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Sunday, May 08, 2011

West Coast Trip - Nevada

Der Zweite Teil des Kurzurlaubs versprach ein wenig straffer organisiert zu sein, immerhin standen einige Pflichtbesuche an, Baeren und Mustangs wollten zu Boden gerungen und gefangen werden, Silber lag in den Mienen zum Ausgraben bereit und zu einem Hochzeitsempfang waren wir auch noch eingeladen...


Da blieb einem nichts uebrig als schleunigst ueber die Grenze in den Wilden Osten zu fluechten, die natuerlich miten in den Bergen liegt. Der Kontrast von Kalifornien zu Nevada koennte kaum deutlicher sein, auf der eine Seite wachsen einem die Mandarinen und Trauben in den Mund, saftig gruene und reichlich beregnete Weiden erfreuen die freigrasenden Rinder in den rollenden Huegeln am Fusse der Sierra Nevada, auf der anderen Seite die schroffen Berggipfel mit ihren immer noch 20m Schnee, der wahrscheinlich auch bis August nicht verschwinden wird, dahinter die schon im Fruehling vertrocknete Praerie, Hochwueste, die hoechste Arbeitslosigkeit in den USA und vom Staat geduldete (also legale) Prostitution und Gluecksspiel; im Gegenzug keine Einkommenssteuer, dafuer aber jede Menge Gefaengnisse. Auch nicht schlecht. 


Und wenn man schon mal in der Praerie ist kann man dort das aus den Western bekannte Tumbleweed ueber die Strasse rollen sehen, bis es im naechsten Zaun haengen bleibt. Im Garten wird das doerre (und dornige) Zeug weniger geduldet, immerhin ist hier alles so trocken das bei einem Praerie- oder Waldbrand alles sofort in Flammen steht, und wenn der Ganze Garten voller Tumbleweed liegt macht sie Feuerwehr erst gar nicht die Muehe und beschuetzt lieber ein Haus bei dem sie noch eine Chance hat. So kommt es dass viele "Gaerten" hier recht leer sind, und da man so wirklich auch nicht waessern darf leben die Planzen auch nicht lang, statt Rasen gibt es Kiesel, den muss man wenigstens nicht maehen. Und wenn sich mal jemda die Muehe macht und einen Baum pflanz, dann geht der auch bald ein, sobald die Wurzeln naemlich auf die hier unterirdisch verlaufenden Alkalieadern stossen, stirbt der Baum dann auch ab. Jennifer's Tante hat auf diese Weise bisher etwa 40 oder so Baeume sprichwoertlich in den Sand gesetzt.


In der aeltesten Siedlung Nevadas, einem von Mormonen gegruendeten Kaff haben wir dann eine Statue entdeckt die einen sehr an den einen oder anderen Extremwintersportler erinnerte. Die Inschrift auf der Tafel verriet dann allerdings dass der hier Abgebildete vor 140 Jahren die Post per Ski und Schneeschuh ueber die Sierras hierher brachte, und das wohl fuer einige Jahre.  Wenig ueberraschend war das Geburtsland des Snowshoe Thompson als Norwegen angegeben.


Selbst auf dem Wanderweg wird die Staatsgrenze vermerkt, die Straeucher im Vordergrund sind im uebrigen Sage Brush - die offizielle Nevada "Blume". 


Grosse Torte statt vieler Worte...wartete nur kurz darauf in der extra gemieteten Suite im Casino/Hotel Carson Valley Inn.


Kleingruppenbild mit Torte, der Rest der mir komplett unbekannten Gaeste hatte sich hier schon zurueck gezogen, und meine Versteckspiel als unbekannter Barmann auf dem eigenen Hochzeitsempfang war zu dieser Zeit leider schon aufgeflogen.


Ostersonntagsspziergang auf kalifornischer Seite unweit der Thermalquellen, die wir beim letzten Besuch nicht nutzen konnten. Ein Bild des nahegelegenen Wasserfalls erschien allerdings besser als der kleine Pool mit dem warmen, gelblichen Wasser. Anderorts als Kinderplanschbecken bekannt wurde einem dafuer hier $7 fuer die Hot Springs abgenommen.



Wenn Jennifer schon mal zu hause ist besteht sie auf einen Besuch des Lake Tahoe, dessen eiskaltes Wasser hier durch kraeftige Winde in pazifikartige Wellen aufgepeitscht wurde.


Die kraeftigen Windboehen machten es zunehmend schwer sich am Boden halten zu koennen


Blick auf Reno aus den dem Lake Tahoe umgebenenden Bergen gegenueberliegenden Huegelkette. Hier gibt es zwar kein Wasser, dafuer aber laut Strassenbeschilderung Mustangs (die sich natuerlich nicht zeigen wollten). Mehr als ein paar verdorrte Wildpferdeaepfel, die sich in Aussehen, Groesse und Konsistenz nicht oder kaum von normalen Pferdeaepfeln unterscheiden lassen,  gab es leider nicht zu sehen. Die Pferde selbst hielten sich versteckt in den Huegeln vor der Geisterstadt.


Virginia City sollte schon aus dem letzten Nevada Blog bekannt sein, der Grund des2. Besuches lag ausschliesslich unter der Erde, im Berg: Die Comstock Ader, deren Entdeckung hier den Gold und Silberrausch hervorbrachte.


Von den Mienen ist hier kaum etwas zu sehen, rostige Geraete, viele Verbotsschilder, Gefahrenhinweise und ein paar fuer Touristen zugaengliche Stollen.
 Nach der Besichtigung der komplett gescheiterten Miene. Die damalige Grossinvestition brachte einen Gesamtetrag von etwa $ 400, keine 300m weiter holte man Millionen aus dem Berg. 


Der Ausgestopfte Kanarienvogel war zu Lebzeiten lebenswichtig. Wenn er aufhoert zu singen ist Schicht im Schacht und man verlaesst fluchtartig den Stollen.


Der Arbeiter im Stollen verdiente $8 am Tag, und gab diese in den 42 Lebensjahren dann auch recht schnell in den 160 Saloons der Stadt wieder aus. 


Gefunden haben wir zwar diesmal nichts, aber beim naechsten Mal bereite ich mich besser vor. 

best
-k








Saturday, March 15, 2008

Nevada I (unvollständig, vom Klo) Bilder folgen

Bin in letzer Zeit leider nicht dazu gekommen viel neues zu schreiben da sich tausend dinge ergaben die mich vom schreiben abhielten. Dieser Post wird teilweise von einem Badezimmer in San Franciscos Hippie district geschrieben, und spiegelt sich während ihc hier sitze und tippe tausendfach in den Spiegeln des "Strarlight Rooms" wieder. Doch dazu in einem späteren Post mehr. nevada war großartigt. Jennifer hatte eine Erkältung von Boston mitgenommen und leider hab ich mich damit etwas angesteckt. Weitere alternativen wären die Höhenkrankheit, denn den meisten bekommt der plötzliche Wechsel vom Meeresspiegel auf etwa 6,000 bis 8,000 Fuß niocht wirklich. Das Klima in Nevada ist trocken und continental, wird also schnell heiß und genauso schnell kalt. Unser Hotel und Casino liegt irgendwo im Carson Valley, einer steinigen und früher fast menschenleeren trockenen Einöde mit Straßen auf denen man stundenlang gerade aus fährt und trotzdem nicht wirklich irgendwo ankommt. Aber was solls, der Weg ist das Ziel. Unser Zimmer liegt im Zweiten Stockwerk und man kann über den Parkplatz auf die Schneebedeckten berge der Sierra Nevada schauen, die in einiger entfernung in der kristallklaren Bergluft gut zu erkennnen sind.
Unterkunft ist großartig und völlig über meinem Niveau, ich fühle mich schlecht in einem Hotel zu übernachtend ass ich mir nie leisten könnte, aber angeblich haben Jennifers Eltern Bonuspunkte im Casino und konnten das Zimmer günstig haben. Nun gut, was solls. Der pool hat die Form des Staates Nevada und man schwimmt mit 2 tiefen Zügen von Vegas nach Reno. Danach zum ausruhen in einen der beiden achteckigen Whirlpools...hmmm. Fehlt nur noch ein drink, den könnte man problemlos per Zimmerservice kommen lassen, aber es muss ja nicht sein.
Die trockene luft und meine ob der Sonnenbestrahlung wenig wärmende Bekleidung haben ihre Spuren hinterlassen und meine Erkältung führt zum fast völligen Stimmverlust. Mit etwas Advil und einigen ein paar Bier kommt man jedoch darüber hinweg.
Jennifer's Vater arbeitet als Musiklehrer in einer High School, ihre Mutter unterrichtet Schwererziehbare. Die Familie ist nicht nur nett sondern auch ungemein komisch, mein Vokabular vergrößert sich und Wörter wie Shitbird sind von nun an im täglichen Umgang wichtig.
Zu den ersten highlights des Tages (Freitag) gehört ein Besuch der alten Silber-rausch stadt virginia City, die zwar dank der Tourismusindustrie einiges ancharme verloren hat, jedoch nohc immer an den wilden westen zu erinnern vermag. Verrostete, einsturzgefährdete Silbermühlen und verlassene Häuser säumen den weg in die Stadt. Virginia City besteht aus einer Hauptstraße, gesäumt von Ramschläden, Bars, Saloons und Touristenshops die einem alles verkaufen was auch nur im entferntesten mit dem schriftzug der Stadt bedruckbar ist. Fotographen bieten die möglichkeit echte gestellte wild west fotografien von sich selbst anfertigen zu lassen -großartig! so viel geschichte und dabei ist das alles erst etwas über 150 jahre alt. sogar ein museum gibt es.
Nachdem wir Reno mit seinen Casinos und Jennifers Schule, sowie ihre Schwester samt Gatten besucht und die High School auch noch Freitag besichtigt haben, gibt es dann am Samstag ein all-you(kuli)-can-eat Frühstücksbuffet in einem der Casinos. innerhalb von nur 1,5h lerne ich weitere Teile der Familie kennen und verzehre folgende Speißen u getränke:
Orangensaft
Kaffee
Wasser
Toast mit Schinken u Ei
Karottenkuchen
Grünen Gelee mit früchten
toast benedict mit Sauce Hollondaise
marinierte Steakstreifen
Bohnen
Reis
Eiscreme
Krabbenzangen
Shrimp
Kekse mit Kokusnussfüllung
3+ Glas Champagner
Melone
Ananas
und einige Dinge deren Namen ich vergessen habe, da sie mir von Jennifers Famile mit dem Löffel von rechts und links in den Hals gesteckt wurden.
Selbstverständlich war dies das erste und letzte Essen an diesem Tage, den Rest der Zeit ging es mir mehr oder weniger elend, erst da ich völlig überfressen aus dem casino rollte und dann da eine Missglückte wanderung mit Besuch der Hot Springs dazu führten dass meine Schuhe vom Schnee durchnässte meine Füße und meinen Körper auf eine mich schwächlich machende Temperatur abkühlten.
Sonntag dann ging es ab nach Tahoe, einem strahlend blauen, klaren See direkt an der Grenze von Nevada zu Kalifornien.