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Monday, September 24, 2012

Herbstwanderausflug I

Nachdem nun schon der Sommer ohne irgendeinen groesseren Urlaub fast ereignislos vorbei zog, hatten wir zumindest noch ein Reiseziel bevor sich der der Herbst und die kühle Jahreszeit auch hier wieder einnistet. Zum Jahreszeitenwechsel ging es auf zum Wochenendausflug, der mit nur 1,000 Meilen Autofahrt auf 25 Wandermeilen und zwei Übernachtungen am oberen Ende der Welt Michigan's zwar statistisch nach Benzinverschwendung klingt, sich aber doch ordentlich gelohnt hat.
Das sich der Ausflug diesmal tatsächlich gelohnt zu haben scheint mag am fortgeschrittenen Lebensalter der Hauptakteure zu liegen, die sich diesmal sogar im Voraus eine Unterkunft gebucht hatten (eine Woche vorher!), Verpflegung einpackten (Jennifer's Alleininitiative) und recht genau geplant hatten wo, wann und wieviel gewandert wird (dem Autoren unterliefen dabei nur geringe Entfernungsunterschaetzungen). Das einzige was dem Gelingen der Reise nun noch entgegen stand war das Auto (Reparaturbedarf) sowie die Wettervorhersage (Wolken, Kälte, Regen, Sturm). Gut gelaunt starteten wir damit Freitag morgens um 7 bei Sonnenschein dem Schweinewetter entgegen. Selbiges trafen wir dann rechtzeitig bei der Brückenüberquerung in den Norden Michigans.

Überquerung der Mackinacbruecke in den wilden Norden Michigans, in dem es keine einzige Stadt gibt den Namen verdient, die Bevölkerung verstreut im Wald lebt und man nachts sogar die Sterne sieht (falls die Wolken es zulassen)


Erster Stopp nach knapp ueber 6 Stunden Fahrzeit - Tahquamenon Falls State Park
Im Bild die Unteren Fälle (Kaskaden), Ausgangspunkt eines 4 Meilen Wanderweges entlang des Flusses zu den Oberen Fällen.

Pünktlich zum Wanderbeginn endet auch der Regen und die Sonne zeigt sich fuers Foto


Die Laubfaerbung hat hier zumindest schon an einzelnen Stellen begonnen

Blick auf den Tahquamenon Fluss, weit angenehmer anzusehen als auszusprechen

Biberspuren, näher sind wir den Tieren trotz krampfhafter Suche aber nicht gekommen, mag teilweise daran liegen dass sie nachtaktiv sind.

Die Oberen Fälle, der bekannteste Wasserfall Michigans erinnert ein bisschen an die Niagara Falls, oder zumindest daran wie man sich die Niagara Falls vorstellt, so ganz ohne Hotel, Kasino und Autobahn. So geht's doch auch, sind zwar nur 15m hoch sehen dafür aber besser aus.

Rückweg zum Auto - plötzlich werden die 4 Meilen immer länger, besonders wenn man alles zum zweiten Mal sieht.

Endlich Pilze - davon gab es so viele im Park dass sich das Einsammeln gelohnt hätte, besonders da diese den europäischen aehnlich genug sehen um essbar zu sein.


Nach knappen 5h spazieren gehen und der erfolgreichen Rückkehr zum Ausgangspunkt standen noch knapp 2 Stunden Fahrt an bis zum Uebernachtungsziel, wenigstens das Wetter hielt jedoch aus. 


best,
-k

Monday, November 17, 2008

Biberjagd in Ipswich (nun ohne ie)

ist eine feine Sache, zumal die Jagd in dem geschützen Areal natürlich auf das erhaschen eines Bildes der vielen nur aus Trickfilmen bekannten Nagetiere beschränkt war. Um diesem Eintrag jede unverdiente Spannung zu nehmen sei gleich hier am Anfang verkündet, dass ich keinen Bieber gesehen habe. Und daher gibts auch keine Bilder von den seltenen Pelzlieferanten.
Trotz allem war der spätherbstliche Ausflug in die kleine Naturschutzanlage eine Stunde nördlich von Bosten die Anfahrt wert und bot Gelegenheit dem Stadtleben zumindest für kurze Zeit den Rücken zu kehren. Der ursprünglich der Begutachtung des berühmten Indian Summer in New England gewidmete Ausflug wurde aufgrund der doch schon fortgeschrittenen Jahreszeit den Erwartungen nicht mehr wirklich gerecht, da eben doch auch hier die meisten Laubbäume bereits kahl sind. Dafür bot die von einer Naturschutzgesellschaft gehütete Anlage die Gelegenheit die Nordamerikanische Natur ein wenig besser kennen zu lernen, verschlungene Pfade führten durch die Wälder und über lange Holzstege und Brücken ging es durch sumpfige Marschlandschaften entlang von Wasserläufen und Seen, dem Heimatgebiet der zumindest an diesem Tag unsichtbaren Biber.
Hauptaugenmerk der Anlage schien die Erhaltung natürlicher Vogelsbestände zu sein, und so kam es, dass wir die meiste Zeit von teilweise an die Besucher gewöhnten Vögeln begleitet wurden, die einem mit etwas Geduld in ihrer Zutraulichkeit doch glatt aus der Hand fraßen. Trotz wolkenüberhangenem Himmel zeigten sich jedoch einige andere Waldbewohner, unter anderem Blue Jays, Chipmunks, die hier deutlich größeren Rehe (Hirsche?) und eine Vielzahl kleiner Vogelarten.
Zu verdanken ist die Planung der "Wanderung" den redaktion des Boston Globe, die ihren Lesern ständig neue Wander-, Ausflugs- und Wochenendtipps mit auf den Weg gibt. Da das Interesse nun einmal geweckt ist, steht weiteren Ausflügen in die "Wildnis" der zahlreichen Schutzgebiete entlang der Küste von Massachusetts eigentlich nichts mehr im Weg, zu entdecken gibts es auf jeden Fall noch viel.
Laubfärbung in Ipswich, MA

Eindeutige Biberspuren
Piepmatzfütterung im Sumpfland
Glücklicherweise hat Jennifer immer Nüsse und Mandeln einstecken
"Aussichtsturm über See mit Vogel auf nackter Hand"Hölzerne Stege fühen vorbei an Biberdämmen und der rauhen, teilweise kahlen Seenlandschaft und den letzten romantischen Farbtupfern des ausklingenden Herbstes