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Saturday, October 09, 2010

Was lange auf sich warten laesst... (und andere Unsportlichkeiten)

Muss auch nicht wirklich gut sein.

Falls es einem der beiden Leser aufgefallen ist, hab seit fast einem Monat nichts mehr geschrieben (und keiner hats vermisst). Dies hat mehre Gruende und ihr koennt euch den aemrlichsten aussuchen:

1) Immer noch kein funktionierender Computer und Jennifer hat ihren mit nach Boston genommen. Wie ich die Woche nur mit Internet auf dem Handy ueberlebt habe weiss ich nicht aber probiert es bloss nicht zuhause aus -ist in etwa so nacheiferungswuerdig wie sich nackt in einem Ameisenhaufen zu waelzen.

2) Akuter Zeitmangel: Nachdem ich letzte Woche Montag habe anklingen lassen dass ich gar nicht viel zu tun habe und mich ein wenig unwohl fuehle wenn ich nicht in fieberhafter Panik Ueberstunden arbeite die Dank Gehalt nicht bezahlt werden habe ich dann ganz ploetzlich halbtags gearbeitet, d.h. einen halben Tag (12h und dies nun regelmaessig) und irgendwie war dann ausser zum Essen und Schlafen auch zu nichts mehr Zeit. Wenigstens langweilig ist mir nun nicht mehr.

3) Wenn ich nicht arbeite lebe ich immer noch in Ann Arbor und selbiges liegt noch immer in Michigan. Wenn man sich da nicht fuer College Football interessiert (und das tue ich wirklich nicht) da gibts auch nichts zu erzaehlen.


Sucht euch als den Grund aus, aber seit dem letzten Blog hat sich so viel nicht getan. Nur etwas kuehler ist es nun und die Farbe der Blaetter kuendigt an dass die meisten von denen schon tot sind. Sieht zwar ganz nett aus aber so wirklich auf den Winter freuen will ich mich noch nicht, besonders wenn dann ganz ploetzlich (heute) noch mal 25 Grad sind und mir selbst in kurzen Hosen und T-Shirt zu warm ist. Und der Pool ist inzwischen schon leer und winterlich abgedeckt mit einer grauen Plane.
Das Football Team der University of Michigan (ich weiss es interesiert weder euch noch mich) hat inzwischen seine ersten 4 Saisonspiele gewonnen, vielleicht auch 5 und heute spielen sie gegen die andere grosse Uni - Michgan State und jeder hier traegt stolz seine College Shirts und Trikots je nachdem auf welcher der beiden Unis man denn war. Ausserdem hat dies hat zur Folge dass wieder mal 200,000 Leute mehr in dem Kaff sind als eigentlich reinpassen und nicht nur auf dem Goldplpatz und sonstigen Wiesen parken sondern auch in allen Vorgaerten, Einfahrten und Gruenflaechen, demnaechst wahrscheinlich auch noch auf meinem Balkon.

Ein bisschen schwer faellt es schon sich fuer das Spektakel zu begeistern, ich war eben an keiner Football Uni sondern an einer Eishockey Uni (und selbst das liess mich kalt) und noch dazu in einer richtigen Stadt in dem es auch richtige Sport Teams gab.
Die Red Sox zum Beispiel, auch wenn selbige dieses Jahr ausnahmsweise die Playoffs verpasst haben und sich das halbe Team auf der Verletztenliste befindet und die andere Haelfte wahrscheinlich in alle Winde zerstreut wird bevor die naechste Saison beginnt. Damit loesst sich das Herz Boston's so langsam auf; ironischerweise wurde diese Entwicklung noch durch den Verlust meiner inzwischen 3-jaehrigen Red Sox Muetze unterstrichen. Vor ein paar Wochen waren wir endlich mal Kanu fahren auf dem Huron River, ohne wirklich zu wissen wie das geht und das endet dann damit das man im Zick Zack den bloeden Fluss rauf wuergt und sich schaemt wenn einen jemand sieht. Mein schnelleres Paddeln trieb uns zwar vorwaerts doch Jennifers Bemuehungen mit dem Ruder sorgten dafuer dass es dann doch alles nicht so schnell gehen konnte und wir den doppelten Weg zuruecklegten auf der kurzen Strecke... und weil das so viel Spass machte fegte mir ein spaetsommerlicher Windhauch die Muetze vom Kopf, was kein Problem haette sein duerfen da selbige vom staendigen Aufsetzen aehnlich dem Gefieder einer Ente gut geoelt ist und eigentlich nicht oder nur ganz langsam sinken sollte. Das tat sie dann auch genau wie ihr grosses Vorbil die Titabik, und da unser 3m Kanu Oeltanker einen ganz grossen Bogen fahren musste um zu wenden und dabei fast kenterte (malt es euch selber aus) war der Deckel dann leider schon versunken und mit ihr meine gute Laune. Ging also mein letztes und teuerstes Erinnerungsstueck an Boston (neben der am Steuer sitzenden Begleitung) dann genauso unter wie das Team das es repraesentierte.
Glueklicherweise beginnt zum Ende der Baseballsaison die Footballsaison und man kann schadlos von einem Team zum naechsten wechseln (und da hab ich auch noch eine Muetze!) und sich an dessen Erfolg den tristen Alltag ein wenig aufhellen. Und das haette auch fast funktioniert, immerhin sind die Patriots dieses Jahr stark in die Saison gestartet und erziehlen im Schnitt die meisten Punkte in der gesamten Liga. Das war bis letzten Dienstag als man beschloss den besten Spieler (und meinen persoenlichen Helden, eine Art Football Kobe Bryant) mal eben  nach Minnesota zu schicken. Fuer einen mickrigen Draft Pick! Das ist in etwa so wie sein Haus gegen einen Haufen Ziegeln und eine Tonne Moertel einzutauschen (der dann im naechsten Jahr geliefert wird) um dann wieder von vorne anzufangen. Grossartige Idee. Soviel zu meiner mich nun aufheiternden Football Saison.

Gut, dass die Basketball Saison fast bald und demnaechst anfaengt.

Ganz nebenbei bekam Jennifer dann schon vorzeitig ihr Geburtstagsgeschenk (von den Eltern) - ein hellgruenes Fahrrad zum selber zusammenbauen kaputt machen. Und genau das habe ich dann auch gemacht. Wie ein richtiger Mann ganz ohen Spielregeln das Ding zusammengezimmert, genau so wie das schon bei meinem Fahrrad fast funktioniert hatte. Nur das dieses einen Schnellspannverschluss fuers Vorderrad mitbrachte uvon dem ich nichts wusste (da mit den Pedalen am Hinterrad eingepackt). In Unkenntnis dieser Nebensaechlickeit schraubte ich als einfach die beiden Muttern an der Vorderachse los (auch wenn das richtig schwer ging, verdaechtig schwer sogar) und ruinierte damit das Vorderrad -denn einmal montiert drehte sich dann auch gar nichts mehr. Kaum bemerkt liess sich das Porblem dann leider nicht mehr loesen, besonders da es an Spezialwerkzeug mangelte. Der nette Mechaniker im Sportladen bekam es auch nicht mehr hin, fand aber ein Problem mit dem Kugellager das wahrscheinlich auch ohne meinen Fehl Eingriff bestanden hatte und riet das gesamte Teil beim Hersteller umzutauschen. Das tat ich dann auch, uebberraschend einfach, bekam einfach ein neues und diesmal sogar schon vormoniertes Fahrrad vom netten Kundenbetreuer in Sears der natuerlich wie alle Amerikaner schon mal in Deutschland (Mannheim) stationiert war und voellig verbluefft feststellte, dass ich gar keinen deutschen Akzent habe. Er war so verbluefft und begeistert, dass er mir ein neues Fahrrad gab und gleichzeitig Jennifer's Mutter ihr Geld zurueckerstattete. Wie ich spaeter erfuhr hatte ich also Jennifers neues Fahrrad geklaut und der ganze Laden war kurzzeitig in Aufruhr bevor der Fehler behoben wurde (und das ruckerstattete Geld wieder eingezogen war).
Und heute oder morgen besuche ich den Kevin im Sears gleich nochmal und versuche den Trick noch einmal, habe naemlich soeben meine Vorderbremse 'repariert' und nun ist der Kabelzug gerissen. Liegt aber wieder nicht an mir, die Feststellschraube fuer den Kabelzug an der Bremse hat naemlich beim AUFschrauben einfach den Draht durchtrennt, da waren wohl die Kanten zu scharf und ueberhaupt ist die Schraube kaputt.

So viel Spass fuer wenig Geld. Werde mich heut nachmittag mal an Jennifer's Auto wagen und sehen ob es dort nicht auch was zu reparieren gibt. Schmutzig ist es auch, also mach ich's einfach kaputt finde ich einen Defekt und gehe es umtauschen, spart mir die Arbeit mit der Autowaesche.

best,


-k

Thursday, September 02, 2010

Gruene Karte

Und jetzt?
Nach knappen fuenfeinalb Monaten Papierkrieg, Gebuehren zahlen und sich trotzdem nicht sicher sein was da nun am Ende herauskommt, kulminierte der ganze Spass dann am 17. August im bereits einmal umverlegten Greencard Interview in Detroit.

Wer sich noch an den Januar erinnern moechte, mag sich auch erinnern dass die Achterbahnfahrt der letzten Monate eigentlich nie meine Absicht gewesen ist, aber mitunter hat man wohl nicht immer die Wahl seine Zukunft selbst zu gestalten, zumindest nicht wenn man im westlichen Kulturkreis im 'demokratischen System' der Industrienationen im 21. Jahrhundert aufwaechst.

Denn dort muss man noch mit Gesetzen und Schranken arbeiten und umgehen die in die Zeit des kalten Krieges gehoeren und sich nur in Preis und Technikeinsatz an die Zeiten angepast haben. Die Denkansaetze sind da oft noch weit zurueck geblieben.

Nachdem unser Anwalt zum Schnaeppchenpreis von einem Arm und einem Bein sowie den Uebrresten meiner Seele und Jennifers gutem Gewissen schon kurz nach der Hochzeit im Maerz verschiedenste Unterlagen und ordernerweise Informationen ueber mich, Jennifer, ihren Vater und wahrscheinlich auch ueber fast alle anderen Leser dieses Blogs versendet hatte und unsere Hochzeitsgeschenke noch als Kompott der Behoerdenmaschine zum Frass vorgeworfen wurden, gebannen sich die Muehlen des Amerikanischen Visums und Einwanderungsbehoerdensystems auch ganz langsam zu drehen.

Leider zu langsam fuer uns, so wurden wie ihr wisst sowohl der kleine Umzug nach Michigan und die Wohnungsaufgabe in Boston sowie die bescheidenen Investitionen meiner Firma in die Person des Blogautoren ganz zuversichtlich ohne jegliche Garantie ins Blaue unternommen. Nur wenn das blinde Huhn zuversichtlich ist, findet es ein Korn. So verhielten wir uns auch und gingen einfach mal davon aus dass schon alles gut gehen wird, und verhielten uns ganz so, als waeren alle Papiere schon in Ordnung und als koennte dann auch gar nichts mehr dazwischen kommen. Probiert das bloss nicht zuhause selber aus, das kann auch ins Auge gehen.

Wie viele Klippen und Probleme da so lauern will ich gar nicht gross erklaeren, es wird auch schonmal alles einfacher wenn man einen Anwalt alle Dokumente vollstaendig einreichen laesst, da funktioniert schonmal das. Wenn man sich dann selbst ans Amt wendet, um zum Beispiel eine Wohnungsaenderung anzumelden, kann das schon nach hinten losgehen. Nachdem wir insgesamt 4 Briefe zur Bestaetigung unserer Adressaenderung bekamen (fuer jeden Antrag einen) und meine Arbeitserlaubnis (Etappenziel 1) schon mal nach Ann Arbor geschickt wurden, ging die Reiseerlaubnis leider nach Boston. Und auch das Interview sollte dort stattfinden. Das Gedaechtnis des Departments fuer Homeland Security ist wohl recht kurz.

Ein kurzer Telefonanruf der Anwaeltin loeste den kleinen Schrecken jedoch auf. Neuer Termin war dann der bereits erwaehnte 17. August (ja, ich haenge mit dem Schreiben ein wenig hinterher) - und diesmal wurde es ernst.
Die korrigierte wie auch die widerrufene faelschlich abgesandte EInladung enthielten bereits einen Vorgeschmack auf das Interview, eine Liste vorzulegender Materialien. Diese Enthielt unter anderem: Geburtsurkunde, Heirasurkunden, EInkommensnachweise, Nacheise ueber Eltern, Sposoreneinkommen,  vorherige Ehen und Scheidungen, Nachweise ueber den gemeinsamen Lebensweg -also Rechnungen, Briefchen und Bildchen etc. Nach Absprache mit der Anwaeltinund Probebefragung am Telefon wurde der ganze Satz Beweismittel dann zusammengestellt, kopiert und geordnet um damit selbst den ersten geimeinsamen Furz noch dokumentieren zu koennen.

Auch wurde man instruiert den schon aus dem Flieger bekannten ganz ernsten Fragen nach eventuellen terroristschen Vorhaben, Vortaten, Mitwirkungen am Voelkermord, Nazisein zwischen 1933 und 1945, Sprengstoffkenntnissen, Kinderentfuehrungen (nur amerikanischer Staatsbuerger), Zuhaelterdasein sowie einer Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei auf GAR KEINEN FALL mit "ja" oder "vielleicht" zu beantworten, oder gar einen Scherz zu machen.  Das ist ja alles ganz ernst.

Als nach fieberhafter Arbeit am 16. August gegen Mitternacht der Papierturm zu Babel dann fertig war, gingen wir dann doch etwas nervoes zu Bett -nicht unbedingt wegen des Interviews, aber es waere  schade schon auf dem Weg dahin im Asphaltdschungel Detroits erschossen zu werden- und wie wahrsceinlich das war wussten wir dann auch nicht wirklich so genau. Ein paar Scherze im Reisefuehrer ueber "wasteland" und "Apokalypse" blieben einem doch im Gedaechtnis haengen. Und die Anfahrt durch einige weniger freundliche Vorrorte, verlassene Strassenzuege und ausgebrannte Ruinen (bestimmt Drogenkuechen) war auch schon mal nicht langweilig, da erschien das Buerogebaeude am Horizont fast wie das Licht am Ende des Tunnels und uebberraschend freundlich.

Und dann gings auch schon los. Nach einer kleinen Ermunterung durch den beurteilenden Beamten, dass zumindest alle Papiere in Ordnung seien, ging der sehnlichste erwartete grosse Kampf (mit dem von mir als Endgegner in einem Videospiel empfundenen Richter") auch schon los.

Zuerst wurde die bereits angesprochene Fragebatterie des Unsinns (selektiv) abgearbeitet, und ich muss es dem "Richter" zu Gute halten mich nicht nach meiner Rolle im Holocaust gefragt zu haben. Nachdem ich alle relevanten Fragen zufriedenstellend ernsthaft mit 'nein' beantwortet hatte, ging es dann in die Hauptrunde.

R: Wie heissen Sie?
MK: Matthias Kuhlmeier.

R: Wo wurden Sie geboren?
MK: Zittau, Deutschland.

R: Wann ist Ihr Geburtstag?
MK 07. 08. 1983.

R: Wann ist Jennifer's Geburtstag?
MK ... (uhm) 15. .... 12. ...19 hundert  (eisiger Blick Jennifers, Vernunft kaempft gegen Dummheit... MK will 70 sagen, darf aber keinen Scherz machen... 80. (Gerade noch gut gegangen)
J: (denkt sich - jetzt der Idiot es tatsaechlich fast versaut)

R: Jennifer, wie haben sie sich kennengelernt?
Also..bla bla...- die 20min Zusammenfassung sparen wir uns, die Geschichte kennen die meisten- und das war auch schon de letzte Frage.
.
R: Gut das wars, klingt alles gut, herzlich willkommen. Sie bekommen Ihre Karte innerhalb von 2 Wochen postalisch zugestellt.

MK(denkt sich) Ist das alles? Willst du mich verarschen? Ich will mein Geld zurueck... die bloeden Papiere und den Sack voll Dokumente will keiner sehen. Grossartig, Hauptsache nicht geschlafen deswegen und jetzt zurueck auf Arbeit...)
MK (sagt): Danke, das war sehr nett.
J: freut sich und strahlt.


So schnell kann's gehen und nun sitz ich hier und frage mich - musste das sein?
Vielleicht.
Wissen kann man das immer erst nachher. Aber ich hoffe der Bloedsinn bleibt kommenden Generationen erspart - wenn ich an die Tage, Woche und Monate denke in denen man sich den Kopf zerbrochen hat ob ein Staat einem eine Beziehunge erlauben und/oder verbieten kann (oder darf) schuettelt man schon mit dem Kopf und aergert sich ueber die grauen Haare die einem in einer intelligenteren Gesellschaft wohl nicht haetten wachsen muessen.
Aber beklagen wollte ich mich nicht - immehin haben wir jetzt zumdindest vorrebergehend ein wenig Bewegungsfreiheit gewonnen und koenne ohne Visaangst zwischen 2 Laendern hin- und herfliegen. Damit sind wir dem 21. Jahrhundert schon mal einen halben Schritt naeher gekommen.

Im uebrigen hab ich das begehrte Kaertchen jetzt auch schon bekommen, davor gabs noch mal einen Brief vom Amt, "Wir freuen uns Sie ... begruessen zu duerfen...Freiheit...Amerika...bla bla"
Ein wenig Hohn ist da schon dabei und die Freiheitsstatue, sollte, wenn sie sich den ganzen Bloedsinn mal richtig anschaut spaetestens jetzt zurueck nach Paris gehen und ihre Schwester besuchen, die steht dort noch immer und wartet.


best,
-k

Sunday, June 13, 2010

Wochenendsreflexion vom Balkon

Es ist kurz vor Mitternacht und ich sitze in nassen Badeshorts und Handtuch auf dem Balkon, neben mir die beiden eben in der seichten Abendbriese erloschenene Kerzen, daneben dass noch fast volle Highball Glas. Dafür hab ich Jennifers Black Label missbraucht, aber das geht in Ordnung immerhin ist sie nach der Arbeit noch auf ein Bier ausgegangen. Entlang des Balkongeländers reiht sich der langsam entstehende Kleingarten auf, 2 Tomaten, eine Paprika, eine Artischocke, ein paar noch winzige Habaneros, daneben der soeben begonnene Kräutergarten bestehend aus Rosmarin, Oregano und Lavendel. Basilikum sollte demnächst im Tomatentopf auch sprießen.

Noch haben die hier gut gedeihenden Mücken die noch von Chlor und Poolchemikalien überzogene Haut nicht gefunden, vielleicht verschonen sie mich ja heute. Unter mir brummen die Klimaanlagen der Nachbarschaft vor sich hin, im mittleren Westen kann es offenbar auch ein paar Tage regnen und trotzdem wird sofort nachher beim ersten Sonnenstrahl die Kältemaschine wieder angeworfen. Das ist schon eine Unart aber ich werde mich nicht beschweren.

Nach dem Hoffen und Bangen der letzten Tage, fühlt sich der heutige Abend wieder wie Urlaub an, offiziell ist er das auch. Da passen auch die 30 absolvierten Bahnen im Pool und die Besuche im hauseigenen Fitnessstudio gut ins Bild. Auf der Rückseite des Gemäldes sieht es wie immer anders aus. Wer sich also die Mühe macht da mal hinzuschauen sieht wie Jennifer jetzt schon ihren Job hasst, bei wenig Kundschaft und als Anfängerin nur wenige Tische abbekommt und mit lächerlichen 22 Dollar nach hause kommt. Heute sind es wohl 32, und das an einem Freitag. Das sah im Legal Sea Foods schon anders aus…aber wir wollen mal nicht der großen Stadt hinterher trauern, auch wenn’s mitunter schwer fällt (besoners wenn dort die NBA Finals und die große Kobeshow stattfinden).

Die angesprochene Gemälderückseite zeigt noch mehr, zum Beispiel unseren gemeinsamen Kontostand bevor ich meine Reisekostenrückerstattung vom letzten Ann Arbor Trip bekam. Das wurde auch Zeit und brachte der armen Jennifer schon unruhige Nächte. Ihr fehlt offenbar meine angelesene (u.a. Steinbeck) und erlebte (Allston, East Boston, Dresden) Erfahrung mit der leeren Brieftasche.

Doch all das ist schnell vergessen wenn wir uns das Bild wieder von vorne anschauen, da sieht man wo ich denn tagsüber so meinen Urlaub verbringe: vor einem großen Computerbildschirm, nagelneu und extra für mich auf einen Schreibtisch platziert, umgeben von überarbeiteten aber netten Amerikanern, einem Kandier, einer Taiwanerin, einer Australierin, und derzeit sogar drei Deutschen. Dazu gibt’s eine Menge lustiger Computerprogramme und Datensets zu lernen, damit es auch nicht langweilig wird, immerhin sitzt man schon mal von 9 bis 20 in diesem… Erholungsclub. Und weil es dort so schön ist kann es schon mal passieren, dass ich ein paar Tage gar nicht dazu komme Nachrichten zu lesen oder Neuigkeiten zum Besten zu geben. Aber das pegelt sich auch wieder ein, irgendwann haben wir auch sicher regulär Internet und dann ist auch die Kommunikation wieder stabil.

Nun ist im Übrigen auch die Jennifer wieder zuhause und damit endet dieser Eintrag, um mich rum schlafen hier sowieso schon die meisten, immerhin sind wir hier am Ortsrand, sehr ruhig gelegen und grün, erinnert fast ein wenig an zuhause. Nur das dort keine Wildkaninchen auf der Wiese spielen, die Vögel wohl auch nicht Kardinal und Robin heißen, ich schon lange keine Glühwürmchen mehr gesehen habe und Fledermäuse schon gar nicht. Ansonsten ist es erstaunlich ähnlich. Dies erklärt wohl auch warum, sich hier und in Pennsylvania in den letzten Jahrhunderten so viele Deutsche angesiedelt haben.

best,

-k

Friday, June 26, 2009

Das 20. Jh. ist zuende

denn MJ, der größte Künstler aller Zeiten, ist tot.
Man mag schockiert sein ob der Nachricht an sich, der Art und Weise seines Endes oder wie nun die Medien für die nächsten 2 Wochen "vergessen" dass in Iran Demonstranten erschossen, im Iraq in die Luft gejagt und in Nord Korea manipuliert werden, dass sie tatsächlich einenAtomkrieg fordern.
All dies (und noch viel mehr) wird man vergessen, den Michael Jackson ist tot.
Nicht, dass ich je ein großer Fan war (bis gestern war MJ für mich Michael Jordan und sonst niemand), trotzdem ist es schockierend wie das wohl größte Idol des letzten Jahrhunderts so, soll man sagen "ärmlich", zugrunde geht.
Warum also interessiert mich das so? Oder uns?
Nun, ich bin nun wie die meisten hier ein Kind ds 20. Jh, meine frühesten Erinnerungen reichen auch gerade so in die frühen 90er zurück. In eine Zeit, als nach dem Mauerfall die Leute mit Hand und Spaten einen Graben aushuben um ein TV Kabel vom einzigen TV-Spiegel des Dorfes in die eizelnen Haushalte zu legen. Die große bunte Welt des amerikanischen Pop, der mich auch dann noch nicht interessierte fing also viel später an als für den Rest der westlichen Welt, die Jackson schon seit den 80en kannte.
Trotzdem erinnere ich mich, wie einige Jahre später jedes neue Jacksonvideo auf Pro7 mit einer Sonderausgabe eines Infotainment-Magazines gefeiert wurde, die Produktion, Aufwand, Inhalt erklört und zu Schluss das Ding in ganzer Länge als Deutschlandpremiere zum ersten Mal lief. Und das war schon beeindruckend. Obwohl ich damals den Inhalt der Songs nicht verstand und auch der Musik nicht so viel abgewinnen konnte, waren diese Premieren schon ein Ereignis, wichtig genug um nun 15 Jahre später noch in meinem Gedächtnis zu haften.
In den USA war der Jackson-Hype noch größer (wie alles andere auch), jedoch feirte man auch hier laut Jennifer jedes neue Musikvideo mit einer Premiere zur besten Sendezeit im damals größten und einflussreichsten Fernsehsender (ABC).
Michael Jackson's Moonwalk Magic


Millionen von Platten verkauft, Geld geschachert und verspielt. 50 Jahre kurz war ein Leben, dass trotz der Millionen von Fans und Verehrern wohl trotzdem keiner geschenkt haben wollte. Jackson's Leben abseits der Bühne überschattete leider allzu oft den großartigen Künstler, dessen Werk ich leider nun erst posthum wirklich zu schätzen lernen werde.
Nun zeigt uns Jackson's Tod dass das 21. Jh. uns fest im Griff hat, eine der stärksten Verbindungen ins 20. Jh, meiner Jugend, wurde soeben entwurzelt, die uns prägenden Elemente der Vergangenheit (egal wie groß und glitzernd) sind eben auch nur temporär und verblassen im Fortschritt der Zeit.
Die sich vor dem Ronald reagan Hospital der UCLA versammelnde Menschenmenge symbolisiert das neue Jahrhundert, viele waren zu Jackson's Karrierehöhepunkt wohl nicht einmal geboren aber sie versammelten sich willig, angezogen von SMS und Twitternachrichten, innerhalb von Minuten vor dem Krankenhaus und begannen zu singen und bangen. So bizarr dieses Schauspiel auch scheint (in Nachrichtenvideos erscheint die Szene fast wie aus einem Zombiefilm), so anfällig die noch neue Internettechnik auch scheint (mehrere Websites brachen unter dem Ansturm der Nachricht-suchenden zusammen), eines ist klar. Das 20. Jahrhundert hat eines seiner größten Idole verloren, unsere Generation wird vom 21. Jh. beherrscht und wohl bald überrollt.
Man halte sich einmal die symbolischen Auswirkungen vor Augen: jedes Kind dass gestern, nach 2:30 nachmittags zu Welt kam, lebt nun in einer Welt nach Michael Jackson. Fast so, wie all jene aufwuchsen, nach dem Elvis starb und sich fragend und wundernd anschauen, wenn Videos und Titel des King of Rock über den Bildschirm flackern und verbleichende Fotos in alten illustrierten vom Ruhm Presley's erzählen, versuche sich vorzustellen wie es denn wohl auf der Welt gewesen sein muss, als Elvis lebte, wie sich das wohl anfühlte, ob er wirklich so toll war...all diese Fragen stellen sich bald die Kinder der "Zeit nach-MJ". Denn eins ist offiziell: Der King ist tot -wie es der Drudgereport gestern auf den Punkt brachte.
Ihr meint ich übertreibe zu unrecht, ihr werdet sehen. Nichts ist heute so, wie es gestern noch war.
Gestern noch News, heute schon im Archiv:
June, 25 2009: 21:43:21 REPORT: Michael Jackson Dies

RIP MJ

Frage zum Schluss: Für alle Zweifler: Was war die Cover Story eurer Tageszeitung am 26. Juni?
Bin mal gespannt ob jemand eine Zeitung findet, die sich traut eunen anderen Aufmacher zu drucken.



PS: Der Globe hat MJ auf der Titelseit und eine Doppelseite im Nachrichtenteil.
PPS: die Sächsische Zeitung gilt nicht, deren Redaktionsschluss war, wie immer, wohl etwas zu zeitig...

Bin mal gepannt was ihr findet...

Und wer'simmer noch nicht glaubt, heute scho Radio gehört?


best,
-k

Tuesday, June 23, 2009

Brookline und Rhode Island

sollte sich der Leser merken, auch wenn geographisch uninteressiert und/oder bewandert.
Brookline ist ein prädominant jüdisches Viertel in Boston, angeblich eine der größten jüdischen Städte in den Vereingiten Staaten, und beherbergt darüber hinaus das Geburtshaus von John Fitzgerald Kennedy. Aber dies nur am Rande, Bilder dazu gabs schon 2007. Brookline gewinnt neue Relevanz für ein oder mehrere Leser dieses Blogs in Anbetracht der Tatsache, dass Menschen die dort hinziehen meist finanziell bessergestellt sind und es daher offenbar nicht nötig haben gebrauchte Möbelstücke besserer Qualität zu verkaufen. Vielmehr neigen sie dazu nicht mehr gebrauchte Besitztümer einfach zu entsorgen bzw. entsorgen zu lassen und auf einen Erlös zu verzichten. So kam es dann, dass ich nun eine recht ordentliche Besuchercouch zum ausziehen und draufschlafen kostenlos im Hause stehen habe, alles ganz kurzfristig und dank Sonntagabend Hau-Ruck-Aktion kostenfrei (bis auf die 10 Dollar Tunnelgebühr für Chris's Truck) über die Bühne gebracht, wenn auch im Regen.
Unterm Strich hätte ich wohl für das gleiche oder auch deutlich mehr Geld eine ähnliche, kleinere und ältere oder keimigere Couch haben können, aber das scheint doch eher unklug. Warum kaufen was einem geschenkt wird. Das junge Spenderehepaar hätte das Ding sicherlich behalten, es war nur einfach zu groß um die Treppe hinauf ins neue Haus geschlappt zu werden.

Kaum zuhause und auf der "neuen" Couch versammelt, rief mich dann der von meinen Möbelschleppfähigkeiten neu überzeugt Chris aus einer Notsituation heraus an und bot mir die Möglichkeit als 3. Mann mal eben am Montag morgen mit nach Rhode Island zu fahren und einer offenbar reichen jungen Frau beim Transport eines Bruchteils ihrer Besitztümer aus einer Storage Facility in Süd Boston ins etwa 1.5h entfernte südlich gelegene Portsmouth, R.I. Die frühere Walfischerei Siedlung ist heute beliebtes Ferienziel und beheimatet viele Großverdiener in großen Häusern, auf großen Grundstücken, in großen Grünanlagen, am großen Strand nicht weit vom großen Wasser. Der durch einige Umräum und Abladearbeiten verlängerte Montagsausflug war demnach nicht ausschließlich anstrengend und schmerzhaft sondern fast ein wenig interessant, immerhin kenne ich jetzt eine nette Vermieterin für Touristenunterkünfte in einem durchaus ansehnlichen Ausflugsziel (Portsmouth) -unsere Kundin, denn sie ließ uns die Möbel in einem soeben von ihr erworbenen Altstadt Holzhaus wieder aufbauen und verstauen, größtenteils ins 2. und 3. Stockwerk des 1830 gebauten engtreppigen und nun für Sommerausflügler eingerichteten Gebäudes. So kam es, dass der Kurzeinsatz sich in ein 14h Ganztagsunternehmen wandelte und nicht vor 0:45 endete, als ich etwas ermüdet in die "neue" alte Couch sank, ein billiges Dosenbier in der Hand und ein dickes Bündel (Trink)geld in der Tasche. Nun aber zurück an die eigentliche Arbeit!

best,
-k

Thursday, June 04, 2009

Blog mit nach Leserwunsch gewichteten Themen

Offenbar scheint das Interesse an Jennifer doch um einiges größer zu sein als an allen anderen Vorkommnissen, ausser besonderen Ereignissen. Haus, Garten und Boston scheinen auch gut anzukommen, die Frage ist hier ob ich tatsächlich soviel über Tomaten schreiben kann. Den Mangel an politischem Interesse finde ich zwar bedauerlich, angesichts der sich ausbreitenden Soft-News und Infotainment Kultur jedoch fast nachvollziehbar. Warum sich mit der Welt auseinandersetzen wenn uns doch täglich alles wichtige (ist das sarkastisch?) ganz bunt und leicht verdaulich über den Fernsehschirm flackert? Nun, wie dem auch sei, werde mich bemühen von allem ein wenig in den Blog zu mischen um dem WLK (weitestem Leserkreis) gerecht zu werden. Bin aber auf jeden Fall dankbar, dass keiner denkt ich sollte das Schreiben komplett bleiben lassen, das ist beruhigend.

Hier dann mal kurz das Neueste in Absteigender Reihenfolge, was die Beliebtheit angeht:

Besondere Ereignisse:
Air France hat einen Jet verloren, 228 Leute sind tot und keiner weiß warum. Da können wir Leute auf den Mond schicken, ich sende Emails von meinem Telefon, sehe Obama live in Ägypten und bestimmt auch in Dresden auf meinem Laptop, kann meinen von Satelliten ermittelten Standpunkt mit Hilfe meines Telefons im Internet veröffentlichen falls Jennifer mich sucht, lese Stellenanzeigen auf dem Handy, bekomme Bücher durch Ausleihe von Bibliotheken im ganzen Land innerhalb von wenigen Tagen kostenlos geliefert und habe generell die Möglicheit annähernd alles zu erfahren was es zu wissen gibt auf der ganzen Welt, wenn ich das wissen will.
Und trotzdem weiß keine Sau wo sich eine Linienmaschine auf dem Weg von Brasilien nach Paris befindet, die kann einfach so verschwinden und keiner weiß warum. Offenbar zerbricht mal eben so ein Flugzeug und dass das keiner merkt liegt daran dass man über dem Atlantik kurzzeitig keinen Funkkontakt hat und die Radarkontrollen nich den ganzen Ozean umspannen. Das ist erstaunlich und für alle Flugreisenden wohl beängstigend, da sollte man schon mal genau nachforschen wie das sein kann. Bin mir sicher wenn der Präsident fliegt, egal welcher, weiß immer jemand genau wo das verdammte Flugzeug ist. Warum also ist es völlig normal, dass 228 Leute mal einfach so im Funkloch verschwinden, im Nichts?
Und um den Bogen etwas weiter zu spannen, wieso interesieren uns eigentlich diese 228 Leute, nicht aber die x-mal 228 Leute die am gleichen Tag überall anders auf der Welt gestorben sind, meist auch noch unter viel vermeidbareren Umständen. Warum kratzt es keinen, und warum schickt keiner einen Korrespondenten zu den x-mal 228 Menschen die jeden Tag verhungern, verdursten, massakriert werden, an heilbaren Krankheiten zurgunde gehen bzw. auf der anderen Seite der Haben-Kluft auf dieser Welt sich zu Tode fressen, saufen und konsumieren, einfach weil sie zuviel haben und nicht damit umgehn können?
2. Großereignis:
Obama spricht in Kairo, ist das der Beginn einer neuen, menschlicheren Zivilisation? Ist dies der Anstoß auf den so viele gewartet haben, oder nur ein Publicity Gag der bald vergessen sein wird?

Jennifer:
Arbeitet nun offiziell im Legal Sea Foods in Cambridge. Warum das so wichtig ist weiß ich nicht, immerhin war es letztes Jahr noch völlig normal dass ein Jobsuchender hier arbeit findet, ja sich selbige aussuchen konnte. Nun ist die Anstellung das Ergebnis eines langen KAmpfes, komplett mit 1-wöchigem Training und Einarbeiten, Hausaufgaben, zahlreichen Tests und einem Probeservieren mit Bewertung des Hauseigenen Managements. Nun sind die Tests bestanden und de sich als qualifiziert herausgestellte DOKTORANDIN darf tatsächlich Austern und Wein servieren. An ganzen 2 Tischen in ihrer ersten Schicht, doch mit der Erfahrung steigt die zahl der Tische und damit das Trinkgeld, die Chance tatsächlich einmal die Miete zahlen zu können.
Darüber hinaus beginnt Jennifer nun zu joggen, meist in meiner Begleitung und macht langsam Fortschritte was die Ausdauer und Atmung angeht, schon in ein paar Wochen wird sie wohl 30 Minuten am Stück laufen, ganz ohne Pause.
Ausserdem ist Jennifer's deutscher Meerettich bald alle und daher bekommen Hausgäste selbigen in Zukunft nicht mehr zu Gesicht, den kostbaren Rest isst sie lieber ganz allein auch wenn ihr Schärfe die Nase auffrisst. Damit steigt Meerrettich auf der "Kostbare Deutsche Besitztümerskala" auf Platz 2, bleibt jedoch weit hinter Ampelmann zurück. Selbiger hat Kultstatus in ihrem Leben und wird inzwischen selbst von ihren Frenden als Eigenname verstanden. Wenn sie ihre Tasche nicht finden kann, fragt sie schon seit langen "Wo ist mein Ampelmann" und wartet fast darauf, dass er ihr antwortet.

Haus und Garten:
Die Tomatenpflänzchen sind nun Pflanzen, der Paprika wächst auch und dazu gesellen sich nun schon die Radieschen. Gepflanzt diese Woche und erwartungsgemäß erntereif in einem Monat. Darüber hinaus haben wir Basilikum, Frühlingszwiebeln und Petersilie gesät! Wenn das mal keinen vom Hocker haut. Jennifer ist gerade dabei etwas Mariengold zu säen, damit auch keine Schädlinge auf die Tomaten kommen.

Boston und Umgebung: Sind durchaus angenehm im Sommer, die Sonne scheint und die Red Sox spielen gut, trotz des nun wohl bald in der sportlichen Versenkung verschwundenen David Ortiz, dessen sportlicher Niedergang nun offen debattiert wird.

Kobe Bryant:
Beginnt heute abend um 9 Uhr meiner Zeit im Staples Center Los Angeles die NBA Finals gegen die Orlando Magic um zu vollenden was ihm letztes Jahr ein grünes Team verdarb. Den großen Titel und als Krönung den Finals MVP. Ihr werdet sehen. Etwaige Spenden zum Erwerb eines Tickets werden gerne entgegen genommen und mit Dankesschreiben, Fotos vom Spiel etc belohnt.

Die Magisterarbeit:
Schreibt sich leider nicht von allein, jedoch geht es noch diese Woche los, versprochen. sobal ich meine neue errungenschaft gelesen habe, ein sehr realistisches Buch über die unbeliebte Presse und warum sie für die Demokratie so wichtig ist, von Michael Schudson.
Mit etwas Glück bekomme ich von der TU Dresden (Förderverein) auch noch etwas Geld für meine Kodierer, die dann hoffentlich im Juli anfangen bis zu 1000 Artikel zum Wahlkampf 2008 zu lesen, mit denen ich dann recht sicher erklären kann warum und wieso die Berichterstattung in den Printmedien zur Erosion und dem Ausbluten der Zeitungsleserschaft beiträgt. Und wenn mich irgdenjemand ernst nimmt, die Arbeit liest und die Empfehlungen umsetzt, profitieren vielleicht eines Tages die verbliebenen Leser von besserem Journalismus und kündigen ihre Abos nicht, interessieren sich für den Rest der Welt und vielleicht sogar die Demokratie an sich, die sie doch nun schon so lange mit Rechten und Freiheiten belohnt, dass es offenbar langweilig wird für sie zu kämpfen oder sogar zu wählen zu gehen...


Die Lage der Nation...sparen wir uns diesmal.

Friday, May 01, 2009

Zufällige Beobachtungen

macht man immer wieder. Große und kleine, je nachdem.
Unter anderem fiel mir gestern auf, dass ich wahrscheinlich zum ersten Mal (es sei denn ein Archivblog beweist das Gegenteil) mit offenen Augen durch die Welt spaziere und meine Umwelt bewusster aufnehme als in den vorhergehenden Jahren.
Eine der signifikanteren Beobachtungen ist die unglaubliche Schönheit des sich nun auch in Boston durchsetzenden Frühlings. Wahrscheinlich ist nach dem langen, kalten Winter auch das Bewusstsein ein wenig geschärft was das angeht. Auf jeden Fall riecht man hier den Frühling und spürt die laue Frühlingsluft nach den Hitzeattacken des letzten Wochenendes (93 Grad Fahrenheit) und den sich daran schließenden Temperatureinbrüchen von über 20 Grad (F!). Nun hat sich das Frühlingswetter eingepegelt aber die milden Regenschauer und der Temperaturschock haben wie ein Kickstarter auf die bisher völlig vergraute Landschaft gewirkt. Nicht nur versammeln sich wieder die Mädels am BU Beach und laufen die ganzen Fitness Spinner und Poser ohne Shirts den Charles River auf und ab, es kommt auch sprichwörtlich jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch unter seinem Stein hervorgekrochen und belebt die nun noch wimmelnderen Straßen. Die Bäume stehen in voller Kirsch- und Apfelblüte, das Farbenspektrum, unvollständig zwar, doch nuancenreich wie noch nie zuvor erstreckt sich größtenteils von weiß bis zartrosa und gleichzeitig von Osterglockengelb bis zartgrün in den wiedererwachenden Parks und Vorgärten.
Gleichzeitig glaubt man selbst den damit verbundenen Sauerstoffanstieg in der Luft wahrzunehmen.
Nun bringt dies natürlich auch seine Schattenseiten mit sich, zum Beispiel die ganzen Assis und Säufer, die bisher doch kaum zu sehen waren. Schon mehrmals habe ich ein paar gänzlich degenerierte beobachten müssen, deren fragwürdiges Verhalten auch manchmal mit Hilfe der stets zum Überreagieren bereiten, örtlichen Polizei eingedämmt werden musste. Man nehme nur die des nachtens an unserer Tür rüttelnden Teenager als Beispiel, oder die beinahe Auschreitungen zwischen und unter betrunkenen Nichtsnutze in East Boston, oder einen nationalistisch rumpöbelnden "Fan" nach einem Red Sox Spiel der lauthals die Fahrgäste um Konfirmation ihrer Amerikanischen Nationalität und der Überlegenheit der Nation anhielt, oder die nun plötzlich auch auf der Straße anzutreffenden Druggies deren Anblick einen fast dazu bringt den Krankenwagen zu rufen. Plötzlich schien das kleine pinkfarbene Pfefferspray, das Leslie ihrer Tochter Jennifer schickte (für Notfälle) gar kein so abwegiger Gedanke zu sein.

Darüber hinaus fällt mir zunehmend auf, dass ich eine starke, positive Reaktion auf den zwar dünnen aber doch geschmacksreichen Kaffee habe, der hier im Campus Laden für $1,50; $1,75 und $2 kostet; Geschmacksrichtungen sind. French Vanilla, Hazelnut, Pumpkin Spice, Vitamin-enriched, Breakfast Blend, San Francisco Roast etc. Jeden Morgen oder Mittag oder Abend reichen meine 500ml um mich in ein kleines Hoch, das ich dann versuche mittels eines koffeinhaltigen Soft-Drinks in den Nachmittag (oder späteren Abend) zu retten.
Zu dieser Mischung gesellt sich dann jenes befreiende Gefühl, dass man bekommt wenn man zur Abwechslung mal nicht sofort nach der Arbeit nach hause geht sondern mit ein paar Freunden auf ein Bier oder zu einer Show geht. Wie gestern Abend, als Matt und Dan mit den deutlich gereiften Movers und Shakers ihren letzten regulären Gig in einer kleinen Bar in Cambridge spielten, alle möglichen Freunde sind da und viele habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit gesehen. Schnell sind Nummern wieder ausgetauscht, Kontakte aufgefrischt und sofort schmiedet man diese Pläne, tausche Ideen über zukünftige Zusammenkünfte aus und nach 2 Stunden ist man so angenehm berührt vom Erzählen, Zuhören und Beobachten, dass man es kaum erwarten kann am nächsten Tag aufzuwachen um zu sehen, was der neue Tag einem für weitere gute Neuigkeiten bereithält, welche Überraschunge er bringt.
Zu diesen letzteren Beobachtungen (ja, noch mehr Beobachtungen) gehört zum Beispiel die quirkig, lebendige Szene in Cambridge, die faszinierende und funktionierende Musikszene, Underground und Indie Boston, kleine Bands und Einzelkünstler und ihre Fans und Freunde. Alles in allem eine sehr angenehme Szene sich gegenseitig respektierender und unterstützender junger Menschen die tatsächlich sinnvolle Hobbies haben. Und dann steht dieser alternde Gigolo an der Bar, eine Mischung aus Napoleon und dem Typen aus dem Sublime Song date rape, blasse haut, Plastik-Lächeln und hellblonde nach hinten gekämmte Haare, alternd und Bauchansatz, offenes Sacko und das Hemd offen bis fast zum Bauchnabel, gelangweilte müde Augen und trotzdem spielt er sich auf wie der König der Welt und gibt großmütig allen Zuschauern der Show Bier aus (PBR), auch denen die schon eins haben und/oder keins wollen. Ohne sich damit Freunde zu erkaufen, höchstens ein nervöses Danke von den Ladies und ein ernst gemeintes, wenn auch mitleidiges, Danke von den Jungs muss er so wohl um die zwei Dutzend Bier verteilt haben, und obwohl ich zu weit weg stand um selbst Empfänger eines solchen zu sein erheiterte mich das Schauspiel doch fast noch mehr als die Zuschauer und die Band, die in den Genuss seiner Gunst kamen. Ganz plötzlich war es dann aber schon kurz vor eins und ich hatte die Bahn verpasst, streunerte gut gelaunt Richtung Downtown zurück über die Brücke über den Charles River. Um ein Taxi zu sparen rang sich Jennifer dazu durch mich abzuholen, und um die Wartezeit zu verkürzen saß ich wie magisch angezogen plötzlich in einer kleinen Bar hinter einem auch um ein Uhr nachts sehr bekömmlichen Guiness. Selig und zufrieden, kein bisschen müde, wartete ich auf Jennifer um mich nach hause zu holen. Jenes zu hause, dass doch erst durch sie dazu geworden ist, und ohne ihre Anwesenheit einfach ein kleines Apt. im "Latinoghetto" sein müsste.

best,
-k

Wednesday, November 12, 2008

Barack

ist nun doch endlich President-elect der Vereinigten Staaten, und insofern er nicht vorher von Anhängern des modernen Ku Klux Klan erschossen wird, könnte sich tatsächlich einiges auf dieser Welt zum besseren wenden. Das diese heimlich Befürchtung nicht völlig abwegig ist untermauert ein heutiger Bericht aus dem Boston Globe (der Einfachheit halber einfach im Text nach Obama suchen).
Die Wahlnacht ist nun eine Woche her, und es ist an der Zeit einmal ein wenig über die Signifikanz des hier als historisch gefeierten Ereignisses nachzudenken.
Nach nun annähernd 8 Jahren unter dem auch hierzulande unbeliebten 2. Bush schien das ganze Land wie befreit gegen 1100 abends am 4. November aufzuatmen, als klar wurde, dass der sich anbahnende Sieg des Demokraten nicht nur unabwendbar ist sondern auch noch in lawinenartigem Ausmaß über das Land rollen würde.
Die meisten Bars in Boston waren fest in Demokratischer Hand, die wenigen Republikaner verhielten sich stumm, wenn sie überhaupt anwesend waren und der Jubel drang ungehemmt durch das nächtliche Boston. Menschen schrien, jubelten, fielen sich in die Arme und weinten, Autos fuhren hupend durch die Innenstadt, fast so als hätten die Red Sox eine weitere World Series gewonnen, oder zumindest als hätte ein Krieg geendet.
Damit entschied sich auch Jennifers und mein symbolischer Handel und sie muss nun nicht wie im Falle eines McCain Triumphes beschlossen, das Land verlassen. Die Ausreise nach Deutschland hat sich damit zumindest einmal verzögert.
Nach einer euphorischen Nacht begann dann der nächste Tag fast wie der vorherige, der Präsident hieß immer noch Bush, die Wirtschaft krankt noch immer und die Knappheit an Gebrauchsgütern hatte selbst schon die Zeitungen erfasst.
Die für meine Abschlussarbeit zwingend erforderlichen Ausgaben des Boston Globe und der New York Times waren in keinem Laden erhältlich. Nicht einmal die kostenlosen Blätter der Metro, Boston Now oder ein Phoenix waren aufzutreiben. Keine Chance.
Nun dämmerte es langsam, der historische Sieg hatte viele zu Hamsterkäufen veranlasst und die Zeitungen waren als Geschichtszeugen und mögliche Geldanlage teilweise massenweise aufgekauft worden. Zwei Tage später dann die Bestätigung, die Menschenmassen vor den Verlagshäuser der Zeitungen hatten die Verleger zu Nachdrucken der Zeitungen animiert und nun gibt es mehrer hundertausende Kopien der Zeitungen. Überall seckt ein Geschäft, denn der mit 75 Cent recht günstige Globe kann nur für $ 4 bestellt werden, plus weitere $ 9 für den Versand. Die NYT kostet da schon etwas mehr und bietet sich für $14 dem Sammler zum Kaufe.
Im Privaten Kleinanzeigenmarkt gibt es da noch ganz andere Angebote, dort versucht man die Historische Ausgabe für bis zu satte $95 an den Mann zu bringen. Auch ein Blick auf Ebay lohnt zum Preisvergleich, da steckt ein Geschäft. Und man hätte sollen...dann könnte man jetzt.

Ohne Printausgabe und unter diesen Umständen werden sich viele wohl mit den zugegeben schönern Bildern im Internet zufrieden geben müssen, hier ein paar Eindrücke.

Dabei fing eigentlich alles ganz geordent an, der Wahltag selbst führte zumindest in Boston weder zum Chaos noch zum Stillstand des Alltagslebens. Die in den Nachrichten viel propagierten langen Warteschlangen an den Wahllokalen blieben meist aus und unter dem Strich war die Wahlbeteiligung kaum höher als in den Vorjahren.
Woran das liegt darüber kann man nur spekulieren, vielleicht verlieren die Menschen hier trotz oder gerade wegen der großen Show um die ganze Wahl an Interesse oder zweifeln den Sinn ihrer Stimme an. Dies ist in verwöhnten Demokratien und westlichen Republiken ja auch eigentlich nichts neues mehr und gerade deswegen auch eigentlich recht schade.
Hätte die Welt eine Stimme gehabt (nicht nur indirekt durch den Mediendruck) so hätte es wohl in vielen Ländern einen größeren Enthusiasmus gegeben und das Ergebnis wäre bei weitem nicht so "knapp" gewesen wie hier prophezeit wurde. Während sich die Bürger der Welt einig waren, wer denn nun der erste "globale Präsident" sein soll, haben die Medien hier den Leuten tatsächlich bis zum letzten Augenblick ein Kopf an Kopf Rennen vorgegaukelt, dessen Darstellung in weiten Teilen mehr an ein Sportereignis (Horse-race, für alle Wissenden) erinnerte, als an die wichtigste und bedeutenste politische Entscheidung des noch so jungen Jahrtausends.
Nun, um mit Cäsars Worten noch einen drauzusetzen, sind die Würfel gefallen. Die Welt hat gesprochen, Amerika hat gehorcht und kann sich nun wieder beglückwünschen alles richtig gemacht zu haben, das leuchtende Vorbild zu sein, das den weniger erhellten Nationen den rechten (wie in richtigen) Weg zeigt. Etc. Der Süden, der Bibelbelt und die wohl über Sezession nachdenkenden Staaten von Jesusland haben an Dominanz verloren und lecken ihre Wunden, verärgert, dass sie nun von einem schwarzen Neger, der auch noch Kommunist oder gar Sozialist ist, oder was noch schlimmer ist, wahrscheinlich Muslim oder gar Islamist (und obendrein noch elitär und korrupt und) regiert werden. Die Widerstandgruppen "Impeach Barack" schießen auf Sozialen Netzwerkseiten wie Pilze aus dem Boden. Der Iranische Präsident hat seine Glückwünsche geschickt, der Anfang vom Ende. Anarchie droht.

Aber zurück zur Wahl selbst.
Um Gewinne und Stimmen zu Maximieren haben hierzulande zehntausende von freiwilligen die lezten Monate am Telefon verbracht (Phone Banking) um potentielle Wähler per Anruf und Gespräch zur Wahl zu bewegen, Unentschlossene zu überzeugen, Faule zu drängeln. Milliarden wurden ausgegeben und Millionen vertelefoniert, Benzin verfahren um Wähler in kritischen Swing States mit antizipiert knappen Wahlausgang per Haustürbesuchen und persönlichen Vorsprechen zu Wahl zu animieren. Diese Art der Beschäftigung wird meist von Schülern, Sudenten teilweise mit professioneller unterstützung der Wahlkampagnen durchgeführt, die Arbeit ist Zeit- und Nervenaufreibend wurde aber von vielen schon durchgeführt. Beginnend um 6 Uhr in der früh machen sie sich auf den Weg um Stimmen zu gewinnen, Telefoniert wird oft mit dem eigenen Telefon, gefahren mit dem eigenen Auto. So ein Enthusiasmus und am Ende wählen dann nicht mal 2/3 aller Berechtigten, schon Schade. Aber man ist sich einig, dass es ohne diese Art von Initiative, ohne Postwurfsendung, Wahlwerbespots, Interviews, Kampagnenauftritte, und persönliche Apelle, Fernsehdebatten, Wahlsondersendungen, Dokumentationen, Reden und Rockshows mit Feuerwerk, Spendengesuche per Email, Flugzeuge und Busse und Expräsidenten und Musikstars und Schauspieler und Michael Moore's pünktlich erscheinede neue Dokumentation und Wahlbegleitbücher und Hotlines zur Wahlregistrierung, Infoservice und Wahllokalfinder im Internet und Wahllokalreporter die den Stand vor Ort schildern, Warteschlangen/-dauer Messungen, vereinzelte Kuchenbasare und Hotdogverkäufe in Wahllokalen (fürs das leibliche Wohl sorgt man in Amerika immer!), Stuhlausleihe für in-der-Reihe-Wartende, rentnerherankutschierende Busse und Heldengeschichten von 96 Jährigen, die zum ersten Mal in 20 Jahren wieder an der Wahl teilnehmen und Präsidentschaftsanwärter die life und in Farbe bereits 6 Uhr morgen für sich selbst stimmen und der obligatorische blau-weiß-rote Aufkleber für alle stolzen, erleichterten, betenden, hoffenden WÄHLER, die allen noch-NICHTWÄHLER verkünden I VOTED TODAY um villeicht noch jemanden zum Urnengang bewegen zu können -ohne all das, wäre der ganze Zirkus wohl noch viel mehr Amerikanern am Arsch vorbei gegangen.
Und das, ist die größte Schande. Das Privileg an einer Wahl teilnehmen zu dürfen, ist der Mehrheit doch wohl schon lange den Gang zum Wahllokal nicht mehr wert. Aber dahin kommen wir in Europabestimmt auch bald, macht euch auf was gefasst.

Peace
k


Die hoffnungsvolle Wählerin am Tag der Entscheidung
Allston für Barack
Nach der Urteilsverkündung in einer Bar in Downtown Boston
Here's to Change

Saturday, March 15, 2008

Nevada I (unvollständig, vom Klo) Bilder folgen

Bin in letzer Zeit leider nicht dazu gekommen viel neues zu schreiben da sich tausend dinge ergaben die mich vom schreiben abhielten. Dieser Post wird teilweise von einem Badezimmer in San Franciscos Hippie district geschrieben, und spiegelt sich während ihc hier sitze und tippe tausendfach in den Spiegeln des "Strarlight Rooms" wieder. Doch dazu in einem späteren Post mehr. nevada war großartigt. Jennifer hatte eine Erkältung von Boston mitgenommen und leider hab ich mich damit etwas angesteckt. Weitere alternativen wären die Höhenkrankheit, denn den meisten bekommt der plötzliche Wechsel vom Meeresspiegel auf etwa 6,000 bis 8,000 Fuß niocht wirklich. Das Klima in Nevada ist trocken und continental, wird also schnell heiß und genauso schnell kalt. Unser Hotel und Casino liegt irgendwo im Carson Valley, einer steinigen und früher fast menschenleeren trockenen Einöde mit Straßen auf denen man stundenlang gerade aus fährt und trotzdem nicht wirklich irgendwo ankommt. Aber was solls, der Weg ist das Ziel. Unser Zimmer liegt im Zweiten Stockwerk und man kann über den Parkplatz auf die Schneebedeckten berge der Sierra Nevada schauen, die in einiger entfernung in der kristallklaren Bergluft gut zu erkennnen sind.
Unterkunft ist großartig und völlig über meinem Niveau, ich fühle mich schlecht in einem Hotel zu übernachtend ass ich mir nie leisten könnte, aber angeblich haben Jennifers Eltern Bonuspunkte im Casino und konnten das Zimmer günstig haben. Nun gut, was solls. Der pool hat die Form des Staates Nevada und man schwimmt mit 2 tiefen Zügen von Vegas nach Reno. Danach zum ausruhen in einen der beiden achteckigen Whirlpools...hmmm. Fehlt nur noch ein drink, den könnte man problemlos per Zimmerservice kommen lassen, aber es muss ja nicht sein.
Die trockene luft und meine ob der Sonnenbestrahlung wenig wärmende Bekleidung haben ihre Spuren hinterlassen und meine Erkältung führt zum fast völligen Stimmverlust. Mit etwas Advil und einigen ein paar Bier kommt man jedoch darüber hinweg.
Jennifer's Vater arbeitet als Musiklehrer in einer High School, ihre Mutter unterrichtet Schwererziehbare. Die Familie ist nicht nur nett sondern auch ungemein komisch, mein Vokabular vergrößert sich und Wörter wie Shitbird sind von nun an im täglichen Umgang wichtig.
Zu den ersten highlights des Tages (Freitag) gehört ein Besuch der alten Silber-rausch stadt virginia City, die zwar dank der Tourismusindustrie einiges ancharme verloren hat, jedoch nohc immer an den wilden westen zu erinnern vermag. Verrostete, einsturzgefährdete Silbermühlen und verlassene Häuser säumen den weg in die Stadt. Virginia City besteht aus einer Hauptstraße, gesäumt von Ramschläden, Bars, Saloons und Touristenshops die einem alles verkaufen was auch nur im entferntesten mit dem schriftzug der Stadt bedruckbar ist. Fotographen bieten die möglichkeit echte gestellte wild west fotografien von sich selbst anfertigen zu lassen -großartig! so viel geschichte und dabei ist das alles erst etwas über 150 jahre alt. sogar ein museum gibt es.
Nachdem wir Reno mit seinen Casinos und Jennifers Schule, sowie ihre Schwester samt Gatten besucht und die High School auch noch Freitag besichtigt haben, gibt es dann am Samstag ein all-you(kuli)-can-eat Frühstücksbuffet in einem der Casinos. innerhalb von nur 1,5h lerne ich weitere Teile der Familie kennen und verzehre folgende Speißen u getränke:
Orangensaft
Kaffee
Wasser
Toast mit Schinken u Ei
Karottenkuchen
Grünen Gelee mit früchten
toast benedict mit Sauce Hollondaise
marinierte Steakstreifen
Bohnen
Reis
Eiscreme
Krabbenzangen
Shrimp
Kekse mit Kokusnussfüllung
3+ Glas Champagner
Melone
Ananas
und einige Dinge deren Namen ich vergessen habe, da sie mir von Jennifers Famile mit dem Löffel von rechts und links in den Hals gesteckt wurden.
Selbstverständlich war dies das erste und letzte Essen an diesem Tage, den Rest der Zeit ging es mir mehr oder weniger elend, erst da ich völlig überfressen aus dem casino rollte und dann da eine Missglückte wanderung mit Besuch der Hot Springs dazu führten dass meine Schuhe vom Schnee durchnässte meine Füße und meinen Körper auf eine mich schwächlich machende Temperatur abkühlten.
Sonntag dann ging es ab nach Tahoe, einem strahlend blauen, klaren See direkt an der Grenze von Nevada zu Kalifornien.

Tuesday, February 26, 2008

neuer anlauf, neues glück

Nach dem etwas aprupten vorläufigen Ende des Blogs nun der Versuch einer Wiederbelebung. Da selbst Leute deren Leben noch uneventvoller (auch: abwechslungsloser) verläuft als das meinige noch immer ihre geistigen Umnachtungen im Netz auszuleben scheinen, (hoesi's blog) steht eigentlich weiteren Veröffentlichngen unter meinem Namen auch nichts entgegen.

Von jetzt an gibt es also wieder Neues, wenn auch weniger privat und etwas was mehr am Weltgeschehen interessiert.

Nach fast halbjähriger Abstinenz von allem was Spaß macht und einem zwar saubereren, sichereren und gesünderen Leben (ist das dan noch eins?) auf Sparflamme bot Barclaycard an vorübergehend eine Reise zurück in die heimliche Welthauptstadt des Vereinssports (asugenommen Hockey) zu finanzieren. Nachdem nach der World Series auch fast der Super Bowl ohne mich gefeiert wurden, war es Zeit für einen Besuch bei den in Boston verbliebenen Freunden und dabei ganz besonders bei der doch sonst ganz einsamen Jennifer.
Völlig unterfinanziert und schlecht geplant lief eigentlich alles darauf hinaus entweder völlig vor den Bug oder doch irgendwie gut zu gehen.
Nun, bisher ist letzeres eingetreten, ersteres kommt aber bestimmt noch zum Zuge.
Nachdem ich Antrittsbesuche bei Taco Bell und U Burger ohne Zwischenfälle Überstanden hatte, ja sogar problemlos vom Niveau deutschen Bieres über Sam Adams zu Brubaker und schließlich zu PBR abgestiegen bin (letzeres hat dann doch leichte Kopfschmerzen und starken Furzdrang erzeugt), kam nun heute endlich die erste Magenverstimmung. Hatte ursprünglich darauf wetten wollen, dass Jennifers vegetarisch geprägte Kost mich in Windeseile entweder ausdünnt wie den Suppenkasper oder mir ihre Liebe zum Chillie die Därme verfeuert, aber nun hat mich doch die Kost auf dem Campus auf die Bibliothekstoilette getrieben.
Aus lauter arbeitseifer sitz ich den größeren Teil des Tages hier und bin stark damit ebschäftigt nur nicht zu arbeiten. Meine letzte Belegarbeit hab ich mental überwunden und innerlich für abgeschlossen erklärt, die Arbeit an der Euforia Website bisher immer auf morgen vertagt und nun auch sonst mach ich nicht viel. Da bleibt viel Zeit den Boston Globe zu lesen und Stück für Stück den kontakt zu Bekannten wieder her zu stellen.
Folgendes ist passiert:
Chris arbeitet noch immer bei Big City Moving, wohnt aber jetzt näher am Ghetto in Jamaica Plains; Tyler ist noch an der BU trinkt aber noch mehr als früher und sah letztens recht mitgenommen aus. Karen und Tom sind auch noch da, erstere wohl aber nicht mehr lange. Meine Lieblings-Frühstücksrestaurants gibt es zwar noch, ich war aber aus Spargründen noch nicht da. Überhaupt habe ich mich bisher ausergewöhnlich ruhig verhalten! Carolina, Katie und Carolyn wohnen nun in LA, die werde ich also erst dort sehen.
Der kombiationsfreudige Leserw ird an der Stelle merken, dass in Trip an die Westküste unausweichlich scheint. Und er (der eine) hat Recht:
Am 6. März gehts nach San Francisco, von dort nach Nevada an den Lake Tahoe und nach Reno. Dort besuchen wir dann die Hot-Springs, die Skiresorts und den ein oder anderen Nationalpark sowie ein paar Casinos, bevor es dann am 10. weiter geht nach L.A. Wenn alles gut geht sehen wir dann dort wie Kobe die Lakers mit 81 Punkten zum Sieg gegen die Raptors schießt und treffen ausserdem wer auch immer mich gern sehen möchte. Je nach Kasse und Wetter sind Trips an diverse Strände, vielleicht sogar bis San Diego und Mexico geplant, aber das wird sich zeigen. Zum Abschluss schauen wir uns auch San Francisco an, wohnen dort in einem sehr originellen Überbleibsel aus der Flower Power Ära, dem Red Victorian mitten im Hippie-Bezirk. Die Besitzerin des Ladens heißt treffend Sami Sunchild und unser Zimmer "Sommer of Love." Da werde ich wohl mal anfangen ein paar schöne CDs zu brennen, meine Jeans aufzureißen und Jennifer Blumen ins Haar zu flechten. Könnte es kaum erwarten, wenn es nicht gleichzeitig das Ende des Westcoast Trips wäre und danach nur noch St Paddy's Day in Boston als Rausschmeißer wartet, bevor ich mich wiedermal aus dem Leben verabschieden muss und in die Bibliothek einziehe, um für die Abschlussprüfungen in Fächern zu lernen, die sich entweder selbst zu wichtig nehmen und unterm Strich unbedeutend sind oder einfach jegliche Herausforderung verloren haben da sie von Möchtegern-Leherern übervölkert werden, denen ich (irgendwann) meine Kinder auch dann nicht anvertrauen werde wenn sie mich dafür bezahlen könnten.
Für alle am Weltgeschehen interessierten, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten trägt zwar den Mittelnamen Hussein, diskutiert aber heute trotzdem nochmal mit Hillary über Dinge die in Deutschland niemand nachvollziehen kann, um dann morgen vielleicht schon einen entscheidenden Vorsprung im Rennen um die eigentliche Kandidatur gegen einen 71-Jährigen Republikaner, dem man vor ein paar Jahren selbst George Bush noch vorgezogen hat, zu gewinnen. Und ich wette, wenn man heute fragte, wills keiner gewesen sein.
Wie dem auch sei, in Boston verschleudert man weiterhin Milliarden im Big Dig, die Sicherheitsstufe auf Flughäfen im Land ist nun seit nunmehr 566 Tagen "orange" (und keiner weiß warum) aber die TSA investiert lieber in einen Internetauftritt anstatt dem Kontrollirrsinn ein Ende zu bereiten und irgendwer fand heraus, dass von den 342,000 Verkehrsschildern in Boston die meisten die Parkbestimmungen regeln, und dies offenbar so furchtbar unübersichtlich, dass weder Anwohner noch Polizei noch wissen, wo man überhaupt parken darf ohne sein Auto von dannen geschleppt zu bekommen. Auch die Polizei in Boston ist noch immer recht unfreundlich und stand audgrund ihres harten (und dummen!) Vorgehens gegen friedliche Demonstranten im Blickpunkt. Unter anderem wurde ein einzelner, mit Galgenschlingen gegen die Politik einer Großbank demonstrierender Mann nur 6 Minuten nach Beginn seiner Protestaktion verhaftet. Er trug ein Schild "Galgenschlingen zu verkaufen" und wurde daher wegen Betrieb eines nichtlizensierten Geschäfts belastet, seine "Güter" beschlagnahmt. Ähnlich erging es 2004 einem einzelnen Studenten, der vor einer Armee Rekrutierungsanstalt mit Tuch über dem Kopf und Drähten an den Fingern, auf einem Stuhl stehend gegen die Abu Garib Folterungen demonstrieren wollte, ihn holte ein Bombenalarm Einsatzkomando vom Stuhl... Offenbar hatte Howard Zinn recht, wenn er sagte, dass zu Kriegszeiten die vom 1. Amendment zugesicherte Redefreiheit nicht mehr existiert.
Zum Abschluss der Wetterbericht: Nach den Schneefällen der vergangenen Tage war es heute nass und matschig, soll aber bald wieder richtig kalt werden, mit Temperaturen deutlich unter 30 Grad Fahrenheit. Hoffnungen auf einen Ausflug in die verschneiten Berge keimen also wieder auf!

Sunday, January 14, 2007

Angekommen zum 2.

Ja, lange hats nicht gedauert da hat mich die amerikanische Realität wieder eingeholt, der kapitalisitsche Alltag, das verschwenderische Wesen und die schlechten Essgewohnheiten haben wieder von mir Besitz ergriffen. Vollständig? Nein, nicht ganz den ein kleiner Teil von mir wehrt sich (einem gallischen Dorf ähnelnd) der feindlichen Übernahme.
Damit ich wenigstens einmal in der Woche etwas vertrautes zu Essen bekomme habe ich mir einen kleinen Vorrat an Maggi Fix Würzmischungen mitgenommen von denen ich noch so einige Zeit zehren werde. Gestern gab es zur Feier des Samstages (denn der ist ja auch nur einmal die Woche) gleich einmal Schinkenröllchen mit Hack und Kartofeln. Letztere habe ich natürlich vom Haymarket, genauso wie das Hackfleisch (von der Puritan Beef Company), die Erdbeeren (von dem alten Italiener mit den trüben Augen), die Bagels (von dem kleinen Schwarzen mit dem weißen Kittel), auch der geriebene Käse (vom Käsemann mit dem frz. Bart), die frischen Champingons und die Zwiebeln stammen von dort.
Nur für die Auflaufform musste ich noch mal in einen Second Hand Laden, die ich in letzter Zeit auf der Suche nach Teilen für mein Feuerzangenbowle Set häufiger frequentiere. Da gibt es wirklich ganz tolle Sachen für wenig Geld, man könnte glatt einen ganzen Haushalt dort holen und würde wahrscheinlich kaum mehr als 20 Dollar berappen müssen.
Die Süße Sahne und den noch fehlenden Schinken gabs dann im Store 24 gleich um die Ecke beim allseits freundlichen Araber (schätz ich mal).
Da ja so einige meiner besseren Freunde fast spurlos verschwunden sind (gut von den Iren hab ich immerhin noch so einiges an Haushaltsgegenständen übernommen, ein großes Bild im Zimmer hängen und so einige gebrauchte BU Ordner von Ciara, eine leere Videokassette und ein Softwarepaket zum sichern von Digitalbildern auf dem Computer bekommen...) ist es schon etwas gewöhnungsbedürftig im ersten Moment und ich hoffe dass wir verbliebenen an die guten Zeiten anknüpfen können.
Da Jeronimo bis Gestern noch in NYC war, treff ich ihn heut erst und war daher Freitag mit Eoin und Simon in der Bar, Jen kam dann später noch dazu und im Laufe des Abends hab ich dann so einige bekannte Gesichter wieder gesehen.
Ausserdem hab ich wohl einen tollen Eindruck auf Aprils Mitbewohnerin Candice gemacht, denn die hat mich nach hause gefahren und war so begeistert von mir (vielleicht wegen meiner Russischen Fellmütze, die hier überall wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde), dass sie in einer Nachricht an Jennifer bereits davon sprach ich sei das "most precious thing" dass sie jemals in ihrem Leben getroffen hat und sie nun angeblich darüber nachdenkt mit mir nach Deutschland zu verschwinden...
Gut, ich glaube nicht dass ich das möchte aber da sie meines Wissens aus Pennsylvania stammt, scheint mir dass eine ausgezeichnete Gelegeneheit zu sein mal günstig in Richtung Toni aufzubrechen.
Eben dieser kommt mich angeblich auch bald besuchen, ausserdem hat sich der ein oder andere Besucher angekündigt und dass macht mich froh denn bei Jen stehen die Besucher Schlange und ich fühl mich fast etwas vernachlässigt.
Gut, das solls für heut gewesen sein, jetzt gehts ab in die Sportbar, die Patriots spielen heut im Divisional Playoff Game gegen San Diego. Das wird ein harter Brocken für uns und daher gehen wir nun mit Jen und Jeronimo in irgendeinen riesigen Sportschuppen mit bestimmt ganz vielen Bildschirmen.
Im übrigen nieselt es und es scheinen kaum mehr als 30 Grad Fahrenheit zu sein, morgen gibts wieder Schnee heißt es.
best,
k

Sunday, December 10, 2006

Die gute Zeit

neigt sich dem Ende zu. Deutlich wurde dies in der vergangenen Woche und so langsam staut sich etwas Melancholie auf. War grad mit Jen bei den Irish kids wo wir endlich unser Versprechen, einmal mexikanisch zu kochen, eingelöst haben. Es gab leckere refried beans, flour tortillas, whole wheat tortillas, mexican rice, slasa, guacamole, Hackfleisch, sour cream und etwas Gemüse. Hmm... dazu Dr. Pepper, Tortilla Chips und Schokolade nachher. Zum Abschluss irischen Tee.
Schade eigentlich dass wir mit der Kocherei nicht eher angefangen haben, bleiben uns doch nun nur noch 9 Tage um die ganze Sache zu wiederholen. So ein Essen mit Freunden hat schon was, inzwischen versteh ich sogar wenn sie sich in diesem furchtbaren Dialekt unterhalten. Kam mir immer blöd vor wenn ich nachfragen musste, besonders Fiach ist teilweise einfach mal überhaupt nicht zu verstehen. Nun komme wir nach hause zurück und ich frag Jen wieviel sie versteht wenn die Iren sich unterhalten...etwas betreten meint sie, sie hätte keine Ahnung worüber gesprochen wurde und hat nur nett vor sich hingelächelt. Haha, so weit ist es schon, ich verstehe mehr als sie.
Blöderweiße hab ich mir einige komische Betonungen und Ausspracheweisen angewöhnt so dass ich nun je nach Situation einen Mix aus Südstaatlerenglish, Irish-English und dem unfreundlichen New England Accent spreche. Und mitunter natürlich kommt der deutsche Akzent durch, besonders wenn ich über kompliziere Dinge spreche.
Ausserdem gibt es die Woche einige gute Nachrichten, meine website für die Computer Class ist fertig, wenn auch rechtschreibfehler behaftet da in größter Not und Hektik 5minuten vor Abgabetermin fertiggestellt. Das ich das Ding entgegen aller Befürchtungen jemals fertig bekommen habe, und dass auch noch mit einem in einer Punktlandung resultierenden Gewaltakt ist selbst für mich erstaunlich. Wer das Ding mal anschauen möchte: http://people.bu.edu/yourkuli Viel Spaß und wer die meisten Fehler findet, darf mich besuchen kommen.
Ausserdem sind mein Research Report und der Zinn Artikel in der Endphase, das heißt ich müsste statt Sunday Night Football schauen und Blogs schreiben eigentlich richtig viel arbeiten.
Um jedoch zu Dingen zurück zu kommen die gut sind lasst mich noch erzählen wie ich die Woche mit Brian Pool spielen war in Our House oder wie unser Austausch Coordinator David noch eine Art Abschlussparty bei sich zu hause geschmissen hat, in deren Verlauf er dann doch recht betrunken wurde und sich dann noch hat überreden lassen mit in den BU Pub zu kommen wo Emil und Eoin zum Ritter geschlagen wurden da sie ihre Bierquest überstanden haben und im Verlauf des Semesters tatsächlich alle 60 verschiedenen Biersorten probiert haben. Zum Lohn gabs eine kleine Zeremonie und für die neu erkorenen Ritter ein persönliches Glas.
Obwohl der Abend recht chaotisch damit begann dass ich Laura abholen sollte um sie zu David zu begleiten und sowohl ich als auch sie völlig die Zeiten verdreht hatten, was dazu führte dass ich sie nicht abholen konnte und sie nicht bei David auftauchte, war es doch insgesamt einer der gelungensten Abende überhaupt. Es ggibt Abende da passt einfach alles irgendwie zusammen, man trifft die richtigen Leute, unterhält sich über die richtigen Dinge und ist dann einfach nur zufrieden wenn man daran zurück denkt. Hab mich gut mit einer Italienerin aus Venedig unterhalten, die sonst kaum mit den Internationalen weg geht da sie sich mit ihren 29 doch etwas zu alt fühlt für die ganzen Parties, dann hab ich die größte Quesedilla überhaupt gegessen da Ciara im Pub arbeitet (und ich etwas besonderes bin) und musste sie mit gleich zwei Leuten teilen. Ausserdem konnte ich mich endlich mit den anderen Dänen unterhalten und bin nun jederzeit in Kopenhagen willkommen. Die Taxifahrt nach hause und nachdem ich dann doch gegen halb drei von den Iren losgekommen war noch das Gespräch mit meiner Nachbarin auf den Treppenstufen vorm Haus haben auch irgendwie alle ins Bild gepasst und ich frag mich warum nicht öfter alles so gut zusammen passt.
Der nächste morgen war hart, besonders weil sowohl Brian als auch Morton nicht zum Frühstück auftauchten da sie verschlafen hatten. Während Brian einfach nihct aufsthen wollte kam dann doch wenigsten Morton noch ins Bagel Raising, dort gabs dann einen leckeren Iced Coffee, einen Tequila Sunrise Bagel (mit Ei, Bacon, PepperJack Käse, Jalapeno Cream Cheese, Tomate und Zwiebel, getoasted) und dazu spielten die Beach Boys im Radio und machten das kalte Wetter fast bedeutungslos.
Obwohl es die Woche öfters unter dem Gefrierpunkt war liegt noch kein Schnee, es ist im Moment zu trocken und ausser ein paar Flocken und eisigem Wind ist noch nicht viel vom gefürchteten Winter zu sehen gewesen. Trotzdem haben sich die meisten Obdachlosen wohl bereits irgendwo verkrochen, Brian meinte viele sitzen nun in der öffentlichen Bibliothek und lesen den ganzen Tag Zeitung, der 195cm große Schwaze mit den Dreadlocks ist samt Lederjacke und E-Gitarre verschwunden, der kleine Taubstumme mit dem ganzen Metall im Gesicht und den Schattenboxereien ist aber noch ab und zu unterwegs auf der Harvard Avenue. Auch der Campus Penner der mit seinen Regenschirm gegen den Wind geschützt immer am Abluftschacht am Kellerfenster des Tsai Performance Centers sitzt um sich zu wärmen ist noch immer da, glücklicherweise hat er inzwischen einen warmen Mantel auftreiben können da er doch vorher oft recht durchgefroren aussah unter seiner Kapuze. Eine Frau sucht offenbar im Bagel Raising Zuflucht, sitzt sie doch jeden morgen dort und trinkt einen Kaffee, während mit ihren stahlblauen Augen beobachtet wie die Welt sich um sie dreht, wie Leute kommen und gehen, hastig etwas Essen, Geschäftsleute nur schnell etwas mitnehmen gegen 8 oder 9, dann gegen 10 mehr und mehr Studenten auftauchen, viele auch nur um einen Kaffe zu holen, doch alle sind irgendwie in Eile, auf dem Sprung zur Bahn die hoffentlich nicht wieder völig überfüllt und 30 minuten zu spät kommt. Ihr kann das egal sein, ist ihre größte Sorge doch, dass es draußen aufhört zu stürmen da sie ja wohl irgendwann aufstehen muss um ihres Weges zu gehen. Kaffe schein das bindende Element der Gesellschaft zu sein, ist er doch Vorwand für Obdachlose etwas Zeit im warmen zu verbringen, Heilmittel für Studenten gegen übernächtigung und für Angestellte und Arbeiter die Droge schlechthin. Auch ich trinke inzwische viel zu viel Kaffee, bei den Bechergrößen hier kommt man recht schnell auf einen Liter am Tag. Und irgendwie muss manja munter sein, braucht den gewissen Schub um die letzten Tage noch irgendwie alles fertig zu bekommen.
Nun gilt es besonders für diese letzten Tage alles gut zu organisieren, Plätzchen backen, Abschiedsparties, Hummer essen, Trip nach New York und nur ganz am Rande warten ja noch ein Final Exam und eine Präsentation auf mich. Ups. Ausserdem müssen wir noch von Brian und Fiachs 45% Rabatt bei Barnes & Noble Gebrauch machen, Bücherwünsche und Anfragen zwecks BU Merchandise gehen an mich.
Werd wohl nochmal zuschlagen und mich mit ner Sammlung von Shirts, Sweatpants, nem Pullover und Howard Zinn's Autobiographie ausrüsten für den Rückflug.
best,
k

Saturday, November 18, 2006

Für alles was ich hasse

Diese Woche scheint meine Hass und Stresswoche zu sein, da doch weit aus mehr Dinge schlecht gelaufen sind als sie sollten. Wer weiter lesen will sei gewarnt, dieser Post ist teilweise etwas explizit.
Lass mal überlegen was mich an diese Woche am meisten angekotzt hat, bin mir gar nicht mehr so sicher. Ich werd einfach mal alles auflisten was mich zur Weißglut gebracht hat und dann kannsich jeder seinen persönlichen Lieblingsmoment heraussuchen und sich vorstellen wie ich wohl damit umgegangen bin.
Montag: 9 Uhr morgens, ich fang an den Beitrag für die FT 707 class zu schneiden, keine Ahnung von der software und meine Teammitglieder, besonders die beiden Asiatinnen regen mich auf weil sie alles bis ins Detail geplant haben wie es aussehen soll, der Film soll ein Kunstwerk werden; leider aber keine Ahnung haben wie man das realisieren kann und sagen aus Höflichkeit auch nicht was sie wollen. Hab dann 12h gearbeitet, kaum ne Pause gehabt und natürlich ausser nem Bagel, einem Stück Pizza und nem gegen 2200 Uhr in der Microwelle aufgewärmtem McDonalds Fraß vom Vortag auch nix gegessen. Kochen unmöglich da Küche eine Ruine und ich bestimmt nicht mehr aufräume, Jen hab ichs auch 'verboten'. Die einzige Pause waren die 2 Stunden Deutsch Unterricht für die ich ohne Schirm durch Monsunartige Regenfälle von East zum westcampus rennen musste, die zweite Stunde fand dann nicht statt weil keiner meiner Studenten aufgetaucht is. Sehr gut, wir freuen uns auf Dienstag.

Dienstag: 9 Uhr morgens, ab zum schneiden, diesmal waren die einzigen Unterbrechungen meine Journalism Class u die Com Research Class, wegen mangelnder Kommunikationsfähigkeit in unserer internationalen Gruppe droht der Film ein Desaster zu werden, keiner kann helfen weil meine Gruppenmitglieder auch nicht mit der Software umgehen können. Langsam fitze ich mich rein, aber um 21 Uhr als die Räume geschlossen werden steht fest dass wir noch nicht fertig sind und ich Mittwoch wieder um 9 antraben kann um zu versuchen bis 11 Uhr alles fertig zu stellen, dann ist Screening der Beiträge vor der Klasse. Direkt vom Schneideraum gehts dann ins Fitrec wo wir gegen das A-team spielen und ich wenigstens einen Teil meiner Wut los werde.

Mittwoch: Nachdem ich sooooooooo kurz davor bin die Asiatinnen anzuschreien weil einfach nix funktioniert und sie dann auch noch das Tape vergessen haben in ihrer Unorganisiertheit, glätten sich die WEllen da sich herausstellt das unser Beitrag gut ist und das vor allem weil sich jemand beim schneiden richtig mühe gegeben hat. Die KLasse mag den Beitrag. Nun muss ich für meine Com Research Klasse am Donnerstag noch 50 Fragebögen ausfüllen lassen und sämtliche Daten in SPSS eingeben. Klar, sag ich mir, nur leider bin ich so müde und hab dank unserer zentral gesteuerten Heizung die aus irgendeinem Scheißgrund jede nacht mein Zimmer auf 30 grad heizt trotzdem es draußen wieder Frühsommer ist, auch nie richtig geschlafen da ich ja immer aufstehen muss um die Fenster aufzureißen. Also geh ich heim und beschließe mich im kurzen Moment des Ruhmes zu sonnen, etwas zu erholen und dann Donnerstag den Großteil der Fragebögen ausfüllen zu lassen. Um 50 Kopien meiner Fragebögen zu bekommen geh ich ins staples und dort versucht dann die fetteste Angestellte auf diesem Planeten mir 62 Dollar abzuluchsen für ein paar lausige Kopien. ich erklär ihr das bei 7 Cent pro Kopie, und höchstens 160 Kopien keine 62 Dollar fällig sein können und nachdem dann ihr Chef dazu kam hat sie es wohl auch verstanden.
Ich geh heim, lass Jen und eine ihrer Mitarbeiterinnen den Fragebogen ausfüllen geb die Daten in SPSS ein. Nun bin ich kaputt und finde doch durch puren Zufall im Internet heraus dass Jhonny Fuckface nicht nur meine Nachfolge bei einer bestimmten Frau angetreten hat sondern auch gleich noch in mein Volleyball Team zuhause nachgerückt ist. Nun frage ich mich, was willst du noch Arschloch, mein Apartment ist auf der Eisenstuckstraße, warum ziehst nicht gleich auch noch dort ein?
Jen Arbeitet die Nacht in Allston und ich beschließe sie in ner Bar zu treffen. Ein belgisches Bier und eine Flasche maltliquor später ist es um 12 und ich will in die Bar gehen, jen hat aber kein Telefon mehr also weiß ich niht wo sie ist. Ich gehe auf gut Glück in unsere Stammbar, ort ist sie nicht. gerade als ich ein Bier bestelle ruft mich ihre Chefin an und sagt mir wo ich sie antreffen kann, ich trinke also aus und mach mich auf den Weg. Als ich in der bar ankomme ist Jen leider so betrunken dass ich mir Sorgen machen sollte. Da ich aber selbst ein wenig benommen bin komm ich nicht dazu. Ausserdem versucht ihre Chefin wieder mit mir anzubändeln und ich kann mich ihr nicht mehr wirklich dagegen wehren. Glücklicherweise schließen Bars um 2 und irgendwie bekomme ich jen dann nach hause. Und komme von April los.
Donnertsag: Völlig übermüdet und bestimmt nicht nüchtern bin ich um halb 10 zu Frühstück an der Uni, dann schreibe ich eine Todesanzeige in meiner journalism Class die dann benotet werden soll. Oje. Irgendwie schaffe ich es tatsächlich 30 Fragebögen ausfüllen zu lassen und vor Unterrichtsbeginn der Com research class in SPSS abzutippen. Dann findet der Unterricht nicht statt, da von nun an nur noch Konsultiert wird. Klasse, warum reiß ich mir dann den Arsch auf? Ich geh also nach hause, hungrig und müde. Es ist 1430, jen ist soeben aufgestanden und weiß nicht wie sie heim gekommen ist. Wir beschließen bei McDonalds essen zu gehen obwohl ich sowas von keine Lust habe Geld für mistiges Essen auszugeben, vor allem da unser Kühlschrank voller Essen ist ich nur einfach in diesem Drecksloch von Küche nicht Kochen kann. Und Aufwaschen tu ich bestimmt nicht schon wieder. Ausserdem ist unser einziges Schneidemesser zerbrochen weil mein Mtbewohner es beim Versuch es in Ninja-Manier in eine Wand zu spicken leider zerbrochen hat.
Connor hat am Vorabend grundlos (betrunken) das bereits aus dem Rahmen fallende Küchenfenster zerbrochen, welches eigentlich bereits Anfang der Woche repariert werden sollte. Unser Vermieter ist aber noch nicht aufgetaucht und nun lag nach Connors letzter Untat einfach mal die halbe Küche voller Scherben. Kurz bevor ich mit Jen zu McDonalds aufbreche und mich mit Deodorant einsprühe meint er das zeug riecht schlecht.Daraufhin besprühe ich ihn damit, er flüchtet in sein Zimmer. Dann kommt er zurück und verkündet in ernstem Ton dass ich das nie wieder tun soll weil es ihn aufregt. Daraufhin sprühe ich erneut in seine Richtung und er droht mir ernsthaft mir eine reinzuhauen. Er stapft in sein Zimmer und da ich ihn sowas von nicht ernst nehme besprühe ich seine Tür, genau so wie wir Streitigkeiten normalerweise in Dresden lösen. Wir nehmen sie nicht ernst.. Nun rastet er aus und versucht mir Vorschriften zu machen wie ich ihn ernst nehmen soll. DARAUFHIN PLATZT MIR DER KRAGEN und ich beschließe ihm zu erklären dass ich ihn ernst nehme sobald er aufhört wie ein Schwein in einer Höhle zu leben, endlich anfängt in der WG mal aufzuräumen, abzuwaschen und eventuell mal dafür sorgt das das Scheißfenster endlich rapariert wird. Leider komme ich nicht dazu ihm das zu sagen da er sich in seinem Zimmer einschließt. Was denkt sich diese Larve eigentlich? Bin doch nicht seine Mutter vor der er sich einschließen kann! Jen beruhigt mich und ich trete seine verdammte Tür nicht ein. Hab seitdem kein Wort mit ihm gewechselt aber es wird dazu kommen und wenn ers nicht begreift werd ich ihn aus der Wohnung schmeißen, weiß aber nicht ob das so einfach ist. Dann musste ich an die Uni zurück und bekomme auf mein großartiges Video für die Computer Klasse ne mittelmäßige Note weil Laura in dem Oakley Spot keine richtig Oakley auf hatte und das Video zu lang war. Da die Tussi die den Kurs leitet den Spot nichtmal verstanden hat bin ich auch darüber leicht genervt.
Abends dann rufe ich unseren Vermieter an und erkläre ihm der Wind hätte das Fenster eingedrückt und er müsse es endlich reparieren. Er verspricht um halb 9 früh da zu sein, ich stelle meinen Wecker auf Viertel und wache nach nur 6 Stunden schlaf pünktlich auf (war Donnertsag abends noch im Pub und bin dann mit Brian u Fiach durch Sturm und Regen nach hause gelaufen, dabei verabschiedete sich mein neuer Regenschirm). Natürlich taucht unser Vermieter nicht um halb 9 auf, um 10 kommt er dann und enfernt das kaputte Fenster. Statt ein neues einzusetzen zieht er einfach eines der oberen Fenster im Rahmen herunter, was bei Schiebefenstern funktioniert. Leider ist diese Konstruktion nicht dicht und das Fenster kann auch nicht geschlossen werden, da ja ein Teil fehlt. Da die Feuerleiter direkt zum Küchenfenster führt bin ich mal gespannt wie lange ich meinen Laptop noch hab. Und meine Krditkarten.
Ausserdem hat sich herausgestellt, dass Jen einfach viel zu gutmütig ist für diese Welt. Nachdem ich ihr erklärt habe unser Vermieter würde das Fenster reparieren war sie so besorgt um den Anblick der Küche dass sie ohne es mir zu sagen (da ich dagegen war) nachts den gesamten Abwasch erledigt hat und die Küche schon wieder alleine sauber gemacht hat. Und wofür? Um Connors Arsch zu retten? Ich weiß es nicht, aber sie ist einfach zu gutmütig. Trotzdem dank ch ihr natürlich denn jetzt können wir wieder kochen.
Das haben wir dann auch Freitag abend getan, nachdem ich weitere 6h im Schneideraum zugebracht hab. Das Kochen verlief dann ganz gut, einziger und hoffentlich letzter Rückschlag war, dass ich nachdem ich alle meine Fragebögen in stundenlanger Arbeit endlich fertig in den Computer eingegeben hatte, dieser beim Versuch zu speichern einfach unaufgefordert alles gelöscht hat, woraufhin ich dann bis gegen Mitternacht alles nochmal abtippen konnte.
Eine großartige Woche.
Der einnzige Grund warum ich noch niemanden umgebracht habe oder zumindest ein Loch in die Wand geschrien habe, ist die Tatsache das ich nun meine Lieblingsserie, die unglaublich beruhigend wirkt, kostenlos im Internet schauen kann. Und der Gedanke an Texas stimmt auch versöhnlich. Okay und die Sonne scheint...
later
k

Friday, October 20, 2006

Das Essen wird besser, das Wetter schlechter

In der Tat, der Herbst schleicht sich ein. Heute hat es den ganzen Tag über geregnet, trotzdem ist meine Laune nicht so schlecht wie sie normalerweise bei dem Wetter sein sollte. Heute waren wir nämlich endlich auf dem Haymarket, jenem europäisch anmutenden Freiluftmarkt von dem Brian und Jeronimo schon immer erzählt haben, er hat jeden Freitag und Samstag geöffnet und bietet verglichen mit unserem lokalen Supermarkt Shaws unschlagbar günstige Preise für frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und sogar Muscheln, Käse etc. Hab 8Lbs Kartoffeln für 2 Dollar bekommen, Ein Schälchen Erdbeeren für 99 Cents und einen President Käse für 3 Dollar. Hmm, richtiges Essen. Jen und ihr Freund Berto (Jap, ein Mexikaner) sowie meine Wenigkeit haben dann beschlossen von nun an jeden Freitag auf den Markt zu gehen und nur noch dort einzukaufen.
Berto war bereits anfang der Woche angekommen nur hab ich davon noch gar nix erzählen können weil ich da noch mit Schnupfen und Stress zu kämpfen hatte. Dienstag Abend waren wir mit Jeronimo, Fabienne, Nicolas (Jeronimo's Kumpel aus der Schweiz, der wie jeder zweite hier Internationale Beziehungen studiert), den zwei Mitbewohnerinnen von Jeronimo sowie Brian, Fiach und noch nem Österreicher und Emil dem Dänen zum Abendessen im Soulfood gleich hier um die Ecke. Ich glaub so viel und so gut hab ich seit Wochen nicht gegessen und nachdem ich unglaubliche Mengen an Rippchen und Hühnchen und anderen Kostbarkeiten aus Fleisch verdrückt hatte, hat es gerade mal 13 Dollar pro person gekostet. Das geht schon für 2 riesige Vierer-BBQ Platten. Wer auch immer mich besuchen kommt kann sich schon drauf einstellen dort hingeschliffen zu werden.
Montag und Dienstag Nacht hat Nicolas bei uns übernachtet weil Jeronimo's Mitbewohner der ständigen Schlafgäste überdrüssig wurden, daher hab ich meist einen Großteil des Abends verquatscht und meinen Unikram schleifen lassen, dies hatte zur Folge dass ich dann Mittwoch und vor allem Donenrstag richtig Stress hatte, nun aber immerhin ein Midterm Exam spielerisch einfach hinter mich gebracht habe, wiedermal in letzter Minute mein Computerkurs Projekt fertig gestellt habe, und ausserdem noch Zeitungsartikel für meinen Journalismuskurs unter Hochdruck schreiben musste. Langsam zeigt sich, dass meinem journalistischen Talent eben doch ein paar Schranken aufgezwungen werden da mir teilweise das Fachvokabular fehlt um bestimmte Themen sprachlich gut abzuhandeln, doch auch dies ist wohl nur eine Frage der Zeit und die Herausforderung als einziger Nicht-Muttersprachler in dem Kurs vorne mit dabei zu sein ist schon ganz reizend. Immerhin bedeutet das, dass es ein ganz paar Nulpen gibt die schlechter auf Englisch Nachrichten schreiben können als ich und das obwohl sie hier aufgewachsen sind.
Nachdem ich dann den gesamten gestrigen Tag Kopfschmerzen hatte und von einer Hektik in die nächste gestürzt bin, sind wir dann nach dem Training noch mit Berto und Jen im Sunset Grill gewesen, das is ne Kneipe in der es doch tatsächlich hunderte Sorten an Bier gibt, selbst richtiges deutsches, tschechisches und überhaupt europäisches. Natürlich auch Unmengen Amerikanische Sorten aber da auch dieses Etablissement bereits um 2 schließen muss kann man die nicht wirklich alle probieren.
So waren wir dann auch um dies Zeit wieder zuhause und haben noch etwa bis 3 gequatscht, dann bin ich heute mit Muskelkater (endlich wieder) um 12 aufgewacht.
Und heut abend gehts zu Jeronimo, Fabienne fliegt morgen nach Hause also gibts ne Art Abschluss Party. Ansonsten is noch nicht viel passiert heute aber das ändert sich hoffentlich bald. Bilder vom BBQ etc folgen in Kürze.
best,
k