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Tuesday, September 04, 2012

Cincinnati, OH

Die Koenigs Stadt des Westens (Queen City of the West) mag zwar im 21. Jahrhundert in Lumpen gekleidet an der Suppenkueche Schlange stehen, sieht aber trotzdem noch (schon?) weniger erbärmlich aus als Detroit, Toledo, Cleveland, Flint und der Rest der Rust-Belt Schandflecken im Mittleren Westen. Viel besser als St. Louis ist es aber dann auch nicht, die Stadt in Missouri liegt am Mississippi, die Stadt in Ohio auch am Ohio. Die flissen dann aber auch irgendwann zusammen und dann ist es auch egal. 
Wie in Pittsburgh scheint hier die Wiederbelebung der Schwerindustrieleiche begonnen zu haben. Kleine eklektische Cafés fuer Studenten und Yuppies, eine Kunstschule, ein paar neue von Geldinfusionen finanzierte Parks, sowie Investitionen am Flussufer die zum Einen der Begruenung ehemaliger Industrieueberbleibsel dienen, und zum Anderen versuchen, junge Geldverdiener in der Innenstadt zu halten und lebenswerte Umgebungen zu erschaffen. Dazu gehoeren modernisierte Loft-Apartments und die ueberall pilzartig aus dem Boden schiessenden Kleinbrauereien mit Jahrhundertealten Traditionensrezepten. 

Pooty sitzt zwar im Hyatt im Trockenen, befuerchtet aber beim Anblick der heranziehenden Wolken (Isaac) schon das Schlimmste.

Cincinnati beherbergt neben Procter & Gamble und der Supermarktkette Kroger auch seine eigene Fast Food Kette: Skyline. Bekannt fuer Chili auf Cincinnati Art: Spaghetti mit Chili, Kaese, und wahlweise Bohnen und/oder Zwiebeln. Mit der Mischung haetten wir auch nicht zum Feuerwerk gehen brauchen, dass konnte ich dann auch selbst...


Wasserspiele (die man nachts auch schoen bunt beleuchtet) sind dank Chlorzusatz immer eine beliebte Attraktion fuer Kinder - billiger als ins Schwimmbad zu gehen ist das auf jeden Fall. Erfordert auch keine Schwimmkenntnisse, die gibt es hier auch eher selten.

Blick auf die neubegruente Ohio Riverfront von der Roeblin Bruecke, deren Architekt nach geluecktem Pilotprojekt hier dann spaeter in New York die Brooklyn Bruecke gebaut hat. 
Rechts am Bildrand das Baseball Stadium, links ausserhalb des Bildes liegt das Football Stadium. Wie in so vielen Staedten mit schrumpfender Bevoelkerung baute man auch hier neue Stadien in die Innenstadt um das Geld anzulocken (siehe Detroit). Oasenartig schmeigen sich dann die Bars und Restaurants um die Gladiatorenarenen um von den Geldboersen der Sportbegeisterten zu ueberleben, wer sich zu weit vom Strom der Sportliebhaber entfernt vertrockent in der Wueste. Das Prinzip schein auch zu funktionieren, wenn man schon mal nach Downtown faehrt, bietet es sich auch an dort zu Essen. Genug ausgegeben hat man dann schon, kommt es auf's Essen auch nicht mehr an.

Statt am 4. Juli findet hier das grosse Feuerwerk an Labor Day statt, zum Sommerabschluss waehrend des River Festivals.

Der mit Touristen beladene Schaufelraddampfer treibt ganz ohne Schaufelbetrieb den Ohio hinab.

Cincinnati Fountain Square - wer eine Stadt sein moechte braucht auch einen Springbrunnen.


Die moderenere Version dann am Ohio Ufer - Treppenwasserfaelle mit Beleuchtung, diesmal nicht zum Baden geeignet.

Blick auf Kentucky und die Roeblin Bruecke 

Blick auf Cincinnati von der Bruecke, im Dunkeln sieht es fast aus wie eine richtige Stadt.

Model des Ohio Rivers von Pittsburgh aus gesehen

Blick aus Kentucky auf Cincinnati und die fuer Touristen verkehrenden Schaufelraddampfer.


best,
-k

Monday, July 04, 2011

Von Strand zu Strand

Wenn es denn schon einmal sommerlich warm ist und der Ozean tausende Meilen entfernt, bleibt einem leider nichts anderes übrig als auf der Suche nach einem lokalen Ersatz den ganzen Bundesstaat zu durchkreuzen. In den letzten Wochenenden haben wir dadurch dann auch fast alle besuchenswerten Straende probiert. Dazu georten:
Van Buren State Park, Saugatuck, Petoskey, Sleeping Bear Dunes (alle Michigan) und der East Harbor State Park in Marblehead, Ohio.

Und weil es so schoen war noch einmal mit Bildern:
 Van Buren State Park - Blick von der Duene auf die zurueckgefallene Besteigerin und den sehr blauen Lake Michigan.


Mineralfund - auch vom Strand des Van Buren State Parks in der Naehe von South Haven, MI

Saugatuck - Oval Beach: Angeblich einer der schoensten Süßwasser Straende in den USA, auch hier mit Duene, weissem Sand etc. Das ganze Programm.

Auch dieser Strand ist Teil eines Naturparks und damit gut gepflegt und wie man sieht auch nicht voellig ueberlaufen. Nur etwas kuehler war es, besonders im Wind -da blieb nur der Standspaziergang uebrig.

Ein Kurzer Wochenendausflug mit Zelt in den Norden der unteren Halbinsel Michigans eröffnete, wie erhofft, noch eine Reihe weiterer Strand- und Bademoeglichkeiten: Erster Stopp war hier Petoskey, eine kleine Hafen- und Touristenstadt die neben den schon zur Gewohnheit gewordenen Sandstraenden und Duenen auch noch eine Besonderheit bot: Den Petoskey Stein. Dieser angeblich nur in Michigan zu findende Stein ist in Wirklichkeit ein Fossil. Und die findet man hier mit etwas Geduld auch problemlos am Strand, vorzugsweise im Naturpark.

Kleine Karte statt vieler Worte... so in etwa verlief das vergangene Wochenende (25 & 26 Juni)


Kaum im Naturpark angekommen, finde man auch schon ein Fossil ermuedeter Urlauber der bei Ausgrabungen in der Duene zrueckgelassen wurde.

Auch der Ford Saurus Taurus genoss die Spaetnachmittagssonne am Strand an der kleinen Bucht im Lake Michigan. 


Trotz Badebetrieb und Zugaenglichkeit der Duenen scheint die natuerliche Duenenvegetation problemlos zu gedeihen. Zumindest die auf Schilder ausgewiesenen Pflanzen waren am Strand zu finden. 

Abendstimmung in der kleinen Traverse Bucht, hier von Petoskey aus gesehen.

Morgens am Strand des Zeltplatzes. Auch hier finden sich die Petoskey Steine, die etwa 360 Millionen Jahre alt sind. Das es sich bei diesem "Stein" um Fossile handeln muss leuchtet auch Ungelernten auf den ersten Blick ein: Die Oberflaeche und Schattierung des Steins zeigen deutlich Korallenabdruecke, und sehen auf den ersten Blick auch fast wie abgestrorbene Korallenreste aus, besonders im unpolierten Zustand. Da der Lake Michigan allerdings noch immer nicht salzig schmeckt, werden da drin wohl auch keine Korallen gelebt haben. Die kommen angeblich genau wie der Kontinent selbst vom Aequator - und dort war es auch schon vor 350 Millionen Jahren warm genug fuer Korallen. 


Am zweiten Tag erkundeten wir noch Traverse City, eine beliebtes Ferienziel an der groesseren Traverse Bucht. Selbige ist bekannt fuer ihre Kirschen, die hier auch direkt von der Farm an der Strasse verkauft werden. Nord Michigan ist nicht nur landschaftlich um einiges schicker als der langweilig flache Sueden, sondern auch fuer Obst und Gemueseplantagen bekannt.

 
Etwa 45min westlich von Traverse City erstrecken sich die Sleeping Bear Dunes entlang des hier als Nationalpark geschuetzten Lake Michigan. Das Wasser ist heir etwas klarer und die Duenen noch groesser als anderswo. Auch hier kann man problemlos campen, nur Telefonempfang hat man leider kaum.

Strandbewohnerin - angeblich eine Lilie

Kaum zurueck vom Lake Michigan enschlossen wir uns auch dem Erie See (Lake Erie) mal eine Chance zu geben uns mit seinen Straenden zu beeindrucken. Dafuer mussten wir zur Abwechslung mal nur 90min mit dem Auto fahren, und das auch noch gen Sueden und durch die flachen Felder Ohios. Das war zwar zur Abwechslug mal nicht schlecht, trotzedem aber kaum mit dem Lake Michigan zu vergleichen. Die inzwischen sommerlich anschauende Jennifer musste eingestehen, dass einen doch die Kueste am Lake Michigan ganz schoen verwoehnt. 

Da wir damit nun schon in 2 der grossen Seen gebadet haben, bleibt fuer die kommende Woche nur noch der Huronsee (Lake Huron) uebrig. Auch dieser ist nur einen Katzensprung entfernt (d.h. weniger als 2h Fahrt).

best,
-k

Friday, November 26, 2010

Happy Thanksgiving

Wenn schon aus Sparpflicht zum Daheimbleiben verdonnert, sollte Thanksgiving dieses Jahr wenigstens entspannt ablaufen - ganz ohne Stress, ohne Auto- oder Flugreisen mit Gentitalien-abtasten. Denn soweit sind wir wohl angeblich auch schon in der alljaehrlichen Reise und Terroralarmsaison wenn man den Zeitungsberichten in der NYT Glauben schenken darf. 

Da freu ich mich ja schon auf den Flug in die nun auch noch bedrohte Heimat und hab mir fest vorgenommen den Beamten wenigstens eins ueberzuziehen wenn sie mir bei der Sprengstoffsuche in die Unterhose greifen. Irgendwo hoert der Spass ja wohl auf, auch wenn ich dann getasert werde. Aber vielleicht geht ja auch alles problemlos ueber die Buehne. 

Waren die Tage uebrigens mal zum 'Wandern' in Ohio, das liegt ja auch nur etwa eine dreiviertel Stunde suedlich von Ann Arbor. Hatte bei der Suche nach guenstigen Ausflugzielen eine website aufgestoebert auf der man in seiner Umgebung nach Trails, also Wanderwegen und Fahrradwegen oder auch Wassersportmoeglichkeiten suchen kann. Da jedoch der ganze Bundesstaat Michigan flach ist wie die ihn umgebenden Seen, muss man bei der Wanderung schon mal auf jegliches Gefaelle (und Gesteige) verzichten. Auch funktioniert das ruasgehen hier nicht so einfach wie andeswo auf der Welt wo einen der Fussweg vorm Haus zum naechsten Berg oder Wald fuerht, hier geht der, wenn ueberhaupt, zum naechsten Parkplatz an der Einkaufsmall oder auch zur Autobahnauffahrt und dann ist auch schon Ende.

Also muss man um irgendwo hin zu laufen erstmal irgendwohin fahren, einmal dort angekommen parkt man allerdings meist umsonst und hat oftmals gut gepflegte Wander, Radfahr, Reit- und was-weiss-ich-noch fuer Wege die einen wenn schon nicht auf den Berg, doch wengstens auf einer Art Rundkurs durch die Landschaft fuehren. So kam es , dass wir bei recht kuehlem, wolkenverhangenem Wetter mal nur so zum Spass eine Stunde nach Ohio fuhren um dort, wenn schon nicht auf dem angekuendigten 17-Meilen Kurs, dann doch wenigstens die 5-7 Meilen Wanderwege zu erkunden. Grund des Ausflugs waren die angekuendigten Sandduehnen die dort einst vom Eriesee zurueck gelassen wurden. Dieser zog sich naemlich einfach zurueck irgendwann und liess den Sand liegen, und so kommt es dass man nun eine halbe Stunde westlich von Toledo noch ein paar Duehnchen im Wald liegen hat, auch wenn das ganze bei weitenm nicht so spektakulaer aussieht wie wir uns erhofft hatten. 

Blick von der geschaetzten 3-4m Duehne auf dem Duehnenpfad, da fragt sich der nicht ausgelastete Wanderer "Ist das alles?"

Die erste Frage bejaht, fanden wir neben einer noch kleineren Dueehne (Sandmulde) dann immerhin noch eine interessante Graslandschaft und ein wenig Bewegung an frischer Luft

und die Praerie

Jennifer fotografiert gern

und ein wenig Wald

und eine Tornadoschneisse von etwa 80-100m Breite die hier wohl vor ein paar Jahren durch die Landschaft gerissen wurde, auf den Wanderschildern schon aufgezeigt zieht sich die Schneisse quer durch den Naturpark und zeigt dem beindruckten Beobachter wie viel Kraft den so ein Lueftchen haben kann und das selbigem bestimmt auch kein Haus amerianischer Bauweise geachsen ist. Die Baeume zumindest waren regelrecht abrasiert, wie Streichhoelzer. 

Und weil's so schoen war gleich noch ein Bild. 

Suesskartoffelauflauf mit Marshmallows

Und das Festessen zu zweit, wenn auch ohne Truthahn. Selbiger wurde durch einen 2-Pfund Schinken ersetzt. So geht's doch auch. 



Einen letzten Vorteil brachte Thanksgiving noch: Da heute hier die Weihnachtseinkaufssaison beginnt und die meisten sich Freitag nach Thanksgiving frei nehmen hab ich tatsaechlich mal ein langes Wochenende frei. Vier ganze Tage. Das fuehlt sich schon fast an wie Weihnachten.


best,
-k

Wednesday, August 11, 2010

Lange nicht gesehen

und trotzdem wieder erkannt.
Langsam macht mir die Sache hier Spass mit dem Besuch, besonders wenn man sich lange nicht gesehen und entsprechend viel zu erzaehlen hat. Wenn das so weiter geht da kommt dann wohl doch nicht so schnell Heimweh auf.
Hab zwar schon wieder einen Geburtstag ganz ohne Feierlichkeiten verbracht, aber daran gewoehnt man sich auch, wenigstens gab's damit auch keinen Stress und die sonst ueblichen organisatorischen Spagate konnten wir uns auch sparen. Trotzdem und gerade deshalb war es eigentlich ganz nett so eher zufaellig zwei Gaeste da zu haben. Das Problem ist nur, was macht man mit zwei Weltreisenden in Ann Arbor -so wirklich viel los ist da jetzt auch nicht. Ausfluege in naheliegende groessere Staedte vielen aus Erschoefungsgruenden auch aus, so blieb nur den Samstag so entspannt wie moeglich auf dem Balkon bzw dem Park zu verbringen. Das hat dann auch geklappt. Und weil es Sonntag so warm war, bot sich ein Besuch beim Eisbaeren an. Der wohnt auch gar nicht weit weg, und zwar in Ohio und dort in der bestimmt nicht Weltstadt Toledo.



Jennifer, Geburstagskind und Schwein (v.l.n.r.)



Und wenn ich einmal hungrig bin dann grill ich mir ein Steak


Hier wohnen die Eisenbaeren



Und die Affen auch, selbige werden von den Besuchern dann auch bestaunt.


Selbst Meerkatzen lassen sich fotografieren


Neben Reptilien, Affen und Grosskatzen bietet der Zoo auch ein Aquarium


Zum Ausklang des Wochenendes lud Jennifer in ihr Restaurant ein, und durfte dort von allen gespannt beobachtet und (den Kollegen gezwungen) ein paar Weine klassifizieren und erraten.

Leider faellt mir im Moment sonst nicht viel Neues ein, ausser vielleicht den anderen August-Geburtstagskindern mal alles Gute zu wuenschen. Wenn ich schon nicht da bin soll's wenigstens im Internet gestanden haben. 

Am 17. is unser lustiges Greencard Interview, nun doch ohne Anwalt aber dazu beim naechsten mal mehr. Ach, und weil es so schoen war, freuen wir uns auf den naechsten Besuch selbst wenn's diesmal nur Familienmitglieder sind.  Damit geht dann auch die deutschstaemmige Besuchergruppe mit 3:2 gegen die Amerikaner in Fuehrung, wollen doch mal sehen ob sich der Vorsprung nicht noch ein wenig ausbauen laesst. Anmeldeformulare und Zimmerverfuegbarkeit auf Anfrage.

So und da mir nun beim besten Willen nichts mehr einfaellt (so ein halbes Bier treibt die Kreativitaet nun auch nicht wirklich voran) koennte ich fuer alle Lesebegeisterten dieses Blogs (Achtung Oxymoron) noch eine Reiseseite empfehlen.

best,

-k

Wednesday, May 26, 2010

Abschied und Neuanfang, Anfang und Ende (Part II)



Mit Chris bei unserer ersten (und letzten) Party im Ghetto. Die umständliche Bahnfahrerei und unbeliebte Lokalität hielt oft die Gäste fern, wenn nicht die nächste Wohnung 800 Meilen weg wäre, hätten wohl auch zur Abschulssfeier die meisten eine Ausrede gehabt

Uli und David vor der Abreise in die verregnete Nacht

Mein letzter Boston Globe, Montag 17. 5. 2010

 Und dann kam auch schon der Umzugstruck, nur einige Stunden zu spät denn eigentlich wollten wir bereits zu Mittag in Richtung Cape Cod aufbrechen

Dank langjähriger Umzugs- und Packerfahrung auf Seiten des Protagonisten waren die 5 Fuß zugeteilter Raum im Anhänger schnell gefüllt und Reisesicher verpackt. Den Abschluss der beiden Kistenwände bildete die Matraze, die auch den Wandspiegel sicher vorm Zerbrechen bewahrte. Die beiden gammligen Holzteile bilden eine Zwischenwand, damit noch weitere Kunden ihren Krempel in den Hänger laden können. 

Fertig

Eigentlich hätten wir das Ding gleich mitnehmen sollen, immerhin lässt mein seinen gesamten Besitz nur ungern in einem Anhänger im Ghetto sitzen der dann vielleicht am nächsten Tag von der Firma abgeholt und hoffentlich nach Ann Arbor gefahren wird...

Leider hat der ganze Spaß viel zu lange gedauert so dass unser Abschieds(bade)aufenthalt auf Cape Cod daraus bestand völlig ausgehungert (seit dem Frühstück nichts gegessen) gegen 2100 im Stockdunklen ein noch nie genutztes Zelt bei knapp 13 Grad im Lichtkegel der Autoscheinwerfer aufzubauen und nach einem kurzen Abendbrot in einer Sportbar (22 Uhr) ohne Luftmatraze oder Isolation in Decken und Handtücher gehüllt die erste Nacht unserer Obdachlosigkeit zu überstehen

Frisch gestärkt durch den Cafe in einem Roadside Diner warfen wir dann einen Abschiedsblick auf den unfreunlich kühl aussehenden Atlantik, eine Art sehnsüchtiger Blick in eine Zeit in der wir Geld haben und uns bei besserem Wetter einen Urlaub auf dem Cape oder gar Martha's Vineyard leisten können

Leuchtturm in Grau, von Sonne war leider nichts mehr zu sehen und die nächste Nachte sollte verregnet sein. 
Tschüß Ozean
Im Hintergrund ist Martha's Vineyard als Streifen am Horizont zu sehen

Nach einer langen Irrfahrt, 3h grundlosen Stau in NYC und New Jersey, einigen Tankstopps und dem Versagen von Jennifers Ortskenntnis in Pennsylvania kamen wir gegen 3 Uhr morgens nach Pittsburgh (das Foto stammt aus einer anderen Nacht). 
Neben zahlreichen beinahe Zusammenstößen, hervorgerufen durch verwirrte ältere Frauen am Steuer oder idiotische Fahrmanöver im Großraum NY setzte ein Lateinamerikanischer Tankstellenwart dem Ganzen die Krone auf. Der alte Equadoraner war 19 Jahre lange Mathe Lehrer in seinem Land und war ganz erfreut einen Deutschen zu treffen, wollte er doch schon immer wissen was genau das Akronym DIN bedeutet, wenn ich ihn den richtig verstanden habe, denn er sprach mit starkem Akzent. Nach der Ankunft in den Staaten war er 11 Jahre Rettungsschwimmer und nun steht er im strömenden Regen und betankt Autos am Interstate 95. Soviel zum amerikanischen Traum.
Glücklicherweise gab es in Pittsburgh genug zu tun um uns auf andere Gedanken zu bringen. Ein Besuch in den Carnegie Museen war schon mal ein guter Anfang.
Zu Sehen gab es genug

Und die meisten dieser Knochen sind genauso echt wie sie alt sind

Pittsburgh hat auch einen kleinen "Mt. Washington", von welchem man einen guten Blick auf Downtown hat. Im Vordergrund der Monongahela, welcher sich mit dem Allegheny zum Ohio vereinigt.
Ann Arbors Skyline, so viel will ich dem nächsten bericht schon einmal vorweg nehmen, bietet ein weniger beeindruckendes Bild. 

best,
-k