Friday, June 26, 2009

Das 20. Jh. ist zuende

denn MJ, der größte Künstler aller Zeiten, ist tot.
Man mag schockiert sein ob der Nachricht an sich, der Art und Weise seines Endes oder wie nun die Medien für die nächsten 2 Wochen "vergessen" dass in Iran Demonstranten erschossen, im Iraq in die Luft gejagt und in Nord Korea manipuliert werden, dass sie tatsächlich einenAtomkrieg fordern.
All dies (und noch viel mehr) wird man vergessen, den Michael Jackson ist tot.
Nicht, dass ich je ein großer Fan war (bis gestern war MJ für mich Michael Jordan und sonst niemand), trotzdem ist es schockierend wie das wohl größte Idol des letzten Jahrhunderts so, soll man sagen "ärmlich", zugrunde geht.
Warum also interessiert mich das so? Oder uns?
Nun, ich bin nun wie die meisten hier ein Kind ds 20. Jh, meine frühesten Erinnerungen reichen auch gerade so in die frühen 90er zurück. In eine Zeit, als nach dem Mauerfall die Leute mit Hand und Spaten einen Graben aushuben um ein TV Kabel vom einzigen TV-Spiegel des Dorfes in die eizelnen Haushalte zu legen. Die große bunte Welt des amerikanischen Pop, der mich auch dann noch nicht interessierte fing also viel später an als für den Rest der westlichen Welt, die Jackson schon seit den 80en kannte.
Trotzdem erinnere ich mich, wie einige Jahre später jedes neue Jacksonvideo auf Pro7 mit einer Sonderausgabe eines Infotainment-Magazines gefeiert wurde, die Produktion, Aufwand, Inhalt erklört und zu Schluss das Ding in ganzer Länge als Deutschlandpremiere zum ersten Mal lief. Und das war schon beeindruckend. Obwohl ich damals den Inhalt der Songs nicht verstand und auch der Musik nicht so viel abgewinnen konnte, waren diese Premieren schon ein Ereignis, wichtig genug um nun 15 Jahre später noch in meinem Gedächtnis zu haften.
In den USA war der Jackson-Hype noch größer (wie alles andere auch), jedoch feirte man auch hier laut Jennifer jedes neue Musikvideo mit einer Premiere zur besten Sendezeit im damals größten und einflussreichsten Fernsehsender (ABC).
Michael Jackson's Moonwalk Magic


Millionen von Platten verkauft, Geld geschachert und verspielt. 50 Jahre kurz war ein Leben, dass trotz der Millionen von Fans und Verehrern wohl trotzdem keiner geschenkt haben wollte. Jackson's Leben abseits der Bühne überschattete leider allzu oft den großartigen Künstler, dessen Werk ich leider nun erst posthum wirklich zu schätzen lernen werde.
Nun zeigt uns Jackson's Tod dass das 21. Jh. uns fest im Griff hat, eine der stärksten Verbindungen ins 20. Jh, meiner Jugend, wurde soeben entwurzelt, die uns prägenden Elemente der Vergangenheit (egal wie groß und glitzernd) sind eben auch nur temporär und verblassen im Fortschritt der Zeit.
Die sich vor dem Ronald reagan Hospital der UCLA versammelnde Menschenmenge symbolisiert das neue Jahrhundert, viele waren zu Jackson's Karrierehöhepunkt wohl nicht einmal geboren aber sie versammelten sich willig, angezogen von SMS und Twitternachrichten, innerhalb von Minuten vor dem Krankenhaus und begannen zu singen und bangen. So bizarr dieses Schauspiel auch scheint (in Nachrichtenvideos erscheint die Szene fast wie aus einem Zombiefilm), so anfällig die noch neue Internettechnik auch scheint (mehrere Websites brachen unter dem Ansturm der Nachricht-suchenden zusammen), eines ist klar. Das 20. Jahrhundert hat eines seiner größten Idole verloren, unsere Generation wird vom 21. Jh. beherrscht und wohl bald überrollt.
Man halte sich einmal die symbolischen Auswirkungen vor Augen: jedes Kind dass gestern, nach 2:30 nachmittags zu Welt kam, lebt nun in einer Welt nach Michael Jackson. Fast so, wie all jene aufwuchsen, nach dem Elvis starb und sich fragend und wundernd anschauen, wenn Videos und Titel des King of Rock über den Bildschirm flackern und verbleichende Fotos in alten illustrierten vom Ruhm Presley's erzählen, versuche sich vorzustellen wie es denn wohl auf der Welt gewesen sein muss, als Elvis lebte, wie sich das wohl anfühlte, ob er wirklich so toll war...all diese Fragen stellen sich bald die Kinder der "Zeit nach-MJ". Denn eins ist offiziell: Der King ist tot -wie es der Drudgereport gestern auf den Punkt brachte.
Ihr meint ich übertreibe zu unrecht, ihr werdet sehen. Nichts ist heute so, wie es gestern noch war.
Gestern noch News, heute schon im Archiv:
June, 25 2009: 21:43:21 REPORT: Michael Jackson Dies

RIP MJ

Frage zum Schluss: Für alle Zweifler: Was war die Cover Story eurer Tageszeitung am 26. Juni?
Bin mal gespannt ob jemand eine Zeitung findet, die sich traut eunen anderen Aufmacher zu drucken.



PS: Der Globe hat MJ auf der Titelseit und eine Doppelseite im Nachrichtenteil.
PPS: die Sächsische Zeitung gilt nicht, deren Redaktionsschluss war, wie immer, wohl etwas zu zeitig...

Bin mal gepannt was ihr findet...

Und wer'simmer noch nicht glaubt, heute scho Radio gehört?


best,
-k

Tuesday, June 23, 2009

Brookline und Rhode Island

sollte sich der Leser merken, auch wenn geographisch uninteressiert und/oder bewandert.
Brookline ist ein prädominant jüdisches Viertel in Boston, angeblich eine der größten jüdischen Städte in den Vereingiten Staaten, und beherbergt darüber hinaus das Geburtshaus von John Fitzgerald Kennedy. Aber dies nur am Rande, Bilder dazu gabs schon 2007. Brookline gewinnt neue Relevanz für ein oder mehrere Leser dieses Blogs in Anbetracht der Tatsache, dass Menschen die dort hinziehen meist finanziell bessergestellt sind und es daher offenbar nicht nötig haben gebrauchte Möbelstücke besserer Qualität zu verkaufen. Vielmehr neigen sie dazu nicht mehr gebrauchte Besitztümer einfach zu entsorgen bzw. entsorgen zu lassen und auf einen Erlös zu verzichten. So kam es dann, dass ich nun eine recht ordentliche Besuchercouch zum ausziehen und draufschlafen kostenlos im Hause stehen habe, alles ganz kurzfristig und dank Sonntagabend Hau-Ruck-Aktion kostenfrei (bis auf die 10 Dollar Tunnelgebühr für Chris's Truck) über die Bühne gebracht, wenn auch im Regen.
Unterm Strich hätte ich wohl für das gleiche oder auch deutlich mehr Geld eine ähnliche, kleinere und ältere oder keimigere Couch haben können, aber das scheint doch eher unklug. Warum kaufen was einem geschenkt wird. Das junge Spenderehepaar hätte das Ding sicherlich behalten, es war nur einfach zu groß um die Treppe hinauf ins neue Haus geschlappt zu werden.

Kaum zuhause und auf der "neuen" Couch versammelt, rief mich dann der von meinen Möbelschleppfähigkeiten neu überzeugt Chris aus einer Notsituation heraus an und bot mir die Möglichkeit als 3. Mann mal eben am Montag morgen mit nach Rhode Island zu fahren und einer offenbar reichen jungen Frau beim Transport eines Bruchteils ihrer Besitztümer aus einer Storage Facility in Süd Boston ins etwa 1.5h entfernte südlich gelegene Portsmouth, R.I. Die frühere Walfischerei Siedlung ist heute beliebtes Ferienziel und beheimatet viele Großverdiener in großen Häusern, auf großen Grundstücken, in großen Grünanlagen, am großen Strand nicht weit vom großen Wasser. Der durch einige Umräum und Abladearbeiten verlängerte Montagsausflug war demnach nicht ausschließlich anstrengend und schmerzhaft sondern fast ein wenig interessant, immerhin kenne ich jetzt eine nette Vermieterin für Touristenunterkünfte in einem durchaus ansehnlichen Ausflugsziel (Portsmouth) -unsere Kundin, denn sie ließ uns die Möbel in einem soeben von ihr erworbenen Altstadt Holzhaus wieder aufbauen und verstauen, größtenteils ins 2. und 3. Stockwerk des 1830 gebauten engtreppigen und nun für Sommerausflügler eingerichteten Gebäudes. So kam es, dass der Kurzeinsatz sich in ein 14h Ganztagsunternehmen wandelte und nicht vor 0:45 endete, als ich etwas ermüdet in die "neue" alte Couch sank, ein billiges Dosenbier in der Hand und ein dickes Bündel (Trink)geld in der Tasche. Nun aber zurück an die eigentliche Arbeit!

best,
-k

Wednesday, June 17, 2009

Mein kleines Universum und die andere Seite des Lebens im Urlaub

Um den Fokus nun langsam -leider- wieder zurück zum richtigen Leben abseits der großen bunten Lakeshow und NBA Finals zu bringen hier mal ein paar kurze Updates was sonst noch passiert ist.
Wie schon erläutert vertrete ich die Theorie dass mitunter einzelne Events und Ereignisse die Fähigkeit haben eine positive Energie auszustrahlen (wenn man sie lässt) und davon kann man sich anstecken lassen und profitieren. Andere nennen dies eie Glückssträhne. Für mich ist diese Art Glück meist an den Erfolg und Misserfolg des gerade wichtigsten Sporteams in meiner kleinen Welt gebunden. Ich erinnere an den Blogpost der Kobe's Lakers und deren Spielerfolg an jene 24h Glück knüpfte in denen Jennifer einen Job fand, ich zu Patterson geladen war und Big Papi seinen ersten Saisonhomerun in den Bostoner Abendhimmel feuerte. Aberglaube oder Placebo-Effekt, es spielt keine Rolle solange es funktioniert. Nun spielen sich die Lakers in den Finals in einen Rausch, gleichzeitig (und bestimmt rein zufällig) läuft für mich persönlich fast alles nach Plan. Nach ewigen Startschwierigkeiten und monatelangen Bücherwälzen sind endlich die ersten Seiten meiner Arbeit geschrieben und gingen recht leicht von der Hand, gleichzeitig ergab sich endlich eine Möglichkeit wieder ein wenig zu trainieren, wenn auch vorerst nur in einem Fitness Studio in Brookline aber doch immerhin mit Chris und damit steigt die Motivation es auch durchzuziehen da ich nicht alleine gehen muss. Dies alles passierte während der Finals, doch zum krönenden Abschluss und fast zeitgleich mit Kobe's Triumph in den Finals beschloss dann der Förderverein der TU Dresden meine Magisterarbeit mit etwas Geld zu unterstützen, und das auf eine nur sehr vorsichtige Anfrage. Dazu kam, jedoch schon einige Tage vorher die erwartete Rückmeldung vom Direktoren des New England Center for Investigative Reporting erhielt, einer Inititive lokaler Medien und der Boston University jungen Journalisten Einblick in Investigativen Journalismus zu gewähren -mein Praktikum dort soll nun Ende Sommer beginnen. Bleibt nur zu hoffen, dass die MA Arbeit bis da geschrieben ist und mir das Geld nicht ausgeht, denn bezahlt werde ich dort nicht. Zum ersten Mal überhaupt bin ich jedoch damit einverstanden nicht bezahlt zu werden, denn immerhin gibt mir ein Praktikum hier einen wichtigen Zusatzpunkt zum Lebenslauf, und die Möglichkeit endlich etwas zu tun, was ich schon immer machen wollte.
Soviel zu den guten Nachrichten, doch bevor alle Neider mit den Köpfen schütteln mal ein Ausschnitt aus der anderen Seite des "kleinen Universums" das ich mein Leben nenne.
Im Schnitt weckt uns ein Wecker jeden Wochentag zwischen 7 und 8, dann gibts ein schnelles Frühstück, bestehend aus einem Bagel mit Erdnussbutter und etwas Obst, Orangensaft manchmal. Aufgrund horrender Zeitprobleme wird die hälfte dann teilweise im Gehen zur Bahn gegessen, der Boston Globe ungelesen in mein Tasche gestopft, Jennifers Tasche auf meine andere Schulter gehangen. Dann quälen wir uns zur Bahn, Jennifer mit Schmerzen in ihren Füßen, die sie nun zur Einnahme von Schmerztabletten zwingen, da ihre Schuhe schlecht sind und sie den ganzen Tag steht und rennt. Kurze Verabschiedung dann in der U-bahnstation, ich gehe zur Uni, Jennifer entweder zum Bodyshop oder nach Cambridge zu Legal Seafood. Dann arbeitet sie meist 2 Schichten, entweder beide als Kellnerin oder eine im Body Shop als Verkäuferin, oder eine 8h Schicht im Body Shop. Der Verkaufsjob ist langweilig und bringt ausser schmerzenden Füßen auch kaum 10 Dollar die Stunde und obendrauf den ein oder anderen Diebstahl wenn sie alleine ist und von einer organisierten Bande umgangen wird. Immerhin hat sie selbige gestern wieder erkannt und den Sicherheitsdienst herbeigerufen per Haustelefon, Codewort: "Spezialabholung im Body Shop" damit auch keiner was merkt.
Von diesen Geschichten höre ich meist nur am Telefon oder per Nachricht, denn sehen kann ich Jennifer nicht. Wenn sie um 2100 den Laden dicht macht und die Kassen schließt ist sie frühestens 2230 zuhause. Das ist zeitig. Die Abendschicht im Legal Seafood geht vor 2300 nicht zuende, kann aber auch länger dauern und dann ist sie nicht vor 2400 zuhause. Da ich es weder solange in der Bibliothek noch im Fitnessstuio aushalten kann (schließt 2100) sitze ich allein zuhause und versuche meine verbleibende Energie zum aufräumen zu nutzen, oder zum abwaschen, kochen... oder bereite mich darauf vor sie wieder vom Boden aufzukratzen wenn wieder irgendein Schwein seine schlechte Laune an der Kellnerin ausgelassen hat oder zu pöbeln anfängt dass es in einem gehobenen Mittlklasserestaurant nicht ALLE Cocktails des Planten gibt.
Hungrig bin ich dazu auch immer, und da keiner Zeit zum kochen hat und das Essen ausser Haus -jeden Tag mindestens 1-2 Mal- zu teuer wird versuche ich wenigstens abends zuhause zu essen. Das ganze Gemüse im Kühlschrank wird welk, denn alleine kann das keiner essen und sonst ist niemand da, 1 Uhr morgens hat Jennifer zwar Hunger aber zum Kochen ist es wohl dann zu spät. Also schuster ich mir ein Essen, schaue Baseball, oder mache sauber. Dazu kommt sonst nämlich niemand und Mutti ist leider zu weit Weg und hat auch selber zu tun. Wenn Jennifer dann am Donnerstag mal einen Tag frei hat wird sie wohl einfach zuhause liegen bleiben, denn laufen tut weh, joggen fällt vorrübergehend auch flach. Vielleicht kommt sie mal dazu ihre Wäsche zu waschen, wäre das erste mal seit dem Einzug im April. Oder sie schlägt sich mit der Versicherung rum, die über Monate eine Zahlung verweigert haben und wegen denen sie seit langen von den behandelnden Ärzten/Krankenhäusern gemahnt wird (ein mal pro Woche), oder sie pflanzt den Rest unserer Blumen in den Garten (die gutmütige Vermieterin hatte die zwar gekauft hat aber keine Zeit für Gartenarbeit)...
Zusammenfassend, jede Welt hat seine andere Seite, über die redet nur meist keiner. Die prinzipiellen Komponenten der meinigen sind: ein klein wenig Gartenarbeit + Frühstück, wenn Zeit ist (Hobby), Fitnessstudio mit Chris (physischer Ausgleich), Campus und Magisterarbeit, Lakers (bis letzten Montag). Und wo wir schon bei den Weltall-Metaphern sind (das klingt nun richtig blöd), all diese Komponenten kreiseln um die Sonne, nur sehe ich selbige in letzter Zeit kaum da sie zu oft hinter den Wolken ist bzw. mühsam und ein wenig selbstzerstörerisch versucht ihren Lebensunterhalt als Kellnerin und Verkäuferin zu verdienen -und nicht etwa Auslandsaufenthalt und Doktorarbeit zu planen dafür ist nun beim besten Willen keine Zeit mehr.
Dies nur damit keiner neidisch wird, denn die folgenden Bilder sprechen doch eine ganz andere Sprache.

Fundstücke von Carson Beach... keine Angst ist schon Monate her

Blüte
Kräutergarten mit Tomaten und Paprika - Hobby für alte Leute...

Blumen Pflanzen - sieht nett aus ist aber wohl doch eher eine Rentnerbeschäftigung


Katze

Blüte in Laker-lila

Erinnerung an Jennifer's letzten freien Tag vor 1,5 Wochen... Swampscott Muscheln

best,
-k

Monday, June 15, 2009

KOBE

Ist der großartigste Sportler des Planeten

Kobe's Karriere in den letzten 13 Jahren ist zweifellos eine der herausragendsten Sportlergeschichten die jemals geschrieben wurden. Mit 17 in die NBA, mit 21 NBA Champion, mit 22 NBA Champion, mit 23 NBA Champion. Und dann der Absturz der keiner war, 7 frustrierende Jahre geprägt vom Kampf zurück an die Spitze. Als Alleinunterhalter belächelt, vom Hunger getrieben brach Kobe Rekorde und sammelte Scoring Titel, den längst überfälligen MVP und fast als Trostpreis, Olympisches Gold. Am Ende stand die Enttäuschung nach der Finalsklatsche in Boston im letzten Jahr und trieb ihn 4:30 am Morgen aus dem Haus und zum Training. Ganz allein, den ganzen Tag -vor und nach dem Teamtraining. Stundenlang allein in der Halle. Es mag 7 Jahre gedauert haben aber hier ist dein Lohn, Finals MVP, Champion -nun mit 30. Ganz nebenbei noch ein paar weitere Rekorde, ohne die es wohl auch nicht gegangen wäre: als erster Spieler in 40 Jahren 32.4 Punkte, 7.4 Assists im Schnitt pro Finals Spiel. Der letzte Spieler der das geschaff hat war Jerry West (nicht etwa MJ!) 1969, jener Jerry West der Kobe vor 13 Jahren direkt aus der High School in die NBA brachte. Er muss es geahnt haben.
Wie dem auch sei.
Alle die jemals einen Traum hatten sei Kobe's Geschichte ein Beispiel, zeigt sie doch, dass man alles erreichen kann wenn man nur hart genug dafür arbeitet. Und damit symbolisert Kobe vor allem eins, den wirklichen amerikanischen Traum.
Der oft totgesagte und von vielen vergeblich gesuchte amerikanische Traum lebt in und durch Kobe, mehr noch als in Obama.
Es ist vollbracht:



4 Titel für Kobe, 10 für Phil Jackson, 15 für die Lakers

Nocheinmal zum Miterleben



Einer der größten Momente der Sportgeschichte. Zweifellos.

Monday, June 08, 2009

Visuelles


Sonnenuntergänge geben immer das beste Licht


Sunset, East Boston am Hafen, im Hintergrund die Tobin Bridge - eine von zwei Möglichkeiten mit dem Auto nach Downtown zu kommen.


Wenn dann mal Flugzeuge über East Boston landen, dann geht das fast den ganzen Tag so, glücklicherweise passiert das aber nur 1-2 Mal die Woche.


Neuer Trainingsplatz am Charles River, jetzt könne die Jogger und Läufer auch an den Geräten protzen, werd mal sehen ob ich das auch kann


Arbeitsplatz bzw. Buchlager


Swampscott, MA - Sonntagsausflug an Jennifers erstem freien Tag in 2 Wochen


Strandleben

Künstlerin


noch mehr Strand in Abendstimmung

Thursday, June 04, 2009

Blog mit nach Leserwunsch gewichteten Themen

Offenbar scheint das Interesse an Jennifer doch um einiges größer zu sein als an allen anderen Vorkommnissen, ausser besonderen Ereignissen. Haus, Garten und Boston scheinen auch gut anzukommen, die Frage ist hier ob ich tatsächlich soviel über Tomaten schreiben kann. Den Mangel an politischem Interesse finde ich zwar bedauerlich, angesichts der sich ausbreitenden Soft-News und Infotainment Kultur jedoch fast nachvollziehbar. Warum sich mit der Welt auseinandersetzen wenn uns doch täglich alles wichtige (ist das sarkastisch?) ganz bunt und leicht verdaulich über den Fernsehschirm flackert? Nun, wie dem auch sei, werde mich bemühen von allem ein wenig in den Blog zu mischen um dem WLK (weitestem Leserkreis) gerecht zu werden. Bin aber auf jeden Fall dankbar, dass keiner denkt ich sollte das Schreiben komplett bleiben lassen, das ist beruhigend.

Hier dann mal kurz das Neueste in Absteigender Reihenfolge, was die Beliebtheit angeht:

Besondere Ereignisse:
Air France hat einen Jet verloren, 228 Leute sind tot und keiner weiß warum. Da können wir Leute auf den Mond schicken, ich sende Emails von meinem Telefon, sehe Obama live in Ägypten und bestimmt auch in Dresden auf meinem Laptop, kann meinen von Satelliten ermittelten Standpunkt mit Hilfe meines Telefons im Internet veröffentlichen falls Jennifer mich sucht, lese Stellenanzeigen auf dem Handy, bekomme Bücher durch Ausleihe von Bibliotheken im ganzen Land innerhalb von wenigen Tagen kostenlos geliefert und habe generell die Möglicheit annähernd alles zu erfahren was es zu wissen gibt auf der ganzen Welt, wenn ich das wissen will.
Und trotzdem weiß keine Sau wo sich eine Linienmaschine auf dem Weg von Brasilien nach Paris befindet, die kann einfach so verschwinden und keiner weiß warum. Offenbar zerbricht mal eben so ein Flugzeug und dass das keiner merkt liegt daran dass man über dem Atlantik kurzzeitig keinen Funkkontakt hat und die Radarkontrollen nich den ganzen Ozean umspannen. Das ist erstaunlich und für alle Flugreisenden wohl beängstigend, da sollte man schon mal genau nachforschen wie das sein kann. Bin mir sicher wenn der Präsident fliegt, egal welcher, weiß immer jemand genau wo das verdammte Flugzeug ist. Warum also ist es völlig normal, dass 228 Leute mal einfach so im Funkloch verschwinden, im Nichts?
Und um den Bogen etwas weiter zu spannen, wieso interesieren uns eigentlich diese 228 Leute, nicht aber die x-mal 228 Leute die am gleichen Tag überall anders auf der Welt gestorben sind, meist auch noch unter viel vermeidbareren Umständen. Warum kratzt es keinen, und warum schickt keiner einen Korrespondenten zu den x-mal 228 Menschen die jeden Tag verhungern, verdursten, massakriert werden, an heilbaren Krankheiten zurgunde gehen bzw. auf der anderen Seite der Haben-Kluft auf dieser Welt sich zu Tode fressen, saufen und konsumieren, einfach weil sie zuviel haben und nicht damit umgehn können?
2. Großereignis:
Obama spricht in Kairo, ist das der Beginn einer neuen, menschlicheren Zivilisation? Ist dies der Anstoß auf den so viele gewartet haben, oder nur ein Publicity Gag der bald vergessen sein wird?

Jennifer:
Arbeitet nun offiziell im Legal Sea Foods in Cambridge. Warum das so wichtig ist weiß ich nicht, immerhin war es letztes Jahr noch völlig normal dass ein Jobsuchender hier arbeit findet, ja sich selbige aussuchen konnte. Nun ist die Anstellung das Ergebnis eines langen KAmpfes, komplett mit 1-wöchigem Training und Einarbeiten, Hausaufgaben, zahlreichen Tests und einem Probeservieren mit Bewertung des Hauseigenen Managements. Nun sind die Tests bestanden und de sich als qualifiziert herausgestellte DOKTORANDIN darf tatsächlich Austern und Wein servieren. An ganzen 2 Tischen in ihrer ersten Schicht, doch mit der Erfahrung steigt die zahl der Tische und damit das Trinkgeld, die Chance tatsächlich einmal die Miete zahlen zu können.
Darüber hinaus beginnt Jennifer nun zu joggen, meist in meiner Begleitung und macht langsam Fortschritte was die Ausdauer und Atmung angeht, schon in ein paar Wochen wird sie wohl 30 Minuten am Stück laufen, ganz ohne Pause.
Ausserdem ist Jennifer's deutscher Meerettich bald alle und daher bekommen Hausgäste selbigen in Zukunft nicht mehr zu Gesicht, den kostbaren Rest isst sie lieber ganz allein auch wenn ihr Schärfe die Nase auffrisst. Damit steigt Meerrettich auf der "Kostbare Deutsche Besitztümerskala" auf Platz 2, bleibt jedoch weit hinter Ampelmann zurück. Selbiger hat Kultstatus in ihrem Leben und wird inzwischen selbst von ihren Frenden als Eigenname verstanden. Wenn sie ihre Tasche nicht finden kann, fragt sie schon seit langen "Wo ist mein Ampelmann" und wartet fast darauf, dass er ihr antwortet.

Haus und Garten:
Die Tomatenpflänzchen sind nun Pflanzen, der Paprika wächst auch und dazu gesellen sich nun schon die Radieschen. Gepflanzt diese Woche und erwartungsgemäß erntereif in einem Monat. Darüber hinaus haben wir Basilikum, Frühlingszwiebeln und Petersilie gesät! Wenn das mal keinen vom Hocker haut. Jennifer ist gerade dabei etwas Mariengold zu säen, damit auch keine Schädlinge auf die Tomaten kommen.

Boston und Umgebung: Sind durchaus angenehm im Sommer, die Sonne scheint und die Red Sox spielen gut, trotz des nun wohl bald in der sportlichen Versenkung verschwundenen David Ortiz, dessen sportlicher Niedergang nun offen debattiert wird.

Kobe Bryant:
Beginnt heute abend um 9 Uhr meiner Zeit im Staples Center Los Angeles die NBA Finals gegen die Orlando Magic um zu vollenden was ihm letztes Jahr ein grünes Team verdarb. Den großen Titel und als Krönung den Finals MVP. Ihr werdet sehen. Etwaige Spenden zum Erwerb eines Tickets werden gerne entgegen genommen und mit Dankesschreiben, Fotos vom Spiel etc belohnt.

Die Magisterarbeit:
Schreibt sich leider nicht von allein, jedoch geht es noch diese Woche los, versprochen. sobal ich meine neue errungenschaft gelesen habe, ein sehr realistisches Buch über die unbeliebte Presse und warum sie für die Demokratie so wichtig ist, von Michael Schudson.
Mit etwas Glück bekomme ich von der TU Dresden (Förderverein) auch noch etwas Geld für meine Kodierer, die dann hoffentlich im Juli anfangen bis zu 1000 Artikel zum Wahlkampf 2008 zu lesen, mit denen ich dann recht sicher erklären kann warum und wieso die Berichterstattung in den Printmedien zur Erosion und dem Ausbluten der Zeitungsleserschaft beiträgt. Und wenn mich irgdenjemand ernst nimmt, die Arbeit liest und die Empfehlungen umsetzt, profitieren vielleicht eines Tages die verbliebenen Leser von besserem Journalismus und kündigen ihre Abos nicht, interessieren sich für den Rest der Welt und vielleicht sogar die Demokratie an sich, die sie doch nun schon so lange mit Rechten und Freiheiten belohnt, dass es offenbar langweilig wird für sie zu kämpfen oder sogar zu wählen zu gehen...


Die Lage der Nation...sparen wir uns diesmal.

Tuesday, May 26, 2009

Die Weichen sind gestellt

so glaubte ich zumindest, ob des ereignisreichen vergangenen Mittwochs, während dessen kurzen 24h umspannenden Lebens doch so einiges passierte:

- Zum einen bewies Kobe Bryant allen, dass man zur Not auch ganz allein ein Basketballspiel gewinnen kann, wenn es denn sein muss. Damit wies er nicht nur Kritiker in die Schranken und stieß allen LeBron-Verehrern vor den Kopf sondern bereitete die Welt auch auf eine spannende Western Conference Finals Serie vor, die seitdem auch fast nicht enttäuscht hat (Ausnahme war die Klatsche letzte Nacht).
Mit diesem Spiel rückte Kobe dann auch die Sterne in eine für mich (und offenbar mein unmittelbares Umfeld) günstige Konstellation und die nächsten 24h brachten nur Gutes mit sich.

- Zuerst ging es auf große Reise, über den großen Fluss nach Cambridge zu einem kurzen Gespräch mit einem der führenden Politik- und Medienwissenschaftler des Landes, ganz gemütlich auf der Couch mit kenianischem Kaffee in einem der vielen schicken Institutsgebäude in Harvard. Es ist schon erstaunlich wie hilfsbereit Forscher und Wissenschaftler untereinander sind, da bekommt man mal eben ein paar Tipps mit auf den Weg und das alles für lau, (nur der Kaffee war heiß), und angeregt von dieser Erfahrung ist man doch immer wieder aufs Neue motiviert und fühlt sich angesteckt von einer Art kreativer Energie die hier zwischen den Universitätsgebäuden, Campuswiesen, Starbucks und Coffeeshops sowie Bibliotheken und hervorragenden Buchläden zu pulsieren scheint, ständig bestärkt durch den Anblick anderer "Freaks" die offenbar auch nichts besseres vor haben als Ihre Gehirne mit gedrucktem Wissen zu füllen um dann irgendwie und irgendwann mal eine gute Arbeit zu schreiben, die dann hoffentlich der Menschheit oder einem Bruchteil ebendieser (zumindest theoretisch) nutzt.

- Kurz darauf kam Jennifer von Ihrem 2. Interviewtermin bei Legal Seafoods zurück und hatte nun endlich die Zusage für einen Job in der Tasche. In der wirtschaftskrisengeschüttelten Region ist die Zusage selbst für einen Server-Job ein Erfolg, immerhin muss man um diese zu bekommen erstmal an die 20 Bewerbungen abschicken, anrufen, zum Interview erscheinen und Fragebögen ausfüllen. In diesem Fall kam zum Bewerbungsbogen ausfüllen ein Interview beim Manager, daraufhin ein Interview beim 2. Manager und ein Persönlichkeitstest (natürlich multiple choice) und wohl selbst für nicht Kommunikationswissenschaftler recht einfach zu durchschauen. Damit nicht genug, dann am Mittwoch das zweite Vorsprechen, beim 3. Manager und einem mündlichen Persönlichkeits- und Profiltest, um sicher zu gehen dass die neue Bedienung auch wirklich voll und ganz hinter dem Restaurant steht (und nicht etwa hinter der Dissertation) und sich alle Gäste bei ihr wohlfühlen werden, ja müssen. Nun das Ende von Lied ist nun eine uns vor dem finanziellen Ruin rettende Anstellung und die Aussicht auf lebensnotwendige, reichliche Trinkgelder in einem upscale Restaurant mit von der Rezession nur peripher tangierten Kunden. So hofft man zumindest.
Und da ist Jennifer auch in guter Gesellschaft, zu den anderen Neueingestellten gehören Doktoranden, Master Absolventen, und sogar ein Koch der nach über 10 Jahren noch mal ein paar Gäste sehen möchte und nicht nur immer die Küche. Angesichts der hochklassiken Konkurrenz um den vermeintlich simplen Bedienungsjob erfährt die Anstellung noch einiges an Prestige.

- Drittens, gesellte sich zu diesen schwindelerregend positiven Neugkeiten (die ohne Kobe natürlich nie möglich gewesen wären) die Tatsache, dass der seit Saisongebeginn vor sich hin vegetierende Starslugger der Red Sox dann doch seinen ersten Saisonhomerun gen Himmel schoß, die gesamte Stadt spürbar entlastet durchatmen konnte und nun alle auf eine Rückkehr zu Normalproduktion hofft und bangt.

- Um dem ganzen ein i-Tüpfelchen aufzusetzen schlugen die Magic dann noch die Cavs im ersten Conference Finale im Osten, eine Art letzter Ausläufer der von Kobe erzwungenen 24h Glück im Leben des Protagonisten.

Seit dem hat Jennifer nun offiziell ihr Training (für eine Woche) im Legal Seafoods begonnen und wird vorraussichtlich schon Ende der Woche als Bedienung Trinkgelder kassieren dürfen (gerade rechtzeitig zur Graduation in Harvard und MIT, wenn die stolzen Eltern und Großeltern mit ihren nun in akademisches Gewand gekleideten Snob-kids in die Restaurants strömen und ordentlich das Portemonnaie aufreisen). Das Wetter war größtenteils gut und erlaubte auch passend zum Memorial Day ein kleines BBQ mit Tom und Diane in unserem kleinen Vorgarten, der nun Dank heroischer Umgrabearbeiten des Autoren auch tatsächlich so etwas ähnliches wie lockeren Mutterboden vorweist und damit hoffentlich bald viele dicke Tomaten und Paprikaschoten produziert.

Nun ist es schon Dienstag vormittag, Zeit mal etwas produktiv zu werden und zumindest ein Outline für die MA-Arbeit aufs Papier zu hämmern. Denn nun, da die Weichen gestellt sind, muss der Zug auch mal abfahren!

best
-k

-Und allen Geburtstagskindern alles Gute!

BU Beach
Zuhause im Urlaub...Im Urlaub zuhause
Gärtner
Neuer Nachbar
schon wieder die Skyline

:)

Am Strand, Carson Beach, Dorchester Bay
Carson Beach II
Einsiedler

Happy Memorial Day (BBQ)

Saturday, May 16, 2009

Jorge und Jesus und Jose (Disclaimer:Satire)

oder wie auch immer sie heißen mögen pfeifen noch immer meiner Freundin hinterher. Und das geht ihr auf die Nerven. Noch schlimmer ist es wenn sie in ihren Ghettokarren langsam neben ihr her rollen um sie zu mustern oder gar anhalten um dann mit aufheulendem Motor von dannen zu preschen. So geht es einer jungen Frau, die sich im Latinoviertel klar als Minderheit verstehen muss und die meisten Kommentare auch gar nicht versteht. Doch nicht nur die Mittel- und Südamerikaner verfolgen sie in meiner Abwesenheit und versuchen auf rechte plumpe Art ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, letztends hat sogar der alte zottige Penner unter ihren Regenschirm geschaut, obwohl er sich dafür bücken musste. (Meine Begründung hierfür war, dass er ob ihrer Körpergröße vielleicht dachte der Schirm ging ganz von alleine die Straße hinab, da man wohl mit so kleinen Leuten hier nicht rechnet).
Darüber hinaus haben Jorge, Jesus und Jose und ihre meist dicken und billig geschminkten Muttis (die laut einem nun aus dem Radio verbannten Kritiker den USA nichts außer Geschlechtskrankheiten und Damenbärten gebracht haben) noch die unausstehliche Angewohnheit in diesem schönen Land der unbegrenzten Möglichkeiten genauso vor sich hin zu gammeln wie in der Dritten Welt aus der sie illegal über den Rio Grande hierher geschwommen sind. Weder Recycling noch Hundekotaufheben sind den bestimmt zum großen Teil illegalen hierher gekommenen ein Begriff. Stattdessen hängen sie halbnackt in ihren muffigen Buden rum und starren meiner Freundin auf den Arsch wenn sie zur Arbeit geht. Und dann sind sie noch enttäuscht wenn ebendiese ihnen trotz des bestimmt ernst gemeinten "ay mami" nur einen bösen Blick und ein kaltes Schweigen zukommen lässt.
Das alles wäre ja noch zu ertragen, wenn die Tortillaboys nicht auch noch seit mindestens 6 Wochen ununterbrochen das gleiche verdammte Lied hören würden, jenen jammerigen Stumpfsinn von dem bei uns im Schlafzimmer nur noch der Bass ankommt, dafür aber regelmäßig von früh bis spät. Und außer Haus hat man immer das Glück von einem der Ghettoboys überholt zu werden, aus dessen offenen (oder kaputten) Fenstern und völlig zerschroteten Lautsprechern dann noch einmal das gleiche Gedöhns zu hören ist. Für eine Kostprobe einfach hier klicken und im player rechts oben den Song que tengo que hacer anwählen.
Damit nicht genug, wenn die Verrückten dann schon mal den Sender wechseln ist dies die scheinbar einzige Alternative: Wer nicht genug bekommen kann einfach nach mariachi suchen auf youtube, viel Spaß.
Und wenn mal einmal einen ganzen Tag hier in der Nachbarschaft verbracht hat und sich dann abends zur Besinnung an den Grill setzen will, kommt tatsächlich noch so ein kleiner Dicker mit Oberlippenbärtchen mit seinem Truck vorbei und bläst die letzten Stücke seines Autoradios zum Fenster hinaus und mir auf den Teller. Da wünscht man dann trotz allen guten Willens manchmal, dass dies alles nur ein Film sei, ein Clint Eastwood Film am besten, und meine 45er auch brav in meinem Schoß liegt, geduldig darauf wartend, dass hombre kurz anhält und Jennifer ein "ay mami" zupfeift. Na komm schon...

Neben der harmlosen Alltäglichkeiten gibts natürlich auch gute Neuigkeiten:
-Zum Beispiel dass ich nächste Woche nahc Harvard gehe um einen der bedeutendsten Politikwissenschaftler der Neuzeit ein paar Fragen zu meiner Magisterarbeit stellen darf.
-Und dass der Boston Globe noch immer nicht tot ist, leider aber jetzt $ 1 pro Ausgabe kostet.
-Und darüber hinaus scheint die Sonne, meistens zumindest.
-Und dass tatsächlich auch "weiße" in East Boston leben (die trifft man beim Mexikaner zum Frühstück)
-Und dass man am Strand in Revere joggen gehen kann, fast ganz alleine am Vormittag!
-Und alle (außer mir wie es scheint) Feiern ganz ausgelassen ihren Schulabschluss zu dem Eltern und Großeltern angereist sind um bei der großen Zeremonie dabei zu sein, ein paar Gläser Schampus zu kippen und ein letztes Mal der Uni Geld in den Rachen werfen, für das Essen hier außerhalb des Festveranstaltung. Der Anblick der festlich gekleideten Abgänger, von denen die meisten wohl 3 Jahre jünger sind als ich hat mich schon etwas gekränkt, genug um vom Campus zu flüchten und mich zu den Enten an den Fluss zu setzen (zum Lesen), den so einen Aufwand wird es wohl für mich in Dresden nicht geben, nicht nur hätte die Uni kein Geld für Festlichkeiten die sich über eine Woche ziehen, es fehlt dort auch zweifellos an jenem Zaubermittel, dass dem ganzen bunten Großkapitalistenspiel in der Zwingburg der Reichenbildung hier tatsächlich eine Seele einhaucht: School Spirit. Ich konnte es nicht über mich bringen Fotos zu machen von den ganzen erwachsenen Kindern und den weißen Stehtischen auf der Wiese (BU Beach) neben dem riesigen Festzelt, aber ich bin mir sicher die Uni stellt welche online, für alle Interessierten. Hier gehts zur website.

Bilder hab ich auch welche gemacht, vom Frühling und so. Für alle die weder lesen könen noch wollen und ohne Bilder auch kein Feedback mehr hinterlassen.


Entenküken im Charles River
Frühling am Charles River (Jogging und Fahradweg)
Frühling in East Boston
Frühling an der BU

Erste vorsichtige "Garten" Bereinigungsversuche. Resultat war eine sehr dankbare Vermieterin, kostenlose Internetnutzung, kostenlose Grill- und Sitzeckennutzung und ein Sack Grillkohle. Hmmm...vielleicht sollte ich mal fragen ob ich auch die Treppe streichen darf und den Baum verschneiden?
Der nun bereinigte Garten und Müllplatz
Grillen als Belohnung mit unserem ersten Hausgast, Diane

So viel Fleisch für mich :)

Sunday, May 10, 2009

Recital - Sunday, May 3 2009

Ausschnitt aus dem Recital Programm, Qualität und technische Mängel sind angesichts der Kamera (Cybershot) und des fehlenden Equipments (Stativ, Licht, Mic) zu entschuldigen.



Jennifer und Klarinettenmann




Jennifer und Gitarrenmann

best,
-k

Friday, May 01, 2009

Zufällige Beobachtungen

macht man immer wieder. Große und kleine, je nachdem.
Unter anderem fiel mir gestern auf, dass ich wahrscheinlich zum ersten Mal (es sei denn ein Archivblog beweist das Gegenteil) mit offenen Augen durch die Welt spaziere und meine Umwelt bewusster aufnehme als in den vorhergehenden Jahren.
Eine der signifikanteren Beobachtungen ist die unglaubliche Schönheit des sich nun auch in Boston durchsetzenden Frühlings. Wahrscheinlich ist nach dem langen, kalten Winter auch das Bewusstsein ein wenig geschärft was das angeht. Auf jeden Fall riecht man hier den Frühling und spürt die laue Frühlingsluft nach den Hitzeattacken des letzten Wochenendes (93 Grad Fahrenheit) und den sich daran schließenden Temperatureinbrüchen von über 20 Grad (F!). Nun hat sich das Frühlingswetter eingepegelt aber die milden Regenschauer und der Temperaturschock haben wie ein Kickstarter auf die bisher völlig vergraute Landschaft gewirkt. Nicht nur versammeln sich wieder die Mädels am BU Beach und laufen die ganzen Fitness Spinner und Poser ohne Shirts den Charles River auf und ab, es kommt auch sprichwörtlich jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch unter seinem Stein hervorgekrochen und belebt die nun noch wimmelnderen Straßen. Die Bäume stehen in voller Kirsch- und Apfelblüte, das Farbenspektrum, unvollständig zwar, doch nuancenreich wie noch nie zuvor erstreckt sich größtenteils von weiß bis zartrosa und gleichzeitig von Osterglockengelb bis zartgrün in den wiedererwachenden Parks und Vorgärten.
Gleichzeitig glaubt man selbst den damit verbundenen Sauerstoffanstieg in der Luft wahrzunehmen.
Nun bringt dies natürlich auch seine Schattenseiten mit sich, zum Beispiel die ganzen Assis und Säufer, die bisher doch kaum zu sehen waren. Schon mehrmals habe ich ein paar gänzlich degenerierte beobachten müssen, deren fragwürdiges Verhalten auch manchmal mit Hilfe der stets zum Überreagieren bereiten, örtlichen Polizei eingedämmt werden musste. Man nehme nur die des nachtens an unserer Tür rüttelnden Teenager als Beispiel, oder die beinahe Auschreitungen zwischen und unter betrunkenen Nichtsnutze in East Boston, oder einen nationalistisch rumpöbelnden "Fan" nach einem Red Sox Spiel der lauthals die Fahrgäste um Konfirmation ihrer Amerikanischen Nationalität und der Überlegenheit der Nation anhielt, oder die nun plötzlich auch auf der Straße anzutreffenden Druggies deren Anblick einen fast dazu bringt den Krankenwagen zu rufen. Plötzlich schien das kleine pinkfarbene Pfefferspray, das Leslie ihrer Tochter Jennifer schickte (für Notfälle) gar kein so abwegiger Gedanke zu sein.

Darüber hinaus fällt mir zunehmend auf, dass ich eine starke, positive Reaktion auf den zwar dünnen aber doch geschmacksreichen Kaffee habe, der hier im Campus Laden für $1,50; $1,75 und $2 kostet; Geschmacksrichtungen sind. French Vanilla, Hazelnut, Pumpkin Spice, Vitamin-enriched, Breakfast Blend, San Francisco Roast etc. Jeden Morgen oder Mittag oder Abend reichen meine 500ml um mich in ein kleines Hoch, das ich dann versuche mittels eines koffeinhaltigen Soft-Drinks in den Nachmittag (oder späteren Abend) zu retten.
Zu dieser Mischung gesellt sich dann jenes befreiende Gefühl, dass man bekommt wenn man zur Abwechslung mal nicht sofort nach der Arbeit nach hause geht sondern mit ein paar Freunden auf ein Bier oder zu einer Show geht. Wie gestern Abend, als Matt und Dan mit den deutlich gereiften Movers und Shakers ihren letzten regulären Gig in einer kleinen Bar in Cambridge spielten, alle möglichen Freunde sind da und viele habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit gesehen. Schnell sind Nummern wieder ausgetauscht, Kontakte aufgefrischt und sofort schmiedet man diese Pläne, tausche Ideen über zukünftige Zusammenkünfte aus und nach 2 Stunden ist man so angenehm berührt vom Erzählen, Zuhören und Beobachten, dass man es kaum erwarten kann am nächsten Tag aufzuwachen um zu sehen, was der neue Tag einem für weitere gute Neuigkeiten bereithält, welche Überraschunge er bringt.
Zu diesen letzteren Beobachtungen (ja, noch mehr Beobachtungen) gehört zum Beispiel die quirkig, lebendige Szene in Cambridge, die faszinierende und funktionierende Musikszene, Underground und Indie Boston, kleine Bands und Einzelkünstler und ihre Fans und Freunde. Alles in allem eine sehr angenehme Szene sich gegenseitig respektierender und unterstützender junger Menschen die tatsächlich sinnvolle Hobbies haben. Und dann steht dieser alternde Gigolo an der Bar, eine Mischung aus Napoleon und dem Typen aus dem Sublime Song date rape, blasse haut, Plastik-Lächeln und hellblonde nach hinten gekämmte Haare, alternd und Bauchansatz, offenes Sacko und das Hemd offen bis fast zum Bauchnabel, gelangweilte müde Augen und trotzdem spielt er sich auf wie der König der Welt und gibt großmütig allen Zuschauern der Show Bier aus (PBR), auch denen die schon eins haben und/oder keins wollen. Ohne sich damit Freunde zu erkaufen, höchstens ein nervöses Danke von den Ladies und ein ernst gemeintes, wenn auch mitleidiges, Danke von den Jungs muss er so wohl um die zwei Dutzend Bier verteilt haben, und obwohl ich zu weit weg stand um selbst Empfänger eines solchen zu sein erheiterte mich das Schauspiel doch fast noch mehr als die Zuschauer und die Band, die in den Genuss seiner Gunst kamen. Ganz plötzlich war es dann aber schon kurz vor eins und ich hatte die Bahn verpasst, streunerte gut gelaunt Richtung Downtown zurück über die Brücke über den Charles River. Um ein Taxi zu sparen rang sich Jennifer dazu durch mich abzuholen, und um die Wartezeit zu verkürzen saß ich wie magisch angezogen plötzlich in einer kleinen Bar hinter einem auch um ein Uhr nachts sehr bekömmlichen Guiness. Selig und zufrieden, kein bisschen müde, wartete ich auf Jennifer um mich nach hause zu holen. Jenes zu hause, dass doch erst durch sie dazu geworden ist, und ohne ihre Anwesenheit einfach ein kleines Apt. im "Latinoghetto" sein müsste.

best,
-k

Sunday, April 26, 2009

Auf und ab im April

obwohl die Amerikaner laut Gallup Poll zu 67 Prozent hinter ihrem neuen Präsidenten stehen, und das ob der zahlreichen wegweisenden Legislativinitiativen, deren Tragweite zumindest die Konservativen doch deutlich zu stören scheint. In Texas und anderen Bundesstaaten mit starken republikanisch-orientierten Bevölkerungssegmenten hält man mit tatkräftiger Unterstützung des Propagandanachrichtensenders FOX News bereits Tea-Parties um gegen die als oppressiv empfundene Regierung zu demonstrieren, der Gouverneur hat selbst einen Austritt aus der Union nicht ausgeschlossen, da angeblich ganze Bevölkerungsgruppen durch die neue Regierung nicht repräsentiert und zu Unrecht zur Steuerabgabe genötigt werden...
Doch von den bizarren innenpolitischen Gegebenheiten des Gastlandes einmal abgesehen wird die Situation vor der Haustür im Zuge der sich in den Köpfen der Meinungsmacher zwar abschwächenden Wirtschaftkrise nur langsam und unwesentlich besser, in einigen Einzelfällen sogar extrem schlechter.
Das Unijahr ist fast vorüber und wie jeden Sommer suchen die Studenten (und überhaupt alle die im Besitz einer Arbeiterlaubnis sind) nach Nebenjobs um sich den Sommer über zu finanzieren bis dann mit Beginn des neuen Schuljahres wieder die Regierungs- und Privatkredite greifen die vielen hier das Überleben während des Unijahres ermöglichen.
Nun sickert wie überall die Krise auch hier recht zügig nach unten durch und statt offener Stellen gibt es selbst in Amerika Arbeitslosigkeit und Stellenkürzungen. So kommt es das Jennifer für den Sommer noch keinen Job hat und dank des noch ausstehenden Recitals (und dem damit verbundenen Übungs- und Vorbereitungsaufwandes) weder Zeit noch Kraft für eine erfolgreiche Jobsuche hatte. Wenn sich dahingehen nicht bald etwas ändert (etwa in den nächsten 7 Tagen) stehen wir vor einem großen Problem.
Doch jammern wollen wir mal nicht, den anderen geht es noch viel schlechter. Den Obdachlosen zum Beispiel, deren Zahl hier auch dramatisch zugenommen hat angesichts der Tatsache das doch recht viele hier ihr Haus verloren haben und nun im Auto oder der Obdachlosenunterkunft wohnen.
Aufbauende Geschichten wie diese denke ich mir leider nicht aus, die stehen im Boston Globe. Und selbiger, um nun die Überleitung ganz glatt hinzubekommen, ist auch so gut wie am Ende. Das mag zwar in Deutschland keinen interessieren doch für mich persönlich ist das schon eine kleine Katastrophe. Nachdem in den letzten Wochen bereits einige namhafte und traditionsreiche Zeitungen die Pressen stillgelegt haben, könnte nun bald (am 1. Mai zum Beispiel) eines der Flaggschiffe der Nordamerikanischen Presse die Segel streichen (oder wie andernorts von Piraten geentert werden, aber dazu später).
Vor 3 Wochen hat die New York Times, Eigentümer des Globe seit einigen Jahren und ihrerseits von Millionenverlusten und Werberückgängen von mehr als 30% betroffen, dem Globe ein Ultimatum gestellt. Der Globe verlor letztes Jahr allein über 50 Millionen, dieses Jahr werden es 85 Millionen. Nun fordert die Times 20 Millionen an Einsparungen von den Gewerkschaften des Globe und damit schwingt wie das Konkurrenzblatt Boston Herald mit Genugtuung feststellte, das Beil schon recht nah über dem Kopf der einzigen großen Qualitätszeitung der Stadt. Und damit sieht es schlecht aus für meinen potentiellen Arbeitgeber und Startpunkt einer großen Journalismuskarriere. Die Chancen jedenfalls, das man mir beim Globe mal einen Job anbietet sind wohl recht dünn. In einem Verzweiflungsakt und in der Hoffnung dass viele andere es uns gleichtun haben Jennifer und ich sofort ein Abo abgeschlossen, denn wie wir alle wissen hängen die werbeeinnahmen einer Zeitung ganz entscheidend von ihrer Leserschaft ab. Und wenn diese nun entgegen dem Trend ganz steil nach oben schießen würde...na dann vielleicht...

Ähnlich geht es dem traditionsreichen Unternehmen Filene's Basement, einer Kette von Modehäusern deren Spezialität der Verkauf von gnadenlos heruntergesetzter Designer und Markenware war (und noch ist). Nach stetigen Umsatzverlusten wurde die einst erfolgreiche und in Boston gegründete nun dahinsiechende Kette an eine Art Insolvenzverwalter in Kalifornien verkauft. Das Ende ist auch hier abzusehen.

Und um dem ganzen noch einen drauf zu setzen geht auch der MBTA ganz schnell die Kohle aus. Nachdem die Gesellschaft für Öffentliche Verkehrsmittel schon angeordnet hat die nächtliche Beleuchtung der Zakim Bridge abzustellen (einem heißgeliebten Wahrzeichen der Stadt) um monatlich etwa 5,000 Dollar zu sparen und die entsetzten Architekten des Kunstwerkenbegonnen haben Geld zu schicken um die Lichter finanzieren zu können, ist es nun langsam abzusehen dass auch solche Notmaßnahmen die hunderten Millionen an Defiziten nicht mehr ausgleichen können. Drastische Kürzungen im nun ohnehin wieder völlig überlasteten Verkehrsnetz der U-Bahn-Linien und Buslinien , Personalentlassungen und Einsparungen von 50% bei Wochenend- und Abend-Zügen wurden schon vorgeschlagen, die Bürger sind entsetzt und das Chaos droht. Besonders dann, wenn wie am Marathon Monday letzte Woche ein Marathonlauf mit mehr als 20,000 Teilnehmern stattfindet und von den 4 großen Sportteams der Stadt gleich 2 ein Playoff-Heimspiel haben und gleichzeitig die Red Sox eine Heimserie spielen... Da schließt man sich am besten zu hause ein und geht garnirgends mehr hin.

Obendrauf endete der Winter (vorübergehend) vor etwa 3 Tagen, der Campus ist voller sich sonnender Mädels die überall ausgestreckt auf den Wiesen liegen und den zukünftigen Studenten, die derzeit mit ihren sich in den finanziellen Ruin stürzenden Elternteilen den Campus touren (denn in der Krise wird auch die nun bei lächerlichen 35,000 Dollar liegende Studiengebühr ein klein wenig angehoben werden müssen!) einen ganz attraktiven Anblick bieten. Die meisten der Mädels sind entweder Sonnenstudio gebräunt und damit immun vor der gleißenden Sonne oder verwandeln sich angesichts der noch immer fehlenden Laubschicht auf den weiterhin winterlich aussehenden Kahlgerüst-Bäumen in Kürze in Hummer. Nur von der Natur begnadete Einzelkünstler wie der Auto des Blogs werden auf Anhieb schmerzfrei braun.

Um der Bräunung ein wenig auf die Sprünge zu helfen und wenigstens einmal die Woche mit der sich kaputtarbeitenden Freundin (=Mitbewohnerin) ausspannen zu können, sind wir gestern mal eben an einen der schönsten Strände hier gefahren (laut Zeitungsumfrage im Phoenix der beliebteste Strand in Massachusetts). Crane Beach hat uns dann auch ordentlich gefallen dank arktischer Wassertemperaturen auch vom Baden abgehalten. Der Golfstrom hat leider keine Ausfahrt die nach New England führt und die Gewässer erhitzen sich hier damit erst gegen Ende Juli. Trotz der schmerzhaften Wassertemperaturen, die selbst ein Fußbad zu einer Kneipp-Tortur verkommen lassen, bzw. die gleichnamige Kur als angenehm warme Erinnerung ins Gedächtnis zurückholen, war der Strand gut gefüllt, ohne einen jedoch zu nerven, denn zwischen den vielen Sanddünen und auf den Wanderpfaden durch die Dünenlandschaft kann man den Massen hier sehr gut entkommen, fühlt sich in kürzester Zeit wie in eine Wüste verpflanzt und lechzt nach Wasser. Bilder dazu unten.

Nun, die Liebe zum Strandleben und die Aussichtslosigkeit der Jobsuche mit oder ohne Arbeitserlaubnis lassen eigentlich die Piraterei als einzige Alternative. Selbige scheint laut Medienberichten Hochkonjunktur zu haben und obwohl der erste (jämmerlich dünn und hilflos aussehende) Seeräuber schon an Land gefischt wurde und nun entgegen fast aller Gesetze des Planeten in Amerika vor Gericht steht, nachdem er bei Verhandlungen unter weißer Flagge verhaftet wurde und nun auf Basis eines seit hundert Jahren nicht angewendeten schwammigen Gesetzes wahrscheinlich zu Urlaub auf Lebenszeit verurteilt werden kann, scheint es doch gerade deswegen sinnvoll sich mit dem Piratendasein anzufreunden. Meint ihr nicht?

Nun haben wir den bogen gekriegt, von der Trostlosigkeit der wirtschaftlichen Lage im großen und im Kleinen, über den langsam erblühenden Frühling, der sofort gegen den Sommer eingetauscht wurde bis in zur Piraterei alles abgedeckt und berichtet, ein einziges Auf und Ab - fehlen nur noch die Bilder:

best,
-k

PS: und da hab ich die Fast-Panne mit überhitztem und qualmig-stinkendem rauchschwadenproduzierenden Motor auf dem Rückweg von Ipswich, des Nachtens an unseren Türen rüttelnde Eindringlinge, (Heu)schnupfen und den kürzlich gestellten Craigslist-Killer noch gar nicht erwähnte!!!

Osternachlese I
Osternachlese II
Frühlingsatmosphäre
Blühende Landschaften
selbst in East Boston...man beachte jedoch das noch sehr spärliche Blattwerk..wie im Winter
Sonnenuntergang im Stadtpark, Downtown
Boston von seiner schönsten Seite
Szenenwechsel...Sommer in New England, einen Tag später
Dünenlandschaft, Crane Beach, mit Statist
gefühlte -4 Grad im Atlantik
von zu kalt zu zu heiß

Jennifers missglückter Frisörbesuch bescheehrte ihr rotblonde Haare (nach eigenen Aussagen sieht sie aus wie Ronald McDonald), Nachbesserungstermin ist für Dienstag angesetzt, bis dahin wird eine Mütze getragen...
Verdurstet in der Wüste (Dünenlandschaft in Ipswich, MA)