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Saturday, August 13, 2016

Minneapolis - Wochenende mit Gilda

Trotzdem der Wochenendausflug in den soeben erst verlassenen Mittleren Westen nun schon über 2 Monate her ist, lohnt sich doch ein kurzer Blick zurück um die noch immer frischen Eindrücke eines besonderen Opernbesuches noch einmal aufleben zu lassen. Für die meisten verbindet sich ein Oper mit Gedanken an die Grosseltern oder einer Art Pflicht, die wie das Zähneputzen und wöchentliche Rasieren hingenommen wird, wenn sie sich nicht vermeiden lässt. Ganz anders verhält es sich wenn die Oper von einer Gruppe Gleichaltriger produziert und gesungen wird und in einem kleinen Theater vor einem Publikum aufgeführt wird, das bisher weder Sauerstoffflaschen noch Rollstühle braucht - der eigenen Generation. 
 Weiterhin hilft auch wenn man eine persönliche Verbindung zu Gilda hat, die im Verlauf der Rigoletto Produktion im Scheinwerferlicht verführt, verschleppt, vergewaltigt und ums Leben gebracht wird. Die Aufführung war so erfolgreich, das selbst die Schwierigeltern aus dem Wilden Westen einflogen, und die mögen zwar Musik, aber nicht unbedingt Oper.

Saturday, February 06, 2016

Letzter Herbst in Michigan

Nach langer Funkstille gibt es wohl so einiges nachzuholen, auch wenn man davon noch im Oktober/November nichts hätte ahnen können. Der Herbst verlief aus damaliger Sicht ohne grössere Erlebnisse, es fand  das verwöhnte Auge hinter der Kameralinse kaum etwas Berichtenswertes. Fassen wir also die kleinen Höhepunkte zusammen, vielleicht findet sie ja der objektive Betrachter etwas dabei.
Anfang Herbst mit de Tretboot auf dem Huron River in Ann Arbor, der Ausflug sollte eigentlich die Laubfärbung dokumentieren und fand außerdem am späten Nachmittag statt - eine Besonderheit während der Woche, denn wer hat schon vor 6 oder 7 Zeit zum Tretbootfahren? 

Saturday, December 27, 2014

Feiertage

Mit dem regnerischen Wetter im Spaetnovember und Dezember spielen sich auch die Hauptakitivitaeten drinnen ab. Wie jesdes Jahr zur Vorweihnachtszeit zog es uns auch wieder in die Oper, diemal fuer einen Bruchteil des normalen Eintrittes und dafuer den besten Plaetzen - Student muss man eben sein. 

Madama Butterfly in der Detroit Opera, erste Reihe auf dem Balkon zum Studententarif lohnt sich.

Sunday, August 10, 2014

Minnesota Fringe Festival- 3 Weeks in the Twin Cities


Every summer around the beginning of August, Minneapolis (one of the Twin Cities) hosts the Minnesota Fringe Festival. This year, the Fringe Fest had 169 shows in 19 theaters being performed throughout Minneapolis. Each show is picked at random on a first come, first served basis. This year, my friend Basil entered his opera "The Frat Party" into the Fringe lottery. It was chosen, and was the only opera out of 169 shows (most shows are straight theatre or musicals). Basil asked if I would be the musical director for the opera and also play the role of Fiona. I agreed, flew to Minneapolis and in my spare time, took just a few photos of some of the experiences I had in the Twin Cities:

Even though I had to spend time in the Downtown Branch of the Hennepin County Library, I was at least able to enjoy the nice view.

Inside the library

Almost everyday I went on a bike ride with a Nice Ride bike.  I used it for work, leisure and/or exercise. Super convenient. Super awesome. 

One of my favorite rides was going around Lake of the Isles. Downtown Minneapolis can be seen in the background.

Minneapolis by night. This photo was taken from the Guthrie Theater.

The Mississippi River at night. This photo was also taken from the Guthrie.

Fireworks over the Mississippi River.

 
The Mississippi by day


A view of the Mill City Museum from the rear.
 
Old mill ruins along the Mississippi.

 
 A trip to the Twin Cities isn't complete without a trip to Mall of America.
 
 The craziness that is in the center of Mall of America.

  Of course not everything in Minneapolis was fun and leisurely. Much hard work went into the performances. This is a performer's view of the stage on which we performed, which was in the Stoll Thrust Theater in the Rarig Center at University of Minnesota.

 
Fun with Miryana, our accompanist, before one of our shows.
 

Amanda waiting in the back stage before being called to places.
*For some photos of the cast, click here.

Though I consider participating in the Fringe Festival a good learning experience, my favorite part of Minneapolis was meeting and working with some wonderful new people and great old friends, including Victoria and Alpay. I had great time catching up with them, and of course, hanging out at their pool! Good times in the Midwest (which I didn't think could exist!).

Best,
Jennifer


Saturday, February 19, 2011

Urlaub zu hause (Nachtraege II) - Bilder da

Normalerweise hatte ich mir, streng genommen, in den Kopf gesetzt nicht ueber zu hause zu schreiben. Da sich nun aber im letzten Jahr die Verhaeltnisse (mit meiner Hilfe) auf den Kopf gestellt haben und zuhause zur Zeit  nur noch auf Reisen oder im Urlaub statt findet und ich ueber selbige(n) ja wohl schreiben muss, stehe ich vor dem Dilemma entweder nicht ueber den Urlaub zu schreiben oder mit der Tradition nicht ueber zuhause zu schreiben zu brechen und/oder mir den Kopf zu zerbrechen ueber was es sic ueberhaupt zu scheiben lohnt. Bevor nun aber der/die Leser(in) nun ueber den Satzbau bricht, oder mich zum sorgfaeltigeren Umgang mit der deutschen Sprache ermahnen muss sei folgender Kompromiss in den Raum gestellt:

Ich vermeide kompromittierende Bilder ehemaliger Erziehungsberechtigter, nutzloses Palaver (bei genauen Hinsehen hab ich dagegen wohl schon verstossen) und Details aus dem haeusslichen Leben (geht die Damen und Herren der Homeland Security auch nichts an). Dafuer versuche ich mich zu erinnern, wie es sich anfuehlt Urlaub in Deutschland zu machen.

Um es denen mit etwas kuerzerer Aufmerksameitsspanne (alters oder twitterbedingt) zu erleichtern sei die Erkenntnis schon mal an den Anfang gestellt; es war eine willkommene und erstrebenswerte Abwechslung mal wieder zu hause zu sein, und darueber hinaus in Europa, besonders in Anbetracht der Tatsache dass mir dieses Vergnuegen ueber die letzten 11,5 Monate verwehrt geblieben war.

So kommt es, dass die Welt ploetzlich ein wenig anders aussieht. Die alten, engen Staedte in Deutschland, stellvertretend fuer Europa so einiges an Reiz gewinnen, die Ordnung, Sauberkeit, Muelltrennng, Gruendlichkeit, fast voellige Unterbindung des rechts Ueberholens, Effizienz, der nichtbestehende gesellschaftliche Zwang 20% Trinkgeld zu geben, Autos die nicht aller 3h betankt werden muessen, ueber die man ohne sich auf eine Leiter zu stellen hinwegsehen kann, um den schneller als Schrittempo fahrenden Verkehr auch hinter parkenden Auto sehen zu koennen, Autos die auf Kopfsteinpflasterstrassen parken und fahren, auch wenn es ganz enge sind da sie dort auch hindurchpassen ohne rechts und links die Haeuser mitzureisen, welche natuerlich da aus Stein gebaut auch nicht einfach mitgerissen werden koennten, weder von Autos noch von Wind oder Sturm. Ueberhaupt, so richtig Sturm gibt es gar nicht in Deutschland und Europa, der kommt gar nicht hier her und verschwendet seine Kraft, bleibt lieber in Amerika und blaesst die Trockenbauwaende weg, und die Kartenhaeuser, da kommt er wenigstens in Fernsehen. Besonders zu FOX News mit der staendig wehenden amerikanischen Flagge im Hintergrund, die darueber wegtaeuschen soll (und kann) dass  in den Nachrichten heir nie ueber irgendetwas substanzielleres als College Sports berichtet wird, internationale Berichterstattung ausser in der New York Times entweder nicht stattfindet oder auf amerikanische Kriegsgeschehnisse reduziert bleibt und die Berichterstattung ueber die Demokratiebestrebungen in Aegypten schon daran scheitert, dass ein bereits genannter TV Sender den Zuschauern eine Landkarte zeigt auf der Aqypten im Iran liegt.
Das soll nicht heissen, dass in Deutschland alles besser waere, ein Abend im Hotelzimmer reicht schon aus um zu sehen, dass es ausser Dschungelcamp Idiotismus und des weiterhin zur besten Sendezeit vorherschenden Zwanges mindestens 5-7 Hitlerdokumentationen an einem Wochentag zu zeigen wirklich ncihts sehenswertes gibt, dass man sich nicht auch in der englischen Originalfassung anschauen koennte bzw. schon zu oft getan hat um auch nur laenger als 3 Sekunden auf dem program zu verweilen. Bleibt nur noch eine aufheiternde Dokumemntation ueber das bevorstehende Ende der Welt, vorhrgerufen durch in den USA weiterhin oeffntlich geleugnete globale Erwaermung und damit verbundene Naturkatastrophen.
Aber man muss ja nicht fernsehen, es sei denn es kommt Football aber der wurde ja in Deutschland wieder ausgerottet (danke, Premiere etc). Da bleibt einem wenigstens der Gang in die Kneipe, zum Beispiel in Mainz, um dann dort fuer 2,80 ein Glas Wein zu trinken dass mich in Michigan 12 Dollar kosten wurde, bzw nicht zu haben ist. Oder ein Bier, dass weder so hopfig ist dass es mir aus dem Hals staubt noch durch Zugabe exotischer Zutaten das Trinken erschwerende Geschmaecker nach Schokolade, Kaffee, Himbeeren, Holz, Erde, Kuerbis oder Erdbeertorte auf die Zunge kleistert, die den Gedanken an ein weiteres Gebraeu recht schnell abwuergen.
Nein, ein ganz einfaches Bier kauft man sich hier, das ist billiger als Wasser (eigentlich auch ein Hohn).
Oder man geht Skifahren im Gebirge, eigentlich nichts besonderes da zumindest zuhause eine Selbstverstaendlichkeit. Wie exotisch das eigentlich ist wird einem erst in Michigan bewusst. Zum einen muss man sich auf einen Goldplatz begeben um Ski zu fahren oder in einen Metro- oder State Park, indem man dann von Leuten, die weder Ahnung noch Lust haben, Ski ausleihen kann, mit denen man dann auf immerhin gut gekennzeichneten Wegen geradeaus bzw. im Kreis laufen darf, denn Berge gibts es hier keine. Aber dazu ein anderes Mal.
Bleiben wir beim Skifahren im Gebirge zuhause, in sauberer Luft, umgeben von Leuten die wissen wie man Ski laeuft, es vielleicht sogar ein wenig uebertreiben, dafuer ist man kostenlos am Start und muss nicht nach einem eingezaeunten Waldstueck in der suburbanen Mittelklassenwueste von Suedost Michigan suchen.
Dazu kommt in Deutschland die inzwischen vermisste Kultur, die Semperoper in Dresden, der tausendjaehrige Dom in Mainz, direkt beim Gutenbergmuseum, Gutenberg selbst, ein Weihnachtsfest bei dem ich mich weder durch Werbung noch sonstige Einfluesse rational oder emotional dazu genoetigt fuehle Jennifer oder meiner Famile ein Auto zu kaufen oder ein paar Diamanten, auf Kredit natuerlich, guenstig finanziert. Dafuer gibt es Heiligabend und dazu noch zwei Weihnachtsfeiertage, an denen man richtiges, selbstgemachtes Essen bekommt.
Eigentlich alles perfekt, wenn nicht 2 Wochen Weihnachtsferien ein ganzes verpasstes Jahr ersetzen muessten was dann dazu fuerht das eigentlich noch mehr Stress ensteht als sein muesste, man abwechselnd in mehreren Orten gleichzeitig ist und sowieso keine Zeit hat fuer irgendwas. Besuche bei Famile kann man daher an einer Hand abzaehlen, bei Freunden an einem Finger und bei weniger gluecklichen ist es ganz ausgefallen.
Ein bisschen schade eigentlich, hinterlaesst es doch den bitteren Nachgeschmack nichts richtig gemacht zu haben, dafuer alle zur Haelfte und trotzdem jedem zur Last gefallen zu sein.
Ob sich dies allerdings so einfach aendern laesst solange meine Urlaubszeit so begrenzt ist wie sie ist und einen die Arbeit zur Planungsunfaehigkeit knebelt ist die nachste Frage. Immerhin fanden sich so einige Ansatzpunkte doch baldigst wiederzukommen, um unter anderem den Rheine in wenig mehr zu erkunden, zum Beispiel mit dem Fahrrad, mit Jennifer vielleicht sogar eine etwas ausgedehntere Reise zu unternehmen, ein paar Burgen, Staedte, Weinberge etc anzusteuern und ueberhaupt all diese europaeischen Dinge zu tun die einem hier fehlen… ueber Kopfsteinpflaster zu spazieren, an einer mittelalterlichen Stadtmauer entlang, roemische Burganlagen zu sehen, Museen mit echten, alten Fundstuecken, Opern, Buchlaeden in denen einem nicht der eReader direkt beim Hereinlaufen schon in die Arme geschmissen wird, und in denen man sich traut auch intelektuell anspruchsvollere, ‘richtige Literatur’ ins Schaufenster zu stellen, Sachbuecher zu verkaufen die nicht nur von fanatischen Spinnern geschrieben werde, die die “Verbrechen” und “Skandale” der gerade aktuellen Regierung entbloessen, sondern sich auch mit relevanten Themen auseinandersetzen. (Der aufmerksame Leser mag einwerfen dass in Deutschland die meisten Sachbuecher die gleichen Themen behandeln wie die Dokumentationen im Abendprogramm aber darueber sei hier mal hinweggesehen).
Bevor ich mich dann in noch weitere Widersprueche verstricke hier ein paar Bilder zur wertfreien Illustration.

Weihnachtsmarkt in Mainz

Oybin Bergkirche

Weihnachtsbild


Echte Kerze am Baum


Jennifer bezeichnet den Winterurlaub auch gerne als Trainingslager/Bootcamp


Einer der Gruende dafuer lag an den mitunter anspruchsvollen Skiwanderungen


Skiwanderung - diesmal ohne Klettern


So geht's doch auch...


Postkartenwetter


Auf zum naechsten Skitrip


Zur Abwechslung wurde auch mal gewandert


Gipfelbesteigung Lausche


Neujahrskoeche

Neuigkeiten


Konzertabend


Saengerin im Publikum


Vorfruehling Mainz

Germania

Rheinflut in Ruedesheim vom Weinberg aus gesehen


best,
-k