Hotel buchten wir am Flughafen, das spart die Parkkosten von etwa 50 Dollar pro Nacht in der Innenstadt und dann nochmal 70-100 Dollar fuer die Uebernachtung selbst. Dafuer mussten wir dann eben mit der S/U-Bahn in die Stadt fahren, was zumindest uns nichts ausmachte.
Warten auf die El in Downtown Chicago

Blick auf den Sears (Willis) Tower

Millenium Park mit Wasserspielen

 
Cloudgate 
 
  
Selbstbildnis

Feuerwerk am Navy Pier, An- und Abreise dauerten deutlich laenger als das Feuerwerk, welches entweder nicht besonders gross war oder aufgrund der Menschenmassen und Entfernung irgendwie klein aussah.
 
Wer Chicago nicht zu Fuss erkunden will, oder kann, bekommt auf der Bootsfuehrung des Architekturbundes alles wissenwerte erklaert. Maiskolben, einer der Bauten aus der Moderne, sehr funktionell mit Garage und Balkonen. 

 Die zahlreichen Zugbruecken machten den Fluss auch fuer Segelboote passierbar

Sears Tower vom Fluss aus gesehen, wer genau hinschaut sieht oben links die kleinen Glasbalkonkaesten in die man hinaustreten kann um in die Tiefe zu schauen.

Alt triff neu - Modernismus und Postmodernismus friedlich nebeneienander

Blick vom Hancock Tower nach Norden


Blick vom Zoo nach Sueden mit Tourist auf der Bruecke

best,
-k

Friday, December 20, 2013

Schnappszahl 33

War Anlass genug mal eben durch einen mittleren Schneesturm zu fahren, an einem Samstag, unbeeindruckt von zwei Attentatsversuchen.
Der erste kam von einer Autowerkstatt, in der offenbar das Konzept des Winterreifens nicht völlig angekommen ist, der zweite kam dann von einem Verkehrsteilnehmer und Führerschein im Lotto Gewinner.
Vom bevorstehenden Schneeeinbruch beeindruckt, beschlossen wir Donnerstags die Reifen wechseln zu lassen, ein Unterfangen das durch Felgenmangel nur mit professioneller Hilfe möglich ist. Die Reifen wurden vom letzen Mechaniker sogar markiert um auch an richtiger Stelle wieder eingesetzt zu werden. Ein prüfender Blick direkt vor der Abfahrt an den unbekannten Überraschungsort offenbarte dann das Unglück. Der wertende Blick bemerkte sogleich, wir vergeben 4 von 4 Punkten fuer die korrekte Einordnung von "vorne und hinten", "rechts und links". Dazu kamen allerdings nur 1 von 4 möglichen Punkten fuer die korrekte Erkennung der Laufrichtung der Reifen, welche fuer Anfänger mit einem Pfeil auf jedem Reifen vermerkt ist. Mit anderen Worten erzielte die Werkstatt 5 von 8 möglichen Punkten und brachte den vermeintlich unaufmerksamen Kunden damit fast ums Leben.  Da dieser Versuch scheiterte, schickte man uns eine ganze Gruppe Irrer mit auf den Weg die mit Sommer (oder 'Allwetterreifen') ausgestattet versuchten durch den nicht geräumten Schnee zu manoevrieren. Da sind 50 Meilen die Stunde schon Spitzengeschindigkeit. Auf den gut besalzten Strassen Indianas änderte sich dass dann und jeder durfte wieder schnell fahren, selbst an der Mautstelle, was dann dazu führte dass es beim Einsammeln des Wechselgeldes am Automaten (30 Cent waren es) dann plötzlich krachte. Eine weitere Stunde Verzögerung spaeter und mit Erlaubnis der Polizei ging es dann weiter nach Chicago in einem nun verbeulten Ford Saurus und dem ungewissen Gefühl welche Versicherung wohl wie viel bezahlen wird, da immerhin die Schuld eindeutig auf Seiten des rammenden Verkehrsteilnehmers lag, das aber in jedem Bundesstaat anders geregelt wird.

Christkindlmarkt in Chicago

Die Stände wurden meist von extra angereisten Deutschen betrieben, dazu mischten sich einige Suedamerikaner. Erzgebirgsschmuck mit 100+% Aufpreis gab es auch. Irgendwie muss sich die Atlantikueberquerung ja auch lohnen, fuer die man hier dann in der Kälte steht.

Die El

Der Neuschnee und die Innenstadtbeleuchtung sorgen fuer genug Licht

Cloud Gate mit Blick auf die Eisbahn

Cloud Gate mit Schneemuetze

Geburtstagscava

Schlittschuhversuche am Morgen

Blick auf Chicago von der Museumshalbinsel, fuer diese blieb leider nicht genug Zeit, so tauschten wir Hochkultur gegen Hoehe. Der Untschied im gemessen am Publikum koennte kaum deutlicher sein.

 Sears Willis Tower, das zweithöchste Gebaeude der USA, den Titel trägt nun das World Trade Center I. 

Blick nach Nordosten in der Mitte der Trump Tower, links davon das Hancock Gebaeude, in dem waren wir aber schon.

Blick nach Norden entlang des Lake Michigan

Skybox / Glasbalkon im 102. Stockwerk

Haette die Fotografin durch das Objektiv geschaut, wuerde man hier sehen, dass wir in der 'Skybox' stehen...

Ampelmann!

-best,
k

Monday, May 28, 2012

Nicht ohne mein Ladegeraet

Sonntagsausflug nach Saugatuck Michigan, mit grillen am Oval Beach

Museum of Science and Industry, Chicago
Das ausgestellte U-Boot 505 ist ein deutsches und kann fuer $8 extra auch von Innen besichtigt werden.

Explodierter Mensch in der Koerper Ausstellung - man beachte die dunklen Lungenfluegel des Rauchers. 

Mit Katie u Tyler im 'Chicago Pizza und Oven Grinder Co.' -die in einem Schaelchen ueberbackene Pizza war so gut, dass ich mit Jennifer nur 2 Tage spaeter nochmals dort war.

Militaerparade am Memorial Day Wochenende
- Marschmusik und Militaermaschinerie, eine Nord Korea-light Version. 

Die El - 'Elevated Rail' eine ueberirdische U-Bahn. Damit ist Chicago eine der wenigen spaziergaengerfreundlichen Staedte im Mittleren Westen. 

Downtown mit Hancock Tower von Norden aus gesehen

Am Samstag waren die langen Sandstraende noch fast leer, am Sonntag sonnten sich dann die Massen.

Eindruck einer 2. Nacht in Chicago, jene die erst moeglich wurde als der zur Unpuenktlichkeit verdammte Hauptdarsteller den Rueckzug verpasst und dan noch Stundenlang durchs Haeusermeer irrte, ohne Telefon & Internet und ohne Rueckfahrtsmoeglichkeit. 

Sonnenuntergang am Lake Michigan, vom Dunes State Park in Indiana aus gesehen. 

zum Greifen nah

Schattenbild

best,
-k

Thursday, September 09, 2010

Westwaerts und Ostwaerts auf dem I-94

Wenn am Pooltoor eine schwere Metallkette haengt ist der Sommer vorbei. Sowohl das nun doch kuehlere Wetter als auch die kuerzer werdenden Tage deuteten schon darauf hin. Annes Besuch Ende August wohl auch. Der Beginn der College Football Saison macht es fast offiziell. Die Gluehwuermchen sind schon weg, die Voegel machen sich auf den Weg. Der Sommer neigt sich dem Ende zu und dass ohne wirklich stattgefunden zu haben, zumindest an meinem Schreibtisch im 3. Stockwerk der 213 South Ashley Street war es meist kuehl und schattig. Aber der Reihe nach.

Der schone erwaehnte Besuch gab Gelegenheit einmal die Kleinstadt zu verlassen und ein wenig in der naeheren Umgebung nach Abwechslung zu suchen. Selbige finde man zum Beisiel in der einst boomenden Automobil Stadt Detroit – von den nun wieder den Aktionaeren gehoerenden General Motors Tuermen mal abgesehen ist allerdings von der Stadt nicht mehr viel uebrig. Einst eine der groessten Stadte des Landes ist Detroit nun eher ein Niemandsland, eine nicht ein mal mehr rauchende Ruine einer Stadt, die wenn man meinem Kollegen glauben darf nicht nur vom Bankrott, bzw. dem bereits vorher beginnenden Untergang der amerikanischen Automobilindustrie getroffen wurde, sondern auch durch jahrzehntelange, verkehrte Rassenpolitik vernichtet wurde. Nun ist der Downtownbereich ziemlich am Ende, auch wenn er –so man denn den Lokalblattern glauben darf gerade wieder einmal vor einer Renaissance steht- es gibt kaum Geschaefte und Arbeit auch nicht viel, die verbleibene schwarze Bevoelkerung ist zu arm um etwas aufzubauen oder wegzuziehen und blieb waehrend der grossen Bevoelkerungsflucht einfach zurueck.

Immerhin die Sportstadien der Detroit Tigers (Comerica Park), Ford Field (Detroit Lions) und der von Jennifer gehassten Red Wings (Eishockey) ziehen noch Besucher und Geld in die Stadt, darum gibt es Inselartig einige Investitionen in Theater, Opernhaeuser und Bars, sowie die neu gestaltete Waterfront am Detroit River am Renaissance Center (die GM Tuerme aus der Tagesschau) und das war’s dann auch schon wieder. Einen Kilometer weiter ist man schon wieder auf dem post-apokalyptischem Mond. Oder in Kanada – denn das liegt auf der anderen Seite des Flusses und sieht aus der Entfernung aus wohl aehnlich aus wie Deutschland von hinter der polnischen Grenze aus gesehen, oder Texas von Mexico aus, oder Polen von Russland… eben besser -dass dies allerdings auch fuer Detroit gilt, das von Kanada aus fast reizend im Sonnenuntergangslicht strahlt sei am Rande noch vermerkt.

Soweit also zu Ausflugszielen auf der Ostseite des I-94. Dass es gen Osten nur selten besser wird wissen die meisten. Das war selbst in Boston so, an welches nur noch ein aermliches East Boston grenzt und dann eine ganze Weile gar nichts mehr. Also haben wir Annes besuch genutzt um endlich mal den Westen weiter zu erkunden, muss doch auch irgendwo eine richtige Stadt geben, und das nur viereinhalb Stunden entfernt. Auch hier zur Verdeutlichung ein Vergleich: Wer schon einmal in Dresden war, dem gefaellt wahrscheinlich auch Prag, nur das letzteres ein wenig groesser ist. Aber im Grunde gar nicht so verschieden, Stadt am Fluss, viel Geschichte, kleine Kneipen und eine fotogene Altstadt. Aehnlich verhaelt es sich auch mit Boston und Chicago, letzteres ist eine Art Prager Alernative zum ersteren. Groessere Stadt an einem aehnlich grossen Gewaesser, jede Menge Geschichte und eine fotogene Skyline. Statt dem 52. Stockwerk muss man sich hier ins 96. begeben um einen Ueberblick zu bekommen, dafuer ist der Yachthafen nur auf einem See. Statt eines Marathons laeuft man hier einen Triathlon, Chinatown und ein kleines Italienerviertel gibt es auch. Waehrend in Boston vor allem die etwas aelteren Praesidenten wirkten (Benjamin Franklin zum Beispiel) hat Chicago nun auch einen, wenn auch etwas juenger. Und in Boston gibts das aelteste Baseball Stadion des Landes, Chicagos Wrigley Field ist Nummer 2, dafuer ist deren Zeitung etwas groesser (Chicago Tribune) als der Globe, wie in Boston hat diese jedoch auch einen Boulevardrivalen. Und wenn man in Boston noch immer ab und an an die frueher aus dem Italienischen Viertel agierende Mafia erinnert wird, hatte Chicago auch den ein oder anderen Kleinkriminellen. Beide Staedte haben auch eine etwas gehobenere Einkaufsmeile –in Boston ist das die Newbury Street und in Chicago beschraenkt man sich auf eine “Magnificent Mile”. Selbst die oeffentlichen Verkehrsmittel sind sich aehnlich, sowohl in ihrer gammlig urbanen Rostigkeit wie auch im Namen. Was in Boston die T ist nennt man hier EL. Unterirdisch fahren beide, nur in Chicago gibt es auch eine Art Hochgleis. Dann hoert es aber auch auf mit den Vergleichen.


1. Trip Ostwaerts - Greencard Interview


Interview ueberstanden - doch das Tor zum Garten Eden ist immer noch zu -auch wenn es hier nur ein botanischer Garten auf Belle Isle in Detroit ist


2. Trip nach Detroit - Tigers Game


Auch ganz oben hat man eine passable Aussicht


Und dann kam sogar noch die Sonne heraus


Die Tuerme aus der Tagesschau. Eine der wenigen nicht Ruinen in der Stadt.


Dem Schweinchen geht's gut


Szenenwechsel - Grant Park Chicago


Selbstportrait


Millenium Park



Hancock Tower


Aussicht vom Hancock Tower und Blick zum Sears Tower


Warren Dunes - Lake Michigan 


...


Sommerende - schon wieder


best,
-k