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Saturday, February 16, 2013

Schnee und Regen in Januar


Kaum zurueck aus Europa schon geht's wieder auf den Golfplatz. Nach einem Fehlversuch in dunklen (die beleuchtete Loipe funktionierte nicht und der Schnee reflektiert nur dann das Mondlicht, wenn der Mond auch zu sehen ist...), verwandelte ein bissschen Tageslicht die verwirrend lange und kreuzgefaehrliche Loipe in eine gemuetliche Golfplatzrunde.

Immerhin bietet der Metropark sowohl Skating als auch Klassische Rundkurse und lockt damit auch die wenigen aktiven Langlauefer aus der Umgebung an. Der geplante Wettkampf am folgenden Wochenende fiel dann leider aus; das staneding zwischen warm und kalt pendelnde Wetter im Januar machte eine durchgehende Schneesaison bisher unmoeglich.

Unterhaltung an schneefreien Wochenenden braucht ein wenig mehr Fantasie und wurde nur durch zusammengesammelte Kuechenutensilien von der oertlichen Heilsarmee moeglich. Dafuer kostete das Set dann auch nur geschaetzte $7.


Wenn das der Vermieter wuesste, haette man sich wohl nicht so bemueht unseren Mietvertrag zu verlaengern.

Zwei Schaschlikspiesse und ein Apfelschneider ersetzen die Feuerzange. Der Zuxkerkegel ist importiert.

Lakers zu Besuch in Detroit am Super Bowl Sunday - auch ein Zeichen dass schon wieder ein Jahr vergangen ist. Der kurz unterm Dach gelegene Sitzplatz machte das Zusehen anstrengend und das fotografieren unmoeglich, immerhin haben wir diesmal nicht verloren, auch wenn es doch sehr danach aussah.

Stanley

Die Angst vor der Blamage steht dem Zuschauer noch deutlich ins Gesicht geschrieben.

Langlauf im Kensington Metropark - erster Bildbeweis dass Jennifer das Examen dann doch ueberlebt hat, und wie inzwischen bestaetigt wurde, sogar bestand.

Wilde Truthaehne in Kensington, ein zweiter Blick wurde durch Ski und Manoevrierunfaehigkeit des Fotographen erschwert.

Sandhill Crane, Kensington Metropark

Saturday, March 24, 2012

Vorfruehlingsaktivitaeten


Eigentlich hätten wir es besser wissen muessen, aber der lange Winter 2011 verleitete einen eben doch zu einigen Grossinvestitionen. Dazu gehörten neue Langlaufski, Stöcke und sogar Laufschuhe, sowie ein Satz Winterräder, eine in Amerika recht seltene Reifengattung, die man angeblich nur braucht wenn man in schneereichen Staaten wie Michigan lebt. Da man immer aus den Fehlern des Vorjahres lernen möchte, wurden also alle fehlenden Wintergeraete fuer 2012 besorgt und damit ein nahezu schneefreier Winter forciert. So ganz ohne Schnee sind die Freizeitaktivitaeten noch duenner gesät als sie das ohnehin sind. 

Eine der wenigen Abwechslungen im ereignislos ausklingendem Winter war ein Trip ins Palace, Spielhalle der Detroit Pistons. Wenn mir auch die Sportteams in Detroit mit recht grossem Abstand am Hintern vorbeigehen, bot sich bei den recht aermlichen Pistons eine Gelegenheit recht guenstig die Lakers spielen zu sehen, und das sollte doch wenigstens kurzfristig fuer gute Laune sorgen.  

Der einzige Grund sich ein Pistons Spiel anzuschauen ist Kobe Bryant.
Die Haelfte der anwesenden Besucher waren wohl aus dem gleichen Grund in der Halle, die lila-gold Trikots der Lakers Fans fuellten die Raenge der in dieser Saison erst zum 3. Mal ausverkauften Pistons.

Selbst die dummen deutschen in der Reihe hinter mir hatten innerhalb von 2 Minuten immerhin gemerkt, das der "Typ mit der Maske" es wohl "drauf hat". Ich bin noch immer der Meinung die Kommentare der Ahnungslosen verdarben das Spiel und fuehrten dazu das die Lakers dann irgendwie doch einen Weg fanden sich zu blamieren. Immerhin rettete #24 das sinkende Schiff noch bis in die Overtime und wuergte den Jubel der zunehmend lauter werdenden Pistons Fans mit einem Buzzer Beater ab. Aber das war's dann eben auch.

Einer der Kameramänner sass direkt vor mir und hatte damit den gleichen Blick auf das Spiel wie ich vom Balkon unter dem Dach.

Zum Jahrestag diesmal aus Geld und Zeitmangel kein Ausflug nach Florida, aber so ganz ohne Meeresfrüchte sollte der Tag trotzdem nicht verstreichen. Frische Austern aus dem Yuppie Laden, die die der Autor dann auch persönlich mit dem Austernmesser aufgeknackt, erdolcht und 'genossen' hat.

Die Protagonistin der nun 2 Jahre alten Ehe kümmerte sich um den Rest und versuchte ihr bestes den sonst grauen Arbeitstag zu retten. Nicht nur ein leckeres Frühstück gab es fuer mich, sondern auch ein teures Dinner bestehend aus gebackenem Weichkäse mit Datteln, Zitronenpaste mit Spargel und Heilbutt und den schon erwähnten Austern als Vorspeise. Nicht schlecht fuer einen Donnerstag.

Die waermer werdenden Wochenenden laden zunehmend zu Spaziergaengen ein, und diese sind hier wie erwaehnt oft nur in sog. Metroparks oder State Parks moeglich. Die Aufnahmen hier stammen aus dem etwa 40 min nördlich gelegenem "Indian Springs"Metro Park. Besonders herauszuheben ist der in diesem Bild noch völlig funktionstüchtige rechte Fuss. 

Neben einigen wilden Truthähnen zeigte sich ein offenbar fast blindes Opossum, das den heranschleichenden Kameramann zwar anschaute, aber nicht wirklich zu sehen schien und freundlich fuer Fotos posierte. 

Aehnlich ging es der Blindschleiche, auch die schien uns nicht sehen zu wollen.

best,
-k

Monday, June 21, 2010

Zur Sonnenwende

Sein nur kurz angemerkt, dass diese hier zwar als Sommeranfang bekannt ist, sonst aber nicht wirklich gefeiert wird. Bin aber trotzdem froh dass heute der laengste Tag im Jahr ist, auch wenn damit die Nacht wieder mal zu kurz kommt. Aber schlafen kann ich wenn ich alt bin, oder so. Jedenfalls komme ich durch die glueckliche Konstellation nun doch noch in den Genuss des Tageslichts, denn selbst frueh kurz nach 8 ist es schon hell, und dann um 8 wenn ich nach wiedermal verpassten Bus nach hause laufen muss (Jennifer arbeitet und ist mitsamt dem Auto verschwunden)hab ich wenigstens eine schwache Chance im Wettlauf mit der untergehenden Sonne noch etwas zu schwitzen bevor sich selbige nach oeffnen der Haustuer, dem sofortigen Abstreifen der Kleidung, Hinunterwuergen einer Tiefkuehlpizza und dem Endspurt an den verlassenen Pool dann doch geraderechtzeitig verabschiedet hat um die Moskitos herauszulocken -welche dann prompt die duennwandige Buerohaut durchbohren und das Schreiben dieses Blogs annaehrend unmoeglich machen. Bleibt dann wohl doch nur die Flucht ins nun nicht mehr von der Sonne gewaermte Wasser. Aber erstmal kommen noch ganz schnell die Bilder, sehnsuechtigst von allen erwartet. 


Einer unserer vielen lustigen Nachbarn


Der Spielplatz am Haus bereitet kleinen und grossen Kindern (das jung und alt bringt mir nur eine Ohrfeige ein...) auch zu fortgeschrittener Stunde viel Freude. 


Aussenansicht des Kapitalistencamps fuer untere Mittelschichtler und von Papi verwoehnte Collegekids die gerne auch lautstark darueber argumentieren ob sie das zum Collegeabschluss versprochene Auto nicht lieber gegen einen Europatrip eintauschen..oder auch beides haben koennen. 


Skyline.
Jup, das ist alles. 
Boston sieht.. ach lassen wir das.


Der Park von Ann Arbor, auch Arboretum genannt. 
Im Vordergrund,die von Jennifer heissgeliebte Sammlung verschiedenster Peonies (Pfingstrosen)



Von ganz nah sehen die recht spektakulaer aus...



oder auch so...


Und weil's so schoen ist hab ich in einem (kurzen) Anflug aus Nettigkeit dann tatsaechlich noch ein paar gekauft. Die Beschenkte war voellig Begeistert. So einfach ist das!


Der Huron, der wichtigste Fluss des kleinen Staedtchens, beliebt bei Anglern und Kanuten. Mitunter schwimmt auch mal jemand drin, aber si wirklich einladens sieht das auch nicht ueberall aus.
Dann schon lieber der Pool, auch wenn's inzwischen (22:03) doch schon langam dunkler wird. 

best,
-k

PS: Viele Gruesse und Alles Gute dem (noch) jungen Vater -Hermi- und seiner Familie, falls es noch einer nicht wusste wird es langsam Zeit ein paar Glueckwuensche zu senden :)


PPS: Bevor ich's vergesse: 
5-time NBA Champion and 2-time Finals MVP Kobe Bryant nach Spiel 7 der NBA Finals 2010 


The Black Mamba

Monday, June 15, 2009

KOBE

Ist der großartigste Sportler des Planeten

Kobe's Karriere in den letzten 13 Jahren ist zweifellos eine der herausragendsten Sportlergeschichten die jemals geschrieben wurden. Mit 17 in die NBA, mit 21 NBA Champion, mit 22 NBA Champion, mit 23 NBA Champion. Und dann der Absturz der keiner war, 7 frustrierende Jahre geprägt vom Kampf zurück an die Spitze. Als Alleinunterhalter belächelt, vom Hunger getrieben brach Kobe Rekorde und sammelte Scoring Titel, den längst überfälligen MVP und fast als Trostpreis, Olympisches Gold. Am Ende stand die Enttäuschung nach der Finalsklatsche in Boston im letzten Jahr und trieb ihn 4:30 am Morgen aus dem Haus und zum Training. Ganz allein, den ganzen Tag -vor und nach dem Teamtraining. Stundenlang allein in der Halle. Es mag 7 Jahre gedauert haben aber hier ist dein Lohn, Finals MVP, Champion -nun mit 30. Ganz nebenbei noch ein paar weitere Rekorde, ohne die es wohl auch nicht gegangen wäre: als erster Spieler in 40 Jahren 32.4 Punkte, 7.4 Assists im Schnitt pro Finals Spiel. Der letzte Spieler der das geschaff hat war Jerry West (nicht etwa MJ!) 1969, jener Jerry West der Kobe vor 13 Jahren direkt aus der High School in die NBA brachte. Er muss es geahnt haben.
Wie dem auch sei.
Alle die jemals einen Traum hatten sei Kobe's Geschichte ein Beispiel, zeigt sie doch, dass man alles erreichen kann wenn man nur hart genug dafür arbeitet. Und damit symbolisert Kobe vor allem eins, den wirklichen amerikanischen Traum.
Der oft totgesagte und von vielen vergeblich gesuchte amerikanische Traum lebt in und durch Kobe, mehr noch als in Obama.
Es ist vollbracht:



4 Titel für Kobe, 10 für Phil Jackson, 15 für die Lakers

Nocheinmal zum Miterleben



Einer der größten Momente der Sportgeschichte. Zweifellos.

Thursday, June 04, 2009

Blog mit nach Leserwunsch gewichteten Themen

Offenbar scheint das Interesse an Jennifer doch um einiges größer zu sein als an allen anderen Vorkommnissen, ausser besonderen Ereignissen. Haus, Garten und Boston scheinen auch gut anzukommen, die Frage ist hier ob ich tatsächlich soviel über Tomaten schreiben kann. Den Mangel an politischem Interesse finde ich zwar bedauerlich, angesichts der sich ausbreitenden Soft-News und Infotainment Kultur jedoch fast nachvollziehbar. Warum sich mit der Welt auseinandersetzen wenn uns doch täglich alles wichtige (ist das sarkastisch?) ganz bunt und leicht verdaulich über den Fernsehschirm flackert? Nun, wie dem auch sei, werde mich bemühen von allem ein wenig in den Blog zu mischen um dem WLK (weitestem Leserkreis) gerecht zu werden. Bin aber auf jeden Fall dankbar, dass keiner denkt ich sollte das Schreiben komplett bleiben lassen, das ist beruhigend.

Hier dann mal kurz das Neueste in Absteigender Reihenfolge, was die Beliebtheit angeht:

Besondere Ereignisse:
Air France hat einen Jet verloren, 228 Leute sind tot und keiner weiß warum. Da können wir Leute auf den Mond schicken, ich sende Emails von meinem Telefon, sehe Obama live in Ägypten und bestimmt auch in Dresden auf meinem Laptop, kann meinen von Satelliten ermittelten Standpunkt mit Hilfe meines Telefons im Internet veröffentlichen falls Jennifer mich sucht, lese Stellenanzeigen auf dem Handy, bekomme Bücher durch Ausleihe von Bibliotheken im ganzen Land innerhalb von wenigen Tagen kostenlos geliefert und habe generell die Möglicheit annähernd alles zu erfahren was es zu wissen gibt auf der ganzen Welt, wenn ich das wissen will.
Und trotzdem weiß keine Sau wo sich eine Linienmaschine auf dem Weg von Brasilien nach Paris befindet, die kann einfach so verschwinden und keiner weiß warum. Offenbar zerbricht mal eben so ein Flugzeug und dass das keiner merkt liegt daran dass man über dem Atlantik kurzzeitig keinen Funkkontakt hat und die Radarkontrollen nich den ganzen Ozean umspannen. Das ist erstaunlich und für alle Flugreisenden wohl beängstigend, da sollte man schon mal genau nachforschen wie das sein kann. Bin mir sicher wenn der Präsident fliegt, egal welcher, weiß immer jemand genau wo das verdammte Flugzeug ist. Warum also ist es völlig normal, dass 228 Leute mal einfach so im Funkloch verschwinden, im Nichts?
Und um den Bogen etwas weiter zu spannen, wieso interesieren uns eigentlich diese 228 Leute, nicht aber die x-mal 228 Leute die am gleichen Tag überall anders auf der Welt gestorben sind, meist auch noch unter viel vermeidbareren Umständen. Warum kratzt es keinen, und warum schickt keiner einen Korrespondenten zu den x-mal 228 Menschen die jeden Tag verhungern, verdursten, massakriert werden, an heilbaren Krankheiten zurgunde gehen bzw. auf der anderen Seite der Haben-Kluft auf dieser Welt sich zu Tode fressen, saufen und konsumieren, einfach weil sie zuviel haben und nicht damit umgehn können?
2. Großereignis:
Obama spricht in Kairo, ist das der Beginn einer neuen, menschlicheren Zivilisation? Ist dies der Anstoß auf den so viele gewartet haben, oder nur ein Publicity Gag der bald vergessen sein wird?

Jennifer:
Arbeitet nun offiziell im Legal Sea Foods in Cambridge. Warum das so wichtig ist weiß ich nicht, immerhin war es letztes Jahr noch völlig normal dass ein Jobsuchender hier arbeit findet, ja sich selbige aussuchen konnte. Nun ist die Anstellung das Ergebnis eines langen KAmpfes, komplett mit 1-wöchigem Training und Einarbeiten, Hausaufgaben, zahlreichen Tests und einem Probeservieren mit Bewertung des Hauseigenen Managements. Nun sind die Tests bestanden und de sich als qualifiziert herausgestellte DOKTORANDIN darf tatsächlich Austern und Wein servieren. An ganzen 2 Tischen in ihrer ersten Schicht, doch mit der Erfahrung steigt die zahl der Tische und damit das Trinkgeld, die Chance tatsächlich einmal die Miete zahlen zu können.
Darüber hinaus beginnt Jennifer nun zu joggen, meist in meiner Begleitung und macht langsam Fortschritte was die Ausdauer und Atmung angeht, schon in ein paar Wochen wird sie wohl 30 Minuten am Stück laufen, ganz ohne Pause.
Ausserdem ist Jennifer's deutscher Meerettich bald alle und daher bekommen Hausgäste selbigen in Zukunft nicht mehr zu Gesicht, den kostbaren Rest isst sie lieber ganz allein auch wenn ihr Schärfe die Nase auffrisst. Damit steigt Meerrettich auf der "Kostbare Deutsche Besitztümerskala" auf Platz 2, bleibt jedoch weit hinter Ampelmann zurück. Selbiger hat Kultstatus in ihrem Leben und wird inzwischen selbst von ihren Frenden als Eigenname verstanden. Wenn sie ihre Tasche nicht finden kann, fragt sie schon seit langen "Wo ist mein Ampelmann" und wartet fast darauf, dass er ihr antwortet.

Haus und Garten:
Die Tomatenpflänzchen sind nun Pflanzen, der Paprika wächst auch und dazu gesellen sich nun schon die Radieschen. Gepflanzt diese Woche und erwartungsgemäß erntereif in einem Monat. Darüber hinaus haben wir Basilikum, Frühlingszwiebeln und Petersilie gesät! Wenn das mal keinen vom Hocker haut. Jennifer ist gerade dabei etwas Mariengold zu säen, damit auch keine Schädlinge auf die Tomaten kommen.

Boston und Umgebung: Sind durchaus angenehm im Sommer, die Sonne scheint und die Red Sox spielen gut, trotz des nun wohl bald in der sportlichen Versenkung verschwundenen David Ortiz, dessen sportlicher Niedergang nun offen debattiert wird.

Kobe Bryant:
Beginnt heute abend um 9 Uhr meiner Zeit im Staples Center Los Angeles die NBA Finals gegen die Orlando Magic um zu vollenden was ihm letztes Jahr ein grünes Team verdarb. Den großen Titel und als Krönung den Finals MVP. Ihr werdet sehen. Etwaige Spenden zum Erwerb eines Tickets werden gerne entgegen genommen und mit Dankesschreiben, Fotos vom Spiel etc belohnt.

Die Magisterarbeit:
Schreibt sich leider nicht von allein, jedoch geht es noch diese Woche los, versprochen. sobal ich meine neue errungenschaft gelesen habe, ein sehr realistisches Buch über die unbeliebte Presse und warum sie für die Demokratie so wichtig ist, von Michael Schudson.
Mit etwas Glück bekomme ich von der TU Dresden (Förderverein) auch noch etwas Geld für meine Kodierer, die dann hoffentlich im Juli anfangen bis zu 1000 Artikel zum Wahlkampf 2008 zu lesen, mit denen ich dann recht sicher erklären kann warum und wieso die Berichterstattung in den Printmedien zur Erosion und dem Ausbluten der Zeitungsleserschaft beiträgt. Und wenn mich irgdenjemand ernst nimmt, die Arbeit liest und die Empfehlungen umsetzt, profitieren vielleicht eines Tages die verbliebenen Leser von besserem Journalismus und kündigen ihre Abos nicht, interessieren sich für den Rest der Welt und vielleicht sogar die Demokratie an sich, die sie doch nun schon so lange mit Rechten und Freiheiten belohnt, dass es offenbar langweilig wird für sie zu kämpfen oder sogar zu wählen zu gehen...


Die Lage der Nation...sparen wir uns diesmal.

Monday, March 17, 2008

Sommer, Lakeshow, Wueste, Kueste


bill's pony

emerald bay, lake tahoe

wueste

friedhof des jap. internment camps

red rock canyon

warm ist es meistens in suedkalifornien. Daher hab ich mich auch gefreut endlich nach Sueden aufzubrechen und ein Sonnenstrahlen abzubekommen.
Bereits die Fahrt von Carson Valley nach LA, von der Hochwueste durch die Sierras bis letzendlich durch die Mohavie Wueste nach LA war angenehm warm und meist schneefrei. Selbiger zwang uns zwar den geplanten Abstecher in die Geisterstadt Bodie und das Ufer des Lake Mono ausfallen zu lassen, jedoch wurde dies durch erkundungstouren im ehemaligen (und nun fast voellig verschwundenen) Japanischen Internment Camp mitten in der trockenen Einoede der Wueste sowie einer kleinen Tour durch den landschaftlich erstaunlichen Red Rock Canyon wettgemacht. Alles in allem dauerte die fahrt mit Zwischenstops zum aussammeln von Lsavagestein, einem verblichenen Schlangenskelett sowie weiterer Schaetze der Wueste zwar knapp 11 Stunden, war aber dafuer kein bissschen langweilig.
In LA haben wir bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin Carolyn gewohnt, deren jetzige Mitbewohnerin uns gleich noch eine kostenlose Tour durch die Paramount Studios gegeben hat.
Das Studiogelaende beinhaltte unter anderem die Buerogebaeude des unabhaeningen Paranmount Vintage Studios, welches mit No Country for Old Men und There Will Be Blood bereits zahlreiche Oscars einkassiert hat. Ausserdem gibt es im Studiogelaende eine Miniaturvariante Newq Yorks und Chicagos, in deren Strassen und Parks unter anderem Fruehstueck bei Tiffany's und Cloverfield gedreht wurden. Carloyn's Mitbewohnerin Rachel arbeitet in einem der vielen grossen Drehhallen, in denen zum Beispiel Dr. Phil (ja, ich weiss, dass die Show Bloedsinn ist) produziert wird.
Am abend dann lud Kobe zur Lakeshow im hell erleuchteten Staples Center ein, und verleitete uns mit einer Serie von Dreiern zu Beginn des ersten Viertels bereis dazu ueber einen neuerlichen Punkterekord gegen die tapferen, jedoch ueberforderten Raptors zu spekulieren. Letzendlich beschraenkte er sich dann auf 34 Pkte, 7 Reb, 7 Ast und 4 Stl, einer fuer den Neuling fast unscheinbar wirkenden Punkteausbeute, die jedoch voellig ausreichte um mich fuer die Dauer von 3 Stunden absolut gluecklich zu machen und mit dem Gewissen nach hause zu gehen zu lassen, den unausweichlichen MVP der Saison 2007/08 in seiner zumindest auf dem Papier besten Saison spielen gesehen zu haben. Dass der seit Jahren beste Spieler auf dem Planeten bereits zweimal um diese Ehrung betrogen wurde steht ausser Frage und wird unter Fans und Experten noch in 10 Jahren fuer Diskussionen sorgen.
Wie dem auch sei, die Bilder sind gemacht, die Statistiken debattiert, das Spiel erlebt und beendet. Am tag eins nach der Kobeshow waren wir dann mit Carolyn in Malibu (ja genau, dort had der David Hasselhoff schon die Touristen gerettet) und spaeter zum Sonnenuntergang am Santa Monica Pier.
Tag zwei nach der Kobeshow fuhren verbrachten wir am malerischen Strand von La Jolla in San Diego, in dem es tatsaechlich schon Fruehsommer zu sein scheint. Der kuehle Wind und die kraeftige Sonne hinterliesen dann auch Spuren bei Carolyn und Jennifer, und das Essen in einem uns empfohlenen, angeblich guenstigen Fischrestaurant im Hafen San Diegos ein klaffendes Loch in meiner Geldboerse. Der geuebte Leser bemerkt an dieser Stelle die Ironie der Aussage und sollte sich fragen: war das jemals anders?).
Tag drei nach der Kobeshow fuehrte dann entlang der der vielbeschrieben, -besungen und -umdichteten Traumstrasse Kaliforniens von LA ueber Santa Barbara, vorbei am Protzpalast des ehemaligen Zeitungsmoguls William Rabdolph Hearst, durch die Gruenen Huegel entlang der alten spanischen Missionskirchen, durch das frueher von Clint Eastwood gebuergermeisterte Carmel, um die verschlungenen Serpentinen der Steilkueste am Big Sur (von Jack Kerouac im gleichnamigen Buch beschrieben) bis nach San Francisco. Die Daemmerung ereilte uns bereits kurz vor Monterey, dem aus vielen Steinbeckbuechern bekannten Fischeroertchen, und machte damit leider weitere grossartige Fotoerlebnisse zunichte. Damit blieb das letzte Kuestenstueck zumindest diesmal noch unbesichtigt und der etwas kuerzere und deutlich schnellere Highway 101 brachte uns dann in unser Quartier fuers Wochenende. Die Kilometeranzeige stand nun bereits wieder bei ueber 1,200 Meilen.

paramount studios, hollywood

LAKERS!!!

Kobeshow

Malibu mit Pelikanen

La Jolla, bei San Diego

Friday, February 02, 2007

Nichts ist von Dauer

Alles was wir tun, erleben, denken ist wohl irgendwann einmal vorbei. Manchmal ist es gut zu sehen das man etwas endlich überstanden hat, viel zu oft jedoch läuft die Zeit schneller als sie soll und man merkt erst wie viel man erlebt hat, wenn es vorbei ist oder man auf unangenehme Art an die Vergänglichkeit und Kurzweiligkeit eines jeden Zustandes erinnert wird.

Bereits in Casablanca wurde darüber nachgesonnen, besonders in dem dazugehörigen Song ‚As Time Goes By’. Die Musik ist voll mit Beispielen, Bob Dylan sagt ‚the times they are a-changing’ und trotz aller Vergänglichkeit meinen die Sportfreunde ‚Ans Ende denken wir zuletzt’. Um das Abstrakte etwas greifbarer zu machen hier ein paar Beispiele für meine doch eigentlich banale Erkenntnis.
Der uns drohende Rauswurf scheint angeblich abwendbar zu sein, und obwohl ich vor zwei Tagen die schriftliche Erinnerung das Gebäude innerhalb von 14 Tagen zu räumen in den Händen hielt, scheinen auf mirakulöse Weise nun doch die notwendigen Gelder aufgetaucht zu sein bzw ganz bald aufzutauchen um unsere Eviction zu verhindern. Damit ist die Zeit des Bangens und Wartens zumindest für die Daheimgeblieben nun erst einmal vorbei. Ein Hurra auf die Vergänglichkeit aller Bedrohungen. Ich selbst hab mir ja wahrscheinlich weniger Sorgen gemacht als einige zu Hause, doch das ist verständlich da ich ja Informationen über mein Wohlbefinden etc nicht aus meinem fatalistischen Internetblog beziehen muss, sondern seit einiger Zeit wusste dass es wohl schon irgendwie klappen wird.
Leider gehen auch die guten Zeiten vorbei, so zum Beispiel das Highlight der Woche, vielmehr des Monats: Mein vielleicht einziges Spiel der Los Angeles Lakers, beziehungsweise des einzigen Spielers der jemals auch nur Ansatzweise in einem Atemzug mit Michael Jordan genannt werden darf (und das sogar im Boston Globe). Letzterer soll mal gesagt haben dass, wenn immer er irgendwo gespielt hat er jedes Mal alles gegeben hat auf dem Spielfeld, da er wusste dass vielleicht jemand im Publikum sitzt der ihn nur ein einziges Mal im Leben zu sehen bekommt, und das diese Person ihn dann von seiner besten Seite erleben sollte, er dann für diese Person spielt. Ich weiß nicht ob das stimmt, klingt auch etwas cheesy fest steht aber, dass ich mit dem festen Gedanken im Kopf zum Spiel ging, dass es wohl meine einzige Chance sein wird jemals den für mich besten Spieler zu sehen. Glaub nicht dass man ihm gesagt hat dass ich da bin, gesehen haben kann er mich wohl nicht da man so kurz unter dem Dach kaum jemanden erkennt. Trotzdem kam es mir vor als hätte Kobe Bryant an diesem Abend nur für mich gespielt und auf wunderbare Weise ein unglaubliches Spiel hingelegt (Angemerkt sei dass er natürlich auch für Katie gespielt hat, da sie ja aus LA ist, leider aber nicht für Tyler, denn der wurde von der Security nicht in die Halle gelassen da er eine Tasche bei sich hatte). Gerade weil Tyler beim Spiel nicht dabei sein durfte war die Stimmung etwas gedrückt, besonders für die Boston Fans die mit ansehen mussten wie Kobe ihr Team nicht nur besiegte sondern sprichwörtlich auseinander genommen hat. Jedes mal wenn auch nur der Hauch von Hoffnung in der Halle aufkam dass man die 13. Niederlage in Folge verhindern könnte, verstand es Kobe alle Celtics Fans verstummen zu lassen. Egal ob mit ein, zwei, drei Verteidigern auf den Füßen oder einfach von so weit hinter der Dreierlinie dass noch niemand daran dachte ihn überhaupt zu verteidigen, nagelte er einfach mal 7 Dreier in den Korb und hielt die Lakers in Führung. Und als dann im 4. Viertel einer der Celtics’ versuchte mit einem frechen Dunk wenigstens in der Sportschau in den Top 10 aufzutauchen, verhinderte Kobe dies im direkt darauffolgenden Spielzug mit einer Kostprobe seiner eigenen unglaublichen Sprungkraft und einem krachendem Dunk nach einer irgendwie um-alle-herum-unter-hinter-über-dem Korb Bewegung, die all jene Fans die noch nicht auf dem Nachhauseweg waren dazu ermutigte aus ihren Sitzen zu springen und von einigen dreisten LA Fans angestachelt die unüberhörbaren „Kobe“ und „MVP“ Rufe erklingen zu lassen –ein mittlerer und noch nie dagewesener Skandal in der Stadt die die Lakers hasst wie kaum eine zweite auf der Welt. Wahrlich unglaublich. Doch dann wars auch schon vorbei, alles strömte nach draussen und Kobe verschwand auf nimmer Wiedersehen in den Katakomben des Gardens. Good-bye Hardwood Hero.
Ob ihrs glaubt oder nicht, aber genauso schnell wird auch der Superbowl zuende gehen, am Sonntag, selbst wenn die Party davor (bei David unserem Austauschkoordinator) die ganze Sache noch etwas künstlich verlängert. Ich freu mich drauf, selbst wenn dies nichts ist im Vergleich zu Kobe. Und da die Patriots nicht dabei sind wird sich die Euphorie der Stadt wohl etwas in Grenzen halten.
Wo ich bei Euphorie bin, selbige hat mich in letzter Zeit zu manch wunderlicher Tat bewegt und ich beginne an meiner Vernunft zu zweifeln, doch dazu ein ander Mal mehr. Das vergangene Wochenende war wahrscheinlich gerade deshalb auch wieder ein sehr gelungenes, leider ist es nur noch 2 Tage lang, da ich sowohl Montag als auch Freitag Uni habe. Da die Klassen gut sind und mich interessieren werde ich wohl darüber hinweg kommen. Die Arbeit an der Doku über die Movers and Shakers läuft gut und kulminiert Freitag wenn wir beim Konzert drehen, dabei kann ich hoffentlich meinen kleinen Patzer vom Montag wieder gut machen, als ich zum zweiten mal in Folge ein spannendes Interview mit Dan gehalten habe nur um nachher festzustellen, dass die Kamera zwar angeschalten war, ich aber vergessen hatte auf AUFNAHME zu drücken. Unglaublich, zwei Mal mit der gleichen Person das gleiche Interview verrissen. Und offenbar lustig genug um eine andere Doku-Gruppe dazu bewogen zu haben nun eine Dokumentation über die Arbeit meiner Gruppe zu drehen. Kein Kommentar dazu.
Nach der Feuerzangenbowle vom letzten Wochenende steht dieses Wochenende nun mal ein Kinobesuch an (zu dem ich mit etwas Glück ausgeführt werde) und dann treff ich mich auch endlich mal mit der anderen Dresdenerin hier in Boston.
Sonst noch was? Ach ja, für die Umwelt hab ich mich auch eingesetzt, indem wir (Jeronimo + Kumpel, Mariangel und ich) bei einer Veranstaltung zum Thema Globale Erwärmung teilgenommen haben und dort Al Gore’s Dokumentation (An Inconvenient Truth) sehen durften. Die Petition haben wir auch gleich noch unterschrieben.
All die schönen Dinge jedoch sind nicht von Dauer und das Fundament meines Aufenthaltes bisher droht schneller einzustürzen als es soll. Als Jen mir vorgestern mitteilte, dass sie schon eher wieder nach Texas zurückkehren wird als geplant, wurde ich auf unangenehme Weise wieder daran erinnert wie schnell der ganze Spass vorbei sein kann. Die Gründe zu ihrer Entscheidung sind vielfältig und vor allem familiär, gehören hier also nicht hin -aber die Gewissheit bald ohne sie hier zu leben droht mein Seifenblase der Infinitiven Sorglosigkeit platzen zu lassen- so abrupt hatten wir uns das Ende nicht vorgestellt. Es kommt eben immer alles anders und meistens als es soll.
Best,
k


ps:
Das große Experiment...

schien doch zu funktionieren

alle staunen gespannt...
Die Celtics laufen auf
Kobe an der Linie... 10 von 13
Halbzeitshow mit lustigen Springern

Der große Videowürfel zeigt noch einmal die Highlights

Phil Jackson hat die Fäden in der Hand auch wenn er nach seiner Hüft OP noch immer etwas humpeltKobe scored nach Belieben, die Celtics waren Zuschauer in der eigenen Halle
Purple-Golden reign