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Thursday, November 27, 2014

Guten Morgen, Malibu (Strandspaziergang)

Etwa eine halbe Stunde westlich vom Griffith Observatory macht der Interstate 10 eine scharfe 90 Grad Kurve und hört gleichzeitig auf ein Interstate zu sein. Das tut er um nicht geradeaus in den Pazifik zu fallen. Kommt man einmal um diese Kurve herum ist das Moloch der Millionenstadt vergessen, der abrupt endende Freeway spuckt einen durch eine Art Tunnel direkt in Santa Monica aus und man fühlt sich ein wenig wie ein Stück Treibholz das nach langer Reise am Strand angespült wird. Der Strand in Santa Monica erstreckt sich einige Meilen entlang des Highway 1 in Richtung Norden. Der Highway selbst verengt sich noch einmal und man passiert das Ende des Sunset Boulevard, dann windet er sich entlang der Pazifikküste in Richtung Malibu vorbei an sonnenverwoehnten Villen und gelegentlich einer Gruppe sonnengebraeunter Radsportler. Nur 30 Minuten nördlich von hier liegen die etwas entlegeneren Straende L.A.s die um diese Zeit noch voellig menschenleer sind. Nur ein vereinzelter Jogger, mit und ohne Hund, und auch die ersten Surfer zeigen sich nun und waermen sich in der Morgensonne. 

Der Pazifik liegt spiegelglatt und verführerisch still vor einem

Langsam rollende Wellen strecken sich am Strand aus und raekeln sich in der Sonne. Ganz unverhofft ueberschlagen sie sich dabei und erzeugen einen Kanonenschlag der die Stille zerreist. 

Obwohl es nicht windig ist sprüht ein weißer Nebel von den sich brechenden Wellen und ein kleiner Regenbogen schimmert in der Morgensonne.

Die Sonne trocknet die bereits versalzten Hosen

Zuma Beach und der benchabarte Point Dume State Beach dienten oft als Drehort zahlreicher Filme und Serien und zaehlen zu de besten Straenden im Grossraum L.A.

Pelikane und auch vereinzelte Robben fischen hier ungestört nach ihrem Fruehstueck

Blick nach Norden

Kurz nach 9, Zeit zur Abreise. In Michigan schneit es.

best,
-k

Saturday, November 22, 2014

Guten Morgen, L.A.

Ein Kurzausflug an die Westkueste erlaubte es Pflichten mit einem Abstecher nach L.A. zu verbinden um dort nicht nur etwas zwingend noetige Sonne zu tanken, einzukaufen, und mit dem Mietwagen durch die Grossstadt zu wuergen, sondern auch auf einer Hochzeit zu tanzen erscheinen.

Zwischenstopp an der Stanford University

15. November, 25 Grad. 
Da schmeckt selbst das Fastfood bei Del Taco in Valencia, CA

Hochzeitsbild mit Familie des Bräutigams

Damit auch jeder weiss wo man sitzt

Gegen 6:30 am Griffith Observatory im gleichnamigen Park. 
Die Anfahrt auf dem 6 spurigen Interstate war erstaunlich entspannt und die letzten Meilen schleicht man durch die verträumten Villenviertel bis zum Parkplatz. Im Radio spielt man Sonntagmorgens Swing, von Glenn Miller ueber Sinatra und passend zum Sonnenaufgang dann "Good Morning". 

Blick in die Hollywood Hills. Hier trifft man morgens nicht nur Fotografen sondern auch einige Fruehsportler die sich zu Fuss oder auch mit dem Fahrrad die Serpentinenstraße hinauf quaehlen. Oben angekommen genniesst man den besten Blick auf die Stadt oder folgt einem der zahlreichen Wanderwegen tiefer in die Natur.


Das Griffith Observatory mal ganz ohne Touristenhorden

Neben der Aussicht und seiner eigenlichen Funktion ist das Obersvatorium vor allem als Filmkulisse bekannt 

Noch haengt der Morgennebel ueber dem Haeusermeer der Stadt. Wenn man von hier aus 40 Minuten geradeaus fahert ist man am Strand, zumindest wenn es der Verkehr zulaesst.

So schwer es auch faellt sich los zu reisen, die naechste Station liegt eine knappe Fahrstunde entfernt.

best,
k


Friday, April 06, 2012

Krueckstock und Mickey Maus


Dem diesjaehrigen Trip an die Westkueste konnten weder die durch die Decke schiessenden Zahnarztkosten, ein verstauchter Knoechel, Kruecken, ein gebrochener Fuss, zu viel Arbeit, Ochsen oder Esel in seinem Lauf aufhalten. Und so fand er dann statt, beinnend mit einem recht unbequemen Flug ueber die Mormonenstadt Salt Lake City nach Sacramento. Dort empfing einen der Regen, selbiger verwandelte sich bei der Fahrt ueber die Sierras dann in Schnee und wurde nur mit etwas Glueck und dem Vierradantrieb des schwiegermuetterlichen Trucks ueberwunden. Aus Platzmangel fuhr das Gepaeck in Muellsaecke gehuellt auf der Ladeflaeche mit. Den sich rechts und links auftuermenden Schnee ignorierte der Moechtegernskifahrer und Teilzeitkrueppel mit Traenen in den Augen. Die verwunschenen Langlaufski wurden doch am selben Morgen mit groesster Selbstbeherrschung und vor Wut zitternden Haenden im Schrank versenkt. Der Sportler hatte vor dem Schneemangel kapituliert, und sich sicherheitshalber beim Volleyball den Fuss zerstoert. Nur um sicher zu gehen, dass die Skisaison auch wirklich vorbei ist und nicht kuenstlich mit Gebirgsausfluegen aus zweieinhalbtausend Meter verlaengert werden kann... Mit der Ueberwindung des Gebirges schwand dann auch die Enttaeuschung, in der trockenen Hochwueste kommt man schnell auf andere Gedanken. Dazu gehoerte ein Ausflug in die Geisterstadt Bodie, die nun im dritten Anlauf endlich besucht werden sollte und versprach die schlechte Laune zu vertreiben. Das haette auch wunderbar geklappt, wenn nicht die einzige Zugangsstrasse wegen SCHNEE geschlossen gewesen waere.

Mit dem Hund spazieren gehen in Nevada

Hilflos in der Hochwueste Nevadas am Stacheldrahtzaun der Kupfermine zurueckgelassen, nicht der erste der hier in der Sonne verendete. Man beachte wie sich der Astronautenmondstiefel und die Mistkruecken der Landschaft anpassen. Am liebsten haette ich die gleich dort gelassen.

Zum Fuss kuehlen am Lake Topaz, unweit von Gardnerville, NV

Osterhasensichtung - da hilft auch das Versteckspiel hinter den verdorrten Grasshalmen nichts

Das Capitol in Carson City hat eine Silberkuppel, denn davon gab es hier mal genug

Auf indianischem Land am Pyramid Lake, noch ein See in der Wueste, dieser gehoert den Paiute Indianern die dort auch ein Musuem haben.

Sonnenaufgang bei Jennifer's Tante im fruehlingsfrischen Garten

Krueppelfuss am See, diesmal Mono Lake

Der See ist bekannt fuer seine Tufa (Tuff) Gebilde, ein Mineralgemisch das sich mondlandschaftsartig im See gebildet hat und dann durch das Absenken des Wasserpegels (Kalifornien hat die Zulaeufe abgezapft) frei gelegt wurde. Inzwischen steigt der Wasserpegel wieder.

Walt Disney und die Maus

Flussdampfer fuer Disneytouristen die noch nicht im Sueden waren. Die Kruecken waren zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr dabei.

Achterbahn Magic Mountain - obwohl viele der originalen Disney-Achterbahnen bei weitem nicht so spektakulaer sind wie anderswo, wurden sie doch mit viel Liebe zum Detail gebaut. Viele der Bahnen fuehren durch Tunnel und Hoehlen in denen man sehr detailliert die Disney Helden und Boesewichte in Aktion sieht. Dafuer steht man dann aber auch mal ueber eine Stunde an, und das auch noch klaglos - es sein denn man hat einen gebrochenen Fuss.

Der benachbarte California Adventure Park wird auch vom Disney Logo gepraegt, allerdings gibt es hier auch 'gewoehnliche' Achterbahnen wie man sie kennt. Um den Tag auch intensiv nutzen zu koennen, bleibt Disneyland bis Mitternacht geoffnet. So kam es, dass wir locker mal eben ueber 13h durch den Park marschieren konnten, davon verbrachten wir allerdings gefuehlte 10h mit Anstehen. 

Das Getty Museum in LA

ist nicht nur fuer seine Kunstsammlung sondern auch fuer seine Architektur bekannt 

und darueber hinaus fuer die Aussicht. An einem smogfreien Tag, zum Beispiel nach einem Regen, sieht man von hier das sonst voellig im Dunst verborgene Downtown (hinten links). Das Haeusermeer dazwischen ist LA, oder zumindest ein kleiner Teil davon. Wenn man in Anaheim losfaehrt ist man mal eben 50 Meilen auf der Autobahn unterwegs um bis zum Getty zu kommen, aber aus LA raus ist man da noch immer nicht.


Straende gibt es natuerlich auch, besonders in Malibu. nochmal 30 Meilen weiter noerdlich auf dem Highway 1 findet man mit etwas Glueck El Matador Beach, einen der schoensten Straende in LA. Man muss dann nur noch auf Treppen und Trampelpfaden 50 Meter Steilhang herunterklettern und schon ist man da. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Stiefel verbannt, der hilft beim Klettern naemlich auch nicht.

El Matador gilt als Fotografen Strand und wurde waehrend unseres Besuches fuer Aufnahmen zur Verlobung, Schwangerschaft, Studentenprojekten, Bikinikatalogen, etc. genutzt.

Und wer beim Fotografieren nicht aufpasst, den erwischt auch mal schnell eine Welle, die schmissen sich naemlich mit gewitterartigem Grollen gegen die Felsbrocken.


Und dann ging die Sonne auch schon unter und der Urlaub neigte sich dem Ende zu.


best,
-k

Monday, March 17, 2008

Sommer, Lakeshow, Wueste, Kueste


bill's pony

emerald bay, lake tahoe

wueste

friedhof des jap. internment camps

red rock canyon

warm ist es meistens in suedkalifornien. Daher hab ich mich auch gefreut endlich nach Sueden aufzubrechen und ein Sonnenstrahlen abzubekommen.
Bereits die Fahrt von Carson Valley nach LA, von der Hochwueste durch die Sierras bis letzendlich durch die Mohavie Wueste nach LA war angenehm warm und meist schneefrei. Selbiger zwang uns zwar den geplanten Abstecher in die Geisterstadt Bodie und das Ufer des Lake Mono ausfallen zu lassen, jedoch wurde dies durch erkundungstouren im ehemaligen (und nun fast voellig verschwundenen) Japanischen Internment Camp mitten in der trockenen Einoede der Wueste sowie einer kleinen Tour durch den landschaftlich erstaunlichen Red Rock Canyon wettgemacht. Alles in allem dauerte die fahrt mit Zwischenstops zum aussammeln von Lsavagestein, einem verblichenen Schlangenskelett sowie weiterer Schaetze der Wueste zwar knapp 11 Stunden, war aber dafuer kein bissschen langweilig.
In LA haben wir bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin Carolyn gewohnt, deren jetzige Mitbewohnerin uns gleich noch eine kostenlose Tour durch die Paramount Studios gegeben hat.
Das Studiogelaende beinhaltte unter anderem die Buerogebaeude des unabhaeningen Paranmount Vintage Studios, welches mit No Country for Old Men und There Will Be Blood bereits zahlreiche Oscars einkassiert hat. Ausserdem gibt es im Studiogelaende eine Miniaturvariante Newq Yorks und Chicagos, in deren Strassen und Parks unter anderem Fruehstueck bei Tiffany's und Cloverfield gedreht wurden. Carloyn's Mitbewohnerin Rachel arbeitet in einem der vielen grossen Drehhallen, in denen zum Beispiel Dr. Phil (ja, ich weiss, dass die Show Bloedsinn ist) produziert wird.
Am abend dann lud Kobe zur Lakeshow im hell erleuchteten Staples Center ein, und verleitete uns mit einer Serie von Dreiern zu Beginn des ersten Viertels bereis dazu ueber einen neuerlichen Punkterekord gegen die tapferen, jedoch ueberforderten Raptors zu spekulieren. Letzendlich beschraenkte er sich dann auf 34 Pkte, 7 Reb, 7 Ast und 4 Stl, einer fuer den Neuling fast unscheinbar wirkenden Punkteausbeute, die jedoch voellig ausreichte um mich fuer die Dauer von 3 Stunden absolut gluecklich zu machen und mit dem Gewissen nach hause zu gehen zu lassen, den unausweichlichen MVP der Saison 2007/08 in seiner zumindest auf dem Papier besten Saison spielen gesehen zu haben. Dass der seit Jahren beste Spieler auf dem Planeten bereits zweimal um diese Ehrung betrogen wurde steht ausser Frage und wird unter Fans und Experten noch in 10 Jahren fuer Diskussionen sorgen.
Wie dem auch sei, die Bilder sind gemacht, die Statistiken debattiert, das Spiel erlebt und beendet. Am tag eins nach der Kobeshow waren wir dann mit Carolyn in Malibu (ja genau, dort had der David Hasselhoff schon die Touristen gerettet) und spaeter zum Sonnenuntergang am Santa Monica Pier.
Tag zwei nach der Kobeshow fuhren verbrachten wir am malerischen Strand von La Jolla in San Diego, in dem es tatsaechlich schon Fruehsommer zu sein scheint. Der kuehle Wind und die kraeftige Sonne hinterliesen dann auch Spuren bei Carolyn und Jennifer, und das Essen in einem uns empfohlenen, angeblich guenstigen Fischrestaurant im Hafen San Diegos ein klaffendes Loch in meiner Geldboerse. Der geuebte Leser bemerkt an dieser Stelle die Ironie der Aussage und sollte sich fragen: war das jemals anders?).
Tag drei nach der Kobeshow fuehrte dann entlang der der vielbeschrieben, -besungen und -umdichteten Traumstrasse Kaliforniens von LA ueber Santa Barbara, vorbei am Protzpalast des ehemaligen Zeitungsmoguls William Rabdolph Hearst, durch die Gruenen Huegel entlang der alten spanischen Missionskirchen, durch das frueher von Clint Eastwood gebuergermeisterte Carmel, um die verschlungenen Serpentinen der Steilkueste am Big Sur (von Jack Kerouac im gleichnamigen Buch beschrieben) bis nach San Francisco. Die Daemmerung ereilte uns bereits kurz vor Monterey, dem aus vielen Steinbeckbuechern bekannten Fischeroertchen, und machte damit leider weitere grossartige Fotoerlebnisse zunichte. Damit blieb das letzte Kuestenstueck zumindest diesmal noch unbesichtigt und der etwas kuerzere und deutlich schnellere Highway 101 brachte uns dann in unser Quartier fuers Wochenende. Die Kilometeranzeige stand nun bereits wieder bei ueber 1,200 Meilen.

paramount studios, hollywood

LAKERS!!!

Kobeshow

Malibu mit Pelikanen

La Jolla, bei San Diego