Saturday, March 15, 2008

Nevada I (unvollständig, vom Klo) Bilder folgen

Bin in letzer Zeit leider nicht dazu gekommen viel neues zu schreiben da sich tausend dinge ergaben die mich vom schreiben abhielten. Dieser Post wird teilweise von einem Badezimmer in San Franciscos Hippie district geschrieben, und spiegelt sich während ihc hier sitze und tippe tausendfach in den Spiegeln des "Strarlight Rooms" wieder. Doch dazu in einem späteren Post mehr. nevada war großartigt. Jennifer hatte eine Erkältung von Boston mitgenommen und leider hab ich mich damit etwas angesteckt. Weitere alternativen wären die Höhenkrankheit, denn den meisten bekommt der plötzliche Wechsel vom Meeresspiegel auf etwa 6,000 bis 8,000 Fuß niocht wirklich. Das Klima in Nevada ist trocken und continental, wird also schnell heiß und genauso schnell kalt. Unser Hotel und Casino liegt irgendwo im Carson Valley, einer steinigen und früher fast menschenleeren trockenen Einöde mit Straßen auf denen man stundenlang gerade aus fährt und trotzdem nicht wirklich irgendwo ankommt. Aber was solls, der Weg ist das Ziel. Unser Zimmer liegt im Zweiten Stockwerk und man kann über den Parkplatz auf die Schneebedeckten berge der Sierra Nevada schauen, die in einiger entfernung in der kristallklaren Bergluft gut zu erkennnen sind.
Unterkunft ist großartig und völlig über meinem Niveau, ich fühle mich schlecht in einem Hotel zu übernachtend ass ich mir nie leisten könnte, aber angeblich haben Jennifers Eltern Bonuspunkte im Casino und konnten das Zimmer günstig haben. Nun gut, was solls. Der pool hat die Form des Staates Nevada und man schwimmt mit 2 tiefen Zügen von Vegas nach Reno. Danach zum ausruhen in einen der beiden achteckigen Whirlpools...hmmm. Fehlt nur noch ein drink, den könnte man problemlos per Zimmerservice kommen lassen, aber es muss ja nicht sein.
Die trockene luft und meine ob der Sonnenbestrahlung wenig wärmende Bekleidung haben ihre Spuren hinterlassen und meine Erkältung führt zum fast völligen Stimmverlust. Mit etwas Advil und einigen ein paar Bier kommt man jedoch darüber hinweg.
Jennifer's Vater arbeitet als Musiklehrer in einer High School, ihre Mutter unterrichtet Schwererziehbare. Die Familie ist nicht nur nett sondern auch ungemein komisch, mein Vokabular vergrößert sich und Wörter wie Shitbird sind von nun an im täglichen Umgang wichtig.
Zu den ersten highlights des Tages (Freitag) gehört ein Besuch der alten Silber-rausch stadt virginia City, die zwar dank der Tourismusindustrie einiges ancharme verloren hat, jedoch nohc immer an den wilden westen zu erinnern vermag. Verrostete, einsturzgefährdete Silbermühlen und verlassene Häuser säumen den weg in die Stadt. Virginia City besteht aus einer Hauptstraße, gesäumt von Ramschläden, Bars, Saloons und Touristenshops die einem alles verkaufen was auch nur im entferntesten mit dem schriftzug der Stadt bedruckbar ist. Fotographen bieten die möglichkeit echte gestellte wild west fotografien von sich selbst anfertigen zu lassen -großartig! so viel geschichte und dabei ist das alles erst etwas über 150 jahre alt. sogar ein museum gibt es.
Nachdem wir Reno mit seinen Casinos und Jennifers Schule, sowie ihre Schwester samt Gatten besucht und die High School auch noch Freitag besichtigt haben, gibt es dann am Samstag ein all-you(kuli)-can-eat Frühstücksbuffet in einem der Casinos. innerhalb von nur 1,5h lerne ich weitere Teile der Familie kennen und verzehre folgende Speißen u getränke:
Orangensaft
Kaffee
Wasser
Toast mit Schinken u Ei
Karottenkuchen
Grünen Gelee mit früchten
toast benedict mit Sauce Hollondaise
marinierte Steakstreifen
Bohnen
Reis
Eiscreme
Krabbenzangen
Shrimp
Kekse mit Kokusnussfüllung
3+ Glas Champagner
Melone
Ananas
und einige Dinge deren Namen ich vergessen habe, da sie mir von Jennifers Famile mit dem Löffel von rechts und links in den Hals gesteckt wurden.
Selbstverständlich war dies das erste und letzte Essen an diesem Tage, den Rest der Zeit ging es mir mehr oder weniger elend, erst da ich völlig überfressen aus dem casino rollte und dann da eine Missglückte wanderung mit Besuch der Hot Springs dazu führten dass meine Schuhe vom Schnee durchnässte meine Füße und meinen Körper auf eine mich schwächlich machende Temperatur abkühlten.
Sonntag dann ging es ab nach Tahoe, einem strahlend blauen, klaren See direkt an der Grenze von Nevada zu Kalifornien.

Monday, March 03, 2008

Es wird immer besser (Bilder sind da!!!)

Blick auf Boston vom Pru

Schick angezogen

Hafen zur Dämmerung
Abendstimmung am Hafen

So, nun bin ich also schon seit fast 2 Wochen frei und es geht mir dabei auch spürbar besser als zu Beginn. Nachdem die Woche eher ruhig verlief, ich nur mal mit Karen in der Bar war und sonst nicht viel passierte, begann spätestens Freitag dann die Kehrtwende.
Aus besonderem Anlass wurde ich von Jennifer ins Top of the Hub zum Mittag eingeladen, jenem schicken Restaurant im 52. Stock des Prudential Towers, in das ich schon immer mal wollte. Von dort hatte man zu leckerem Essen auch einen wunderbaren Blick auf den Hafen von Boston sowie die umliegenden Inselgruppen und natürlich auf Downtown und denn erstaunlich blauen Charles River mit den winzigen Segelbooten.
Ausserdem kamen mit John aus New York und Polska aus Connecticut gleich zwei Freunde zu Besuch übers Wochenende. Mit ersterem war ich bei unserer Freundin Amy zu Besuch und dann von dort noch in einem netten Jazzclub. Dank hereingeschmuggelter Getränke kostete das ganze dann auch nichts für uns und die Musik, eine Mischung aus Jazz und Reggae, war auch noch top. Am Samstag haben wir dann unter anderem John und Tom Downtown getroffen und haben uns in Eiseskälte den hereinbrechenden Abend am Hafen angeschaut. im Anschluss waren Jennifer und ich dann gleich noch im North End Pizza Essen, sind dabei aber ordentlich erfroren. Abends dann gab es das zumindest von mir langersehnte Wiedersehen mit den Movers und Shakers bei einer Show im Middle East, an die ich mich heute meine noch immer summenden Ohren erinnern. Früher, als ich noch jung war hatte ich diese Probleme noch nicht. Das fröhliche wiedersehen mit allen führte natürlich zu einer Unmenge von neuen Plänen die sich wahrscheinlich nun in der schon knapper werdenen Zeit kaum noch realisieren lassen werden.
Angesichts der horrenden Preise für Skiausrüstung ($ 18), Busverbindungen($10-20) und Loipenbenutzungsgebühren (etwa $ 15) pro Person und Tag, denen mein Montasverdienst von momentan $ 0 gegenübersteht, wurde der Skiausflug inoffiziell gestrichen. Um die Winterstimmung zu erhalten haben wir dann den "March of the Penguins" geschaut, das war deutlich billiger und für meinen aus unergründlichen Gründen verzerrte Rücken auch angenehmer.
Ausserdem hab ich mit Polska die eher dürfitge ertse halbszeit des Lakers-Mavs Spiel geshehen. Da Polska dann abreisen musste und ich in die Bibliothek, haben wir wohl beide eines der Top Spiele des Jahres verpasst. Kobe's 52 waren ein Vorgeschmack auf das Raptors Spiel nächsten Dienstag, nicht verpassen das Ding aufzunehmen, denn ich sitze ganz oben unterm Dach und werds nicht sehen können!
So, nun hab ich Hunger und sollte mich ausserdem mal um die wichtigen Dinge des Lebens kümmern, unter anderem sind Telefonkarten aufzuladen, Geld zu transferieren, Wäsche zu waschen, der Globe zu lesen, Jennifer gesund zu pflegen...

PS: Grüße an Toni, du bist vond er Kritik an meinen Mitstudenten selbstverständlich ausgesnommen.

Tuesday, February 26, 2008

neuer anlauf, neues glück

Nach dem etwas aprupten vorläufigen Ende des Blogs nun der Versuch einer Wiederbelebung. Da selbst Leute deren Leben noch uneventvoller (auch: abwechslungsloser) verläuft als das meinige noch immer ihre geistigen Umnachtungen im Netz auszuleben scheinen, (hoesi's blog) steht eigentlich weiteren Veröffentlichngen unter meinem Namen auch nichts entgegen.

Von jetzt an gibt es also wieder Neues, wenn auch weniger privat und etwas was mehr am Weltgeschehen interessiert.

Nach fast halbjähriger Abstinenz von allem was Spaß macht und einem zwar saubereren, sichereren und gesünderen Leben (ist das dan noch eins?) auf Sparflamme bot Barclaycard an vorübergehend eine Reise zurück in die heimliche Welthauptstadt des Vereinssports (asugenommen Hockey) zu finanzieren. Nachdem nach der World Series auch fast der Super Bowl ohne mich gefeiert wurden, war es Zeit für einen Besuch bei den in Boston verbliebenen Freunden und dabei ganz besonders bei der doch sonst ganz einsamen Jennifer.
Völlig unterfinanziert und schlecht geplant lief eigentlich alles darauf hinaus entweder völlig vor den Bug oder doch irgendwie gut zu gehen.
Nun, bisher ist letzeres eingetreten, ersteres kommt aber bestimmt noch zum Zuge.
Nachdem ich Antrittsbesuche bei Taco Bell und U Burger ohne Zwischenfälle Überstanden hatte, ja sogar problemlos vom Niveau deutschen Bieres über Sam Adams zu Brubaker und schließlich zu PBR abgestiegen bin (letzeres hat dann doch leichte Kopfschmerzen und starken Furzdrang erzeugt), kam nun heute endlich die erste Magenverstimmung. Hatte ursprünglich darauf wetten wollen, dass Jennifers vegetarisch geprägte Kost mich in Windeseile entweder ausdünnt wie den Suppenkasper oder mir ihre Liebe zum Chillie die Därme verfeuert, aber nun hat mich doch die Kost auf dem Campus auf die Bibliothekstoilette getrieben.
Aus lauter arbeitseifer sitz ich den größeren Teil des Tages hier und bin stark damit ebschäftigt nur nicht zu arbeiten. Meine letzte Belegarbeit hab ich mental überwunden und innerlich für abgeschlossen erklärt, die Arbeit an der Euforia Website bisher immer auf morgen vertagt und nun auch sonst mach ich nicht viel. Da bleibt viel Zeit den Boston Globe zu lesen und Stück für Stück den kontakt zu Bekannten wieder her zu stellen.
Folgendes ist passiert:
Chris arbeitet noch immer bei Big City Moving, wohnt aber jetzt näher am Ghetto in Jamaica Plains; Tyler ist noch an der BU trinkt aber noch mehr als früher und sah letztens recht mitgenommen aus. Karen und Tom sind auch noch da, erstere wohl aber nicht mehr lange. Meine Lieblings-Frühstücksrestaurants gibt es zwar noch, ich war aber aus Spargründen noch nicht da. Überhaupt habe ich mich bisher ausergewöhnlich ruhig verhalten! Carolina, Katie und Carolyn wohnen nun in LA, die werde ich also erst dort sehen.
Der kombiationsfreudige Leserw ird an der Stelle merken, dass in Trip an die Westküste unausweichlich scheint. Und er (der eine) hat Recht:
Am 6. März gehts nach San Francisco, von dort nach Nevada an den Lake Tahoe und nach Reno. Dort besuchen wir dann die Hot-Springs, die Skiresorts und den ein oder anderen Nationalpark sowie ein paar Casinos, bevor es dann am 10. weiter geht nach L.A. Wenn alles gut geht sehen wir dann dort wie Kobe die Lakers mit 81 Punkten zum Sieg gegen die Raptors schießt und treffen ausserdem wer auch immer mich gern sehen möchte. Je nach Kasse und Wetter sind Trips an diverse Strände, vielleicht sogar bis San Diego und Mexico geplant, aber das wird sich zeigen. Zum Abschluss schauen wir uns auch San Francisco an, wohnen dort in einem sehr originellen Überbleibsel aus der Flower Power Ära, dem Red Victorian mitten im Hippie-Bezirk. Die Besitzerin des Ladens heißt treffend Sami Sunchild und unser Zimmer "Sommer of Love." Da werde ich wohl mal anfangen ein paar schöne CDs zu brennen, meine Jeans aufzureißen und Jennifer Blumen ins Haar zu flechten. Könnte es kaum erwarten, wenn es nicht gleichzeitig das Ende des Westcoast Trips wäre und danach nur noch St Paddy's Day in Boston als Rausschmeißer wartet, bevor ich mich wiedermal aus dem Leben verabschieden muss und in die Bibliothek einziehe, um für die Abschlussprüfungen in Fächern zu lernen, die sich entweder selbst zu wichtig nehmen und unterm Strich unbedeutend sind oder einfach jegliche Herausforderung verloren haben da sie von Möchtegern-Leherern übervölkert werden, denen ich (irgendwann) meine Kinder auch dann nicht anvertrauen werde wenn sie mich dafür bezahlen könnten.
Für alle am Weltgeschehen interessierten, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten trägt zwar den Mittelnamen Hussein, diskutiert aber heute trotzdem nochmal mit Hillary über Dinge die in Deutschland niemand nachvollziehen kann, um dann morgen vielleicht schon einen entscheidenden Vorsprung im Rennen um die eigentliche Kandidatur gegen einen 71-Jährigen Republikaner, dem man vor ein paar Jahren selbst George Bush noch vorgezogen hat, zu gewinnen. Und ich wette, wenn man heute fragte, wills keiner gewesen sein.
Wie dem auch sei, in Boston verschleudert man weiterhin Milliarden im Big Dig, die Sicherheitsstufe auf Flughäfen im Land ist nun seit nunmehr 566 Tagen "orange" (und keiner weiß warum) aber die TSA investiert lieber in einen Internetauftritt anstatt dem Kontrollirrsinn ein Ende zu bereiten und irgendwer fand heraus, dass von den 342,000 Verkehrsschildern in Boston die meisten die Parkbestimmungen regeln, und dies offenbar so furchtbar unübersichtlich, dass weder Anwohner noch Polizei noch wissen, wo man überhaupt parken darf ohne sein Auto von dannen geschleppt zu bekommen. Auch die Polizei in Boston ist noch immer recht unfreundlich und stand audgrund ihres harten (und dummen!) Vorgehens gegen friedliche Demonstranten im Blickpunkt. Unter anderem wurde ein einzelner, mit Galgenschlingen gegen die Politik einer Großbank demonstrierender Mann nur 6 Minuten nach Beginn seiner Protestaktion verhaftet. Er trug ein Schild "Galgenschlingen zu verkaufen" und wurde daher wegen Betrieb eines nichtlizensierten Geschäfts belastet, seine "Güter" beschlagnahmt. Ähnlich erging es 2004 einem einzelnen Studenten, der vor einer Armee Rekrutierungsanstalt mit Tuch über dem Kopf und Drähten an den Fingern, auf einem Stuhl stehend gegen die Abu Garib Folterungen demonstrieren wollte, ihn holte ein Bombenalarm Einsatzkomando vom Stuhl... Offenbar hatte Howard Zinn recht, wenn er sagte, dass zu Kriegszeiten die vom 1. Amendment zugesicherte Redefreiheit nicht mehr existiert.
Zum Abschluss der Wetterbericht: Nach den Schneefällen der vergangenen Tage war es heute nass und matschig, soll aber bald wieder richtig kalt werden, mit Temperaturen deutlich unter 30 Grad Fahrenheit. Hoffnungen auf einen Ausflug in die verschneiten Berge keimen also wieder auf!

Monday, April 23, 2007

was seitdem passiert ist:

-st. patricks day beim dropkick murphy's konzert mit carolyn
-erik zu besuch über ostern, arbeitet als sound person an meinen projekten mit
-zahlreiche interviws für die doku u.a. mit obdachlosen, pennern, restaurantbesitzern, alkoholikern und barmanagers, einer comicbuchladen verkäuferin und dem manager von blanchard's liquor store, einem angestellten in einem tattoo laden
-erneut gewinnt ein kenianer den boston marathon an patriots day
-die polizei verhaftet zahlreiche scalpers (illegale kartenverkäufer) zum opening day der red sox homeseason, die stadt versinkt im baseball fieber, der neue pitcher (dice-k) ist in JEDER zeitung. ständig.
-die red sox schlagen die yankees 3 mal in folge, boston steht endgültig kopf
-der sommer beginnt mit temperaturen um 80 grad und BU beach verwandelt sich tatsächlich wieder in einen strand voll mit halbnackten studenten
-ich hab erneut das gesetz geborchen und illegal für eine umzugsfirma gearbeitet, zusammen mit chris das aprtment eines lesbischen paares ausgeräumt und dann nach new hampshire gefahren
-ich war in new hamshire wo es keinen sales tax gibt (mehrwertsteuer)
-eine gruppe ziviler friendensstifter wurde von new york nach boston abkommandiert um die täglichen schießereien in south boston einzudämmen bei denen jeden tag jemand ums leben zu kommen scheint... erfolglos bisher
-irgendein arschloch hat 32 college kids in virgina erschossen und sämtliche großen rundfunkstationen des landes haben ihn zum märtyrer gemacht indem sie über tage seine hassvideos und bilder zur schau stellten und damit nicht nur alle betroffenen beledigten sondern auch den großteil des klardenkenden bürgertums verärgerten. medienfreiheit über alles, wen interessieren schon die opfer oder eltern des typen? wer nicht genug kriegen kann einfach bei youtube.com virgina tech eingeben und viel spass
-der künftige US preäsident barack obama war an der BU wollte mich aber nicht sehen da ich keine $23 eintritt bezahle um jemanden reden zu hören
-mein professor in Journalism research hat den pulitzer prize gewonnen
-meine telefonrechnung wird astronomisch ausfallen
-wir sind fertig mit filmen für alle projekte, mein com research paper wird nie fertig und das journalism projekt braucht viel mehr zeit als es soll weil michael jackson's pressesprecherin es nicht für nötig hält mich zurückzurufen und der Chef der firma gegen die ich ermittel mir kein interview geben will
-ich habe noch immer kein praktikum aber die chance den rest des sommers als möbelpacker zu arbeiten (illegal)
-carolina wird luis nächstes jahr heiraten und dazu werd ich nach venezuela reisen müssen da die hochzeit am strand stattfinden soll
-angel ist seit ein paar stunden in ihrem heimatland und irgendwann in einem monat entscheidet ein zollbeamter darüber ob sie wieder hier leben darf oder zuhause mit ansehen muss wie ihr präsident alle noch nicht verstaatlichten medien langsam entfernt und das gespaltene land als diktator regiert
- ich habe noch 10 tage uni und dann ist der ganze spaß auch schon vorbei
-innerhalb des nächsten monates werd ich darüber nachdenken why "She gives me her cheek when I want her lips" (R.E.K.)

die neue mitbewohnerin zu st. paddy's
boston von oben zu ostern
osterausflug aufs kriegsschiff
nicht jeder feiert die wiederauferstehung, obdachlose verkirechen sich vor der kälte in schlafsäcken, im hinterrund die goldkuppel des massachusetts state house
marathon monday
die army gewinnt den marathon glücklicherweise NICHT
prudential center mal von ganz nah
where do we go from here?

Friday, March 16, 2007

das ende vom lied

es ist vorbei und der himmel ist schwarz weil die sonne hier nie wieder scheint.

gerade wenn es am schönsten ist platzt die seifenblase. aus heiterem himmel und ohne dass sich wolken angekündigt hatten. und wieder einmal wird man schmerzhaft daran erinnert das nichts von dauer ist, besonders die guten zeiten. an einem tag noch der strahlende sieger, am nächsten ist alles aus. ich komme einfach nicht voran, es fühlt sich an als drehte sich alles im kreis. die schlechten erinnerungen gereade überwunden, geht es auch schon wieder los, es wiedrholt sich mit verblüffender ähnlichkeit, fast synchron. tränen schmecken noch immer salzig und sie helfen einen scheiß.

besonders nicht wenn du verlierst. und keiner weiß warum. was ist passiert frage ich dich, du weißt es nicht. wer hat es kaputt gemacht. ich wars nicht, okay wer dann? irgendwer muss es gewesen sein. es ist nicht meine schuld, gut woran liegts dann? ich hasse es zu verlieren, besonders wenn ich nicht weiß warum. ich fühl mich betrogen und will ein rematch in einem spiel dessen regeln ich nicht kenne. das leben ist kein spiel? warum gibt es dann gewinner und verlierer, manchmal auch nur verlierer. für mich sieht das einem spiel schon sehr ähnlich. du siehst auch nicht aus wie ein gewinner. doch du gehst vom platz lässt mich im regen sitzen. ich hab nichts falsch gemacht? warum verlieren wir dann? wer sabotiert das spiel? das geht nicht mit rechten dingen zu. habe ich villeicht doch etwas falsch gemacht? nur kleinigkeiten, nicht der rede wert, aber wohl doch. daran lässt sich arbeiten. aber das geht nicht denn es ist schon zu spät. irgendwer hat uns betrogen. wer war es? die kommunisten und der diktator wie immer, der präsident auch und seine paranoiden gesetze. aber das ist nur die spitze des eisberges. es kotzt mich an.
warum muss alles so schwierig sein? ich dachte die welt ist frei und wenn man etwas wirklich will bekommt man es auch. warum bleiben dann so viele auf der strecke und kommen nie ans ziel, die besten bleiben am rand liegen und vertrocknen in der sonne. und du gibst auf? ich kann es nicht einsehen. du hast träume und du verdienst es zu gewinnen.
zeit brauchst du, um nachzudenken. verdammt ich vertraue dir aber nicht. vielleicht fällt dir ein was für dich das beste ist, und was ist mit mir? du findest bestimmt eine lösung für deine probleme, doch es ist nicht allein dein schiksal das du entscheidest. ich weiß genau was du tun wirst, umkehren wirst du. aufgeben bevor du dein ziel erreichst denn der feind ist zu stark. der feind ist das geld. geld macht alles kaputt. wenn du keins hast bist du gefickt. kein geld kine ausbildung, kein geld keine freiheit. keine reisen, keine möglichkeit zu leben wo du willst. alles ist schein, nichts ist real wen du kein geld hast. du kommst nicht weg aus dem sumpf. nichtmal ein visum bekommst du und daher gibst du auf. noch nicht, noch denkst du nach. sei ehrlich wir wissen was dabei heraus kommt. du wirst gehen, zurück zum leben. und ich verwalte den scherbenhaufen.
es ist unfair von vorne bis hinten. wir hatten keine chance. Das kommt davon wenn man denkt. du sagst es liegt am kopf, das herz ist okay. warum denkst du und fühlst nicht. die devise war klar, wir wussten es wird weh tun. aber nicht so. nicht jetzt. das kartenhaus fällt ein. was nun? die motivation ist weg. driften wir also weiter. wohin nur wenn nicht im kreis? wohin gehts von hier? eigentlich ist es egal, letzendlich fällt auch am ende des tunnels wieder die decke ein. arbeit gibts genug aber wozu? alles was ich will ist meine ruhe. was der rest denkt ist egal. aufgeben ist für verlierer, weiterkreisen für dumme.

Lady you taught me
how to hurt and cry,
and each day I'm not with you
I die more inside
Honey sweet lady why did you go?
and leave me here dying
all alone in my world?
It's all gone wrong
since you've been gone
So give me 5 shots of whiskey
to help kill the misery and pain
you put me through
Thanks for the good times,
for they were the best of my life
I spent with you
...

...
Well walkin' with sorrow
through a lonely day
with those empty bottles
tryin' to ease my pain

I'm still here drinkin'
over the good ol days
when I had my gal
and everything was ok

geklaut bei hwIII, aber das macht nichts. das wars, der vorhang fällt.

Monday, March 12, 2007

Trivial ist die Welt des einsamen Denkers

zumindest schien dies für Thomas Mann der Fall gewsen zu sein, dessen Buch ich letztens, von langer Weile und der Unmöglichkeit mein Bett zu verlassen, getrieben doch glatt zum ersten mal in meine fiebrige Hand nahm um wieder einmal darin zu lesen.
Doch der Reihe nach.
Am Freitag begann der verheißungsvollste, großartigste und wahrscheinlich teuerste Abschnitt eines jeden College Jahres, der einzige wahre Grund überhaupt zu studieren. SPRING BREAK.
Was in Deutschland nach Wintermärchen klingt ist hier brutale Realität und Grund für Abertausende von Studenten ihrer Eltern letzten Cent hemmungslos in der Karibik zu versaufen um dann erholt den Rest des Semesters bestreiten zu können.
Ob Florida, Texas, Cancun, Bahamas, Puerto Rico oder Papis Privatinsel, alles ist möglich wenn du dafür bezahlen kannst bzw. Kontakte (d.h. Bekannte mit Ferienhaus in der Gegend) hast. Auch mich hat das Reisefieber erwischt, daher schreibe ich diesen Post auch vom Dach unseres 5 Sternehotels in Key West, Florida.

Naja, nicht ganz, etwas fiebrig ist mir zwar zu Mute, und das schon seit Freitag aber verreist bin ich entgegen aller Hoffnungen und Prophezeihungen nicht. Komm mir wie ein Idiot vor. Alle Welt scheint zu verreisen und ich sitze hier im semi-kalten Boston, dass soeben wieder einen Frühlingsbeginn vortäuscht um alle noch hier verbliebenen College Schlampen wieder in die Miniröcke springen zu lassen. Flip Flops werden schon seit Wochen wieder getragen. Der Schnee ist auch an den meisten Stellen getaut.
Mein Nichtverreisen hat mehrere Gründe.

1) ich bin nicht reich

2) ich hab keine Zeit
a) weil ich Uni Sachen nachholen muss
b) weil ich ein Praktikum suchen muss

3) niemand kann mit mir verreisen
a) weil Angel arbeiten muss und sparen sollte
b) weil Devlin etc arbeiten müssen
c) weil Jen auch arbeitet + kein Geld hat für Strand
d) weil Carolina hier bleibt
e) Katie u Tyler in Minnesota sind (???)
f) die anderen Internationalen alle reich sind und in Florida :-(


Daher habe ich zumindest vorübergehend meine Pläne begraben, nicht tief jedoch, bereit sie jederzeit wieder auszubuddeln.
Sobald ich also wieder soweit gesund bin, dass ich das Haus für mehr als 2h verlassen kann ohne dann völlig erschöpft und mit Kopfschmerzen den Rest des Tages schlafen zu müssen werd ich mich mal an die Aufarbeitung meines vernachlässigte-Arbeiten Haufens machen. Ausserdem ist am Samstag st. patricks day und da geht hier auch die Post ab. Mindestens.
Und bis dahin versuche ich mich mit einkaufen zu trösten.
Stufe eins war gestern, da habe ich endlich neue Schuhe gekauft denn die alten sind dem inflationären Salzeinsatz zum Opfer gefallen. Siehe Bilder.

best,
k

Hackröllchen mit Kartoffeln und Salat... hmmm 'real food'
RIP, der Boston Winter hat euch den Gar aus gemacht, besonders das Salz -man beachte das in die Sohle gefressene Loch...

Neue Schuhe, neues Glück. Nicht viel aber ein Anfang.

Monday, March 05, 2007

Junge(ns), komm(t) bald wieder

bald wieder nach Beantown. So schön, so schön war die Zeit, nur etwas hektisch und zu begrenzt von meiner Seite.
Wie immer hatte ich wohl zu viel geplant, diesmal für die Besucher, und wie sich herausstellte bin ich weder ein Touristenführer noch geduldig genug alles zu erklären. Da war es gut, dass die 'Kids' so selbstständig waren und auch ohne mich super klargekommen wären. Alfonso hat sich vor lauter Selbsständigkeit sogar ein paar Tage ausgeklinkt um etwas mit seinen spanisch-sprechenden Bekannten zu unternehmen. Und der Toni und der Hoesi schienen auch ganz gut klar zu kommen in der großen Stadt. Zu meiner Überraschung sind sie weder verhaftet, überfahren, übervorteilt noch überfallen worden. Gefallen ist auch nur einer und das war Hoesi der sich wohl etwas den Knöchel dabei ramponiert hat. Wie es doch in dem Song so heißt: The Ice of Boston is muddy. Glitschig wohl auch besonders im Dunklen, gegen 1 Uhr morgens.
Das Gelächter der Unverletzten war natürlich fast genauso groß wie der Schmerz des Betroffenen, doch nach einem Tag Zwangspause konnten wir der Misere Abhilfe schaffen. Eine Krücke gabs für nur 3,99 im sich komplett in Latino Hand befindlichen 2nd Hand Laden und schon war Hoesi wieder beweglich wie ein Öltanker.
Zum Glück hat sich die Tragödie erst ereignet nachdem wir den Freedom Trail, das Museum of Fine Arts und die wichtigsten Bars hinter uns gebracht hatten, daher hat das Reiseprogramm nicht darunter leiden müssen. Der Trip nach Salem musste jedoch leider ausfallen da dieser Winter in Boston einer der hässlichsten ist und es einen Tag komplett geschüttet hat.
So ganz nebenbei ist auch eine neue Mitbewohnerin eingezogen. Sie heißt Carolyn und hat auch mal an der BU studiert am College of Communications. Hoffe mal, dass ich mit ihr wenigstens ansatzweise so gut klarkomme wie mit Jen, denn die fehlt mir schon.
Die ersten beiden Wochen konnte ich es noch gar nicht so realisieren dass sie nicht mehr da ist, doch nun da das Haus wieder leer ist und ich den letzten Besucher zum Flughafen begleitet hat hallt die Stille durch das Haus. Connor schläft offenbar und das obwohl es doch nun schon dunkel ist und damit eigentlich seine Wachphase beginnen müsste. Sein Tagesablauf ist dem des gewöhnlichen Menschen entgegengesetzt da er sich jede Nacht im Krieg gegen virtuelle Monster befindet und damit nicht nur seinem Computer den Gefallen tut, nicht vernachlässigt zu werden, sondern auch dank seiner Soundanlage alle nebenan Schlafenden wach hielt/hält. Wie zum Trotz schein er heute abend nicht zu spielen da die Gäste weg sind.
Wenn ich nicht gerade unterwegs war um zum Beispiel in Plymouth die frühesten Wurzeln der Britischen Kolonialisierung zu würdigen (und mit Seeblick eine leckere Meeresfrüchteplatte zu genießen), war ich auch an der Uni zwischendurch. Für das große Doku Projet haben wir in Allston zwei Restaurantbesitzer interviewt. Dafür gab es Essen umsonst und ich hab nun auch einen neuen Frühstücksstammplatz. Bei dem alten Griechen ist der Kaffee ausgezeichnet, die Frühstücksplatte günstig und die Sandwiches lecker, da verliert man doch fast gänzlich die Motivation noch selber etwas zu zubereiten.
Bin in den letzten Tagen auch was Essen angeht ganz gut weg gekommen. Die Burgeressen in Our House und im Uno's Chicago Grill sowie ein großes BBQ mit den Europäern und einigen Klassenkameraden vom Collge stehen den Nudelgerichten von Anne-Sophie, Mariangel und Hoesi in nichts nach. Nun ist es jedoch vorbei mit der Schlemmerei, zurück zum Alltag. Von nun an wird wieder Taco Bell regieren, ab und an vielleicht McDonalds und am Wochenende werde ich vielleicht venezuelanisch bekocht.
Ausserdem sollte ich mal strikt sparen für eine Weile nach den Ausgaben der letzten Wochen. Auch für eine Festplatte fürs editieren sollte ich langsam mal Geld zurücklegen. Leider wird es, selbst wenn ich Kopfstand mache wohl für mich keinen Spring Break Trip geben da dieser finanziell fast so undurchführbar ist wie er zeitlich in Mariangel's Arbeitsplan passt. Und das Obwohl ich mich so nach der Sonne verzehre. Aber man weiß ja nie was noch so passiert also bleiben wir mal optimistisch.

best,
k

PS: Falls das Geschriebene im ersten Anlauf keinen Sinn ergibt einfach nochmal Lesen, habe gerade keinen richigen Nerv zum schreiben da ich TOTmüde bin.


Atlantikküste, Plymouth, MA.
Blick aufs Wasser von einem alten Fabrikgelände aus
Paul Revere Gedenktafel auf dem Fredom trail
Die Kids am Hafen in Boston, im Hintergrund Downtown
Zeit zum Aufstehen du Nichtsnutz
Ägyptische Kunst im MFA
Das Museum of Fine Arts von aussen
Denkmal für die Siedler in Plymouth
Die MAYFLOWER II, replika des Kahnes der 1620 die ersten Siedler nach New England gebracht hat
Plymouth Rock, der Anlegestein der Mayflower

Hoesi gewöhnt sich an das Leben in Allston schneller als man glaubt

Monday, February 26, 2007

Der Hammer faellt (draft)

Mean Creek CD-release
Movers and Shakers im Middle East
beim Pizza essen am Haymarket mit dem kids
sind sie nicht niedlich?


Irgendwann musste es ja passieren. Die Kombination von Schlafentzug, arktischen Temperaturen, todbringendem Wind und Hektik ohne Ende, etwas immunschwaechendem Bier und extremem Zeitdruck haben nun nach einer Woche ihren Tribut eingefordert und mich krank und schwach gemacht.
Und es ist alles Toni's Schult. Wenn er nicht den billigsten Mistflug nach Boston genommen haette der mich zwang bereits 630 aufzustehen um ihn vom Flughafen abzuholen dann waere ich vielleicht auch nicht erfrohren. Oder haette zur Abwechslung mal schlafen koennen.
Nichts wars und die Konsequenzen waren dass ich nun voellig platt bin und gestern schon nicht Touristenfuehrer fuer die Kids (Toni, Hoesi, Alfonso und Anne-Sophie) spielen konnte.
So sind sie allein nach Camebridge aufgebrochen, auch die BAr nach dem Abendbrot hab ich sausen lassen (muessen).
Hatte schon wieder mein Ableben vor Augen doch ein wenig Aspirin und heisse Zitrone gemischt mit ganzen 8 stunden Schlaf haben mich mich am Leben erhalten.
Auch die Sache mit der Zeitplanung ist aeusserst schwierig im Moment. Muss jede freie Sekunde nutzen um nicht zu sehr den Anschluss an der Uni zu verlieren und trotzdem scheint mir im oment alles ueber den Kopf wachsen zu wollen.
Und der Wochenplan ist zwar inhaltlich aeusserst attraktiv aber fuer mich in dem Masse auch nicht durchfuehrbar.
Heute sollte es nach Plymouth gehen, dem Landungspunkt der Pilgrims, dann stehen noch das Museum of fine Arts, freedom Trail, Salem, Aquarium, Shopping und was weiss ich noch auf dem Programm. Hoffen wir mal das die Gesundheit das zulaesst, aber ich schaetze mal ich werde aus Zeitgruenden nur die Haelfte mitmachen koennen. Schade eigentlich, da hab ich schon mal besuch und dann hab ich noch nichtmal Zeit.
Ausserdem stehen die Springbreak Plaene an und die sind schwieriger als gedacht. Urspruenglich wollten wirmit Luis, Carolina, Tyler und Katie zu sechst irgendwohin fahren. Nun zieht Luis aber nach L.A. und Carolina wird ihn dort besuchen, Katie und Tyler gehen nach Minnesota (wo es mir zu kalt ist) und mariangel wird wahrscheinlich weder Urlaub bekommen noch Geld haben. Schoener Mist. Aber noch sinds ja zwei Wochen und mit viel Glueck faellt uns noch was ein.

Tuesday, February 20, 2007

Lost and Found

Nun ist es schon wieder Dienstag und trotzdem fühlt es sich an als wäre Montag, was teilweise daran liegt dass die Woche heute erst los ging denn gestern war Presidents Day. Daher hat man den Montagsstundenplan auch auf Dienstag verlegt denn alle Feiertage fallen auf Montag und da würde normalerweise ständig Montag ausfallen…
Ausserdem fühlen sich Montage immer ganz beschissen an, dieser ganz besonders (obwohl es ein Dienstag war), denn die mir mit Abstand am nahsten stehende Person und Grundlage „meines amerikanischen Traumes“ hat sich nun zusammen mit Berto, dem wohl aufopferungsvollsten verrückten Ex-Mexikaner in einem Mietwagen auf den Weg gemacht um in 3 Tagen 2000 Meilen nach Texas zu fahren. Zurück nach hause, endlich bereit ihr eigentliches Leben in den Griff zu bekommen. Somit verliere ich meine Lieblingsmitbewohnerin für wer-weiß-wie-lange wieder aus den Augen und alles hat so abrupt und surreal geendet wie es angefangen hat. Nur eben bitterer. Ihr Zimmer ist leer und all die bunten Fotos sind weg, ihr Ausgehperfum hält sich noch fest wird aber bald verschwunden sein. Dan meinte letztens wir wären wie Bruder und Schwester, wahrscheinlich hat er recht und deswegen schmerzt es auch.
Glücklicherweise gibt es aber auch Leute die meinen Absturz etwas abgefedert haben, weiß noch nicht genau wie ich das angestellt habe aber so wies aussieht scheint irgendwer mal wieder seine schützenden Hände über mich zu halten und schickt mir einen Engel im richtigen Augenblick.
Und so ganz neben bei und ohne das ich darauf vorbereitet gewesen wäre ist ja dann auch noch der Deutsche gelandet. Das war ein Spaß. Nachdem ich mit Müh und Not meine letzten Projekte fertig bekommen hatte (auch da war Glück im Spiel da doch Naturkatastrophen die Abgabe unserer Doku um eine Woche verzögert haben), kam Hoesi nach nur 40h Reisezeit dann etwas gerädert entgegen aller Vorhersagen nicht ums Leben sondern sicher in Boston an. Fliegen kann so einfach sein.
Jetlag und Schlafmangel wurden wie gewohnt ignoriert und für Fremde grenzenlos ausartend erscheinende Parties taten ihr übriges. Kultur gabs auch, zumindest für den Gaumen als wir das ausgefallene Valentine’s Day Ausgehen dann gleich zu acht in einem Fischrestaurant am Hafen nachgeholt haben. Dort gabs dann auch den lang angekündigten Hummer, doch irgendwie hatte ich etwas Mitleid mit dem kleinen roten sputnikartigen Tierchen das extra und nur wegen mir den Tod finden musste. Trotzdem lieferte es einen großartigen, langen Kampf und machte das Esserlebnis zum Sport (und das obwohl bereits verschieden!). Anschließend gabs dann noch Feuerzangenbowle und die sich anschließenden Gespräche zogen sich bis gegen morgen hin. Alles in allem ein gelungenes letztes Hurra für die Texanisch-Deutsche Kombo und ein für Hoesi erwartungsgemäß unerwarteter Empfang in der Neuen Welt deren Einflüsse ihn nur kurzzeitig zu begraben schienen. Begraben ist im übrigen auch mein Hass gegenüber dem Verrückten aus dem keimigen Zimmer, bin wohl doch der ältere und muss nun so tun als wäre ich auch weiser. Und generöser, denn zum Schnitzelessen am Montagabend habe ich ihn auch eingeladen.
Sonst gibt’s nichts neues ausser mehr Arbeit. Kriecht endlich aus eurer Anonymität und erzählt mir was ihr so macht, schreib doch hier nicht zum Spaß. Mein Blog ist auch keine Zeitung in der man einfach immer so lesen kann. Und wenn doch dann KAUFT wenigstens ein Abo.
Best,
K


ohne Worte

Parken im Winter
Lonley Lobster
aussehen tun die Dinger ganz gut, nur dauert es ewig sie zu essen
Die letzte Feuerzangenbowle. Das Publikum war international, 1 Mexikaner, 2 Deutsche, 3 Venezuelaner, 4 Amerikaner.

Thursday, February 15, 2007

My happy valentine

nachdem ich nun vor ein paar tagen einen T-Pass gefunden hatte und mir somit 60Dollar Schaden erspart geblieben waren, hab ich ihn nun gestern wieder verloren. Somit startete der tag nichtnur mit Hektik und Stress (hatte ganz viele Hausaufgaben zu erledigen bevor ich in den Unterricht musste) sondern auch noch mit einem Fussmarsch. Soweit die Fuesse tragen. durch das sibirische Boston. Es hatte die Nacht ueber geschneit und daher war ich doch recht froh zur Uni laufen zu muessen.
Leider ging der Schneefall langsam in Eis und dann in Regen ueber und so verwandelte sich Boston ohne mir Bescheid zu geben in eine vom Winter geschundene Stadt. Was ich fuer etwas Schnee mit regen und Eis hielt, war fuer einige hier Grund genug die Schule um 3 Uhr nachmittags dicht zu machen und alle nach Hause zu schicken. Da die Strassenbahn auch ausser Betrieb (Gefecht) gesetzt wurde durfte ich wieder laufen. Diesmal im stroemenden Regen.
Leider versteht man es in Boston nicht mit Schnee umzugehen und soetwas wie Splitt gibt es hier nicht. Es wird gesalzen. und zwar richtig. Amerikansich eben. Mehr = besser. Manchmal waren die Fusswege nur vom Salz weiss und es lag gar kein Schnee. Gestern hat uns diese Philosophie beinahe ein hochwasser beschert, denn statt die Strassen zu raeumen glaubt man hier an die Philosophie des WEGSALZENS. Haut einfach solange Salz auf die Strasse bis der Schnee sich verfluessigt. Einziges Problem dabei: Der Gulli ist eine vom Aussterben bedrohte Randerscheinung auf diesen Strassen und demnach weiss das wasser nicht wirklich wo him mit sich. beginnt also eine Art Sitzstreik auf der Strasse. Aber es haben ja alle ganz grosse Autos, Trucks etc und wenn man schnell genug durch die Seeenlandschaft pfluegt wird einem schon der Karren nicht Stecken bleiben. Und so waelzte sich der Verkehr durch den Amazonas und alle Passanten (das waren viele da ja keine Bahn fuhr) konnten sich dann zuhause umziehen.
Das Sauwetter hat dann Jen und Berto davon abgehalten abends auszugehen, immherin kann man ja bei knoecheltiefem Wetter keine Stoeckelschuhe anziehen. Also musste Jen zuhause bleiben da sie nicht in Stiefeln gehen wollte. Den Kommentar hab ich mir erspart.
So verfiel die Reservierung und ich wusste auch nicht so recht ob ich noch eine machen sollte. Schon wieder Geld ausgeben? Nass werden? Rumtelefonieren und eine Kneipe finden die nicht ausgebucht ist? Am Valentinstag in Amerika? Am besten noch italienisch im North End? Aussichtslos.
Also sind wir zuhause geblieben und Berto und ich haben uns letztendlich bekochen lassen.
Es gab venezuelanisches Essen -den Namen hab ich zwar im Kopf kann ihn aber nicht ausschreiben also malt euch was aus. Alles in allem war der Abend doch noch sehr gelungen und friedlich. Und heute frueh war dann die Seenlandschaft groesstenteils gefrohren und die Sonne schien, geschneit hatte es auch wieder daher sah alles ganz schoen winterlich aus.

Unser Video Production Kurs ist dan auch noch ausgefallen und daher konnten wir endlich die Movers and Shakers Dokumentation fertigstellen, nun gehts an die naechsten Projekte bevor der Besuch hier aufschlaegt und ich in Selbstmitleid verfalle wenn Jen erst weg ist.
Bis es jedoch soweit ist steht wieder ein Wochenende der Extraklasse vor der Tür. Carneval- und Geburtstagsparties, Brauereibesichtigung die 2. und so weiter.
best,
k


Für alle Fantasielosen hier wieder Bilder:

Eine dieser Nächte... 3 Uhr morgens... Uni um 9.... ewwww
es gibt immer was zu erzählen...

Valentine's Dinner. hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.

Saturday, February 10, 2007

Glück gehabt (Update)

haben wir mal wieder. Und ganz besonders ich.
Nachdem ich meinen Montas T-Pass für die Straßenbahn/U-bahn und den Bus am 2. Februar geholt hatte, konnte ich endlich wieder Bahn fahren und musste mir nichtmehr den Hintern abfrieren in der Kälte. Einen Tag später hab ich das Scheißding dann verloren und bin daraufhin wieder eine Woche frierend und fluchend zu Fuß unterwegs gewesen.
Nun finde ich doch tatsächlich vorgestern einen ebensolchen T-Pass im Treppenhaus des Colleges und hatte damit richtig Schwein. Hab nicht vor jetzt mein Handeln von irgendeiner ethischen Seite her zu verteidigen oder zu begründen, trotzdem fand ich das schon ganz cool und auch moralisch unbedenklich -wenn man davon ausgeht, dass ich ja durch Pech meinen eigenen Pass verloren hatte. Die Strafe folgte jedoch auf dem Fuß, denn ich hatte meine Schlüssel in der Wohung vergessen und konnte dann zuhause nicht rein und hätte vor der Tür frieren müssen. Mein Guthaben auf dem Telefon war wiedermal verbraucht da konnte ich Jen auch nicht anrufen, musste also zurück Richtung Uni um mein Telefon wieder zu aktivieren. 100 Dollarund ein paar Minuten später ruf ich Jen an, die war auf Arbeit und meint sie kommt erst in 1,5h heim. Aus Verlegenheit und weil es kalt war geh ich also in die Bar um mich aufzuwärmen. Dort bin ich dann auch noch beschissen worden und hab mal locker 15 Dollar für ein Chilli Essen und 2 Bier bezahlt. Nun ja, aber es war ja mein Glückstag, also sehen wir drüber hinweg.

Am gleichen abend geh ich dann gegen 2400 zu Bett um zwei Minuten später von einem Klopfen an der Haustür wieder aufgerüttelt zu werden. Da stehen 2 mir völlig unbekannte Mieter vor der Tür, beides Studenten, und erklären es käme Wasser von oben und tropft von der Decke. Wir wohnen im 3. Stock, die Kids im 1. Und die Asiaten im 2. Stock meinten bei Ihnen käme auch Wasser von der Decke. Ist bei uns alles okay? Ich sag ja, denk schon, dann öffne ich die Badtür und finde Connor kniend, halbnackt vor dem Klo, scheinbar weggetreten. Das Waschbecken, welches mal wieder nicht abfließt ist voll Wasser, der Wasserhahn auf und das überlaufende Wasser hat sich zu einer Pfütze auf dem Boden versammelt um von da aus unaufgefordert unsere Nachbarn zu belästigen. Sehr peinlich. Ich wecke Connor, er weiß von nicht, meint nur er hat nichts gemacht und ich entschuldige uns bei den Nachbarn, verspreche alles zu beheben. Dann versuchen ich (und ein sichtlich beschämter Mitbewohner) die Pfütze mit Zeitungspapier aufzusaugen und das Bad trocken zu legen. Dies gelingt und ich geh nocheinmal nach unten um nach dem rechten zu sehen, empfehle dem Landlord Bescheid zu geben falls Schäden aufgetreten sind und ihn zu fragen was zu tun ist.

Flashback/Vorgeschichte: Vor über einer Woche begannen in unserem Bad die Fliesen von der Wand zu fallen, inzwischen waren es wohl 5 oder 6 und Jen hat wiederholt dem Landlord Bescheid gegeben doch bitte die Sache in Ordnung zu bringen. Der verspricht sofort zu handeln weil ja sonst evtl Wasser ins Mauerwerk (oder den Hohlraum hinter den Fliesen) eindringt und es zu gammeln anfängt. Getan hat sich natürlich trotz wiederholter Anrufe nix. Es blieb beim Versprechen alles sofort zu beheben.

Nun klingelt am Tag nach Connors kleinem Tauchgang vorm Klobecken doch früh kurz vor 9 mein Telefon und ein besorgter Dick Slade (Landlord) kündigt seinen Besuch an um sofort alles zu reparieren. Der gebildete (oder erfahrene) Leser mag nun die Fäden selbst zusammen knüpfen.
Scheint so als hätte der Gute Landlord da Handlungsbedarf gesehen zu haben da er wohl dachte der Wassereinbruch in den Apartments unter uns wäre sein Verschulden da er die Fließen nicht repariert hat. Ich hab dazu mal nichts gesagt.


Apropos Wasser:
Der Charles River ist nun zugefrohren. Da man uns unter Androhung lebensbedrohlicher Konsequenzen damals bei der Einführungswoche eindrucksvoll davon abgeraten hat auf dem gefrorenen Fluß spazieren zu gehen (Es sind da schon Studenten eingebrochen... furchtbar... gefährlich...bla bla) haben Mariangel und ich heute die Gelegenheit genutzt darauf umher zu spazieren. Natürlich nur am Rand also denkt gar nicht erst dran mich zu ermahnen wie gefährlich ich lebe...

Und noch'ne Geschichte:
Passiert gestern Abend. Hatte nach langer Zeit wieder mal meinen Kumpel aus Paris getroffen und wir hatten uns zu ner Tasse Kaffee nach dr Bibliothek verabrdt. Leider sind wir dann auf dem Weg nach unten in dem alten, überaus abenteuerlichen Fahrstuhl stecken geblieben. Es war für uns beide das erste mal und da die Tür einen Spalt offen war und auch sofort jemand dem Bibliothekspersonal Bescheid gegeben hat, waren wir weder klaustrophobisch noch sonst irgendwie nervös. Als nach 10 Minuten netten Plauderns und Rumwitzelns dann die Feuerwehr mit 5 Mann und zwei riesigen Einsatzagen auftauchte und mit Äxten, Helmen und Brechstangen bewaffnet den Fahrstuhl wahrscheinlich völlig demoliert hätten, beschloss dieser nachzugeben und uns frei zu lassen. Es war für uns beide das erste Mal, daher mussten wir es natürlich dokumentieren. Haben uns dann geschämt als wir herausgebeten wurden und wegen uns 2 Pfeifen 2 Einsatzwagen und eine Polizeistreife auflaufen mussten. Die müssen aber auch imer übertreiben in diesem Land.
Man denke nur an vorletzte Woche als halb Boston durch einen vermeintlichen Bombenalarm lahmgelegt wurde und die halbe U-Bahn und Teile des Charles River geschlossen wurden nur weil irgendeine PR Firma ein paar komisch aussehende Werbeartikel an 38 Stellen in der Stadt platziert hat die irgendjemand fälschlicherweise für Bomben hielt und daraufhin einen Großalarm auslöste. Schaden über eine Millionen Dollar, zwei Marketing Leute im Knast und ganz Amerika hatte eine Woche lang was zu lachen....

Gefährlich
Kalt
Gefangen
Befreit

best,
k

Ansonsten alles wie immer nur noch viel mehr Hausaufgaben bis nächste Woche. Ugh.

Tuesday, February 06, 2007

Zwischendurch

Viel gibts nicht zu sagen, ausser das es wohl in nächster Zeit sehr stressig wird. Neben den sic auftürmenden Projekten für die Uni steht auch noch ordentlich Besuch ins Haus und ich muss ernsthaft befürchten dass ich mich wohl wieder überneheme indem ich alles gleichzeitig unter einen Hut zu birngen versuche.

Hier Mal die Eckpunkte:
12.2. - ?? Berto, dann Jen Abreise
17.2. -5.3. Hoesi
24.2. -4.3. (?) Toni, Anne Sophie, Alfonso
10.3. -18. 3. Springbreak (!!!!!!!!)

hier die b- seiten

Abgabe Doku über Movers & Shakers: 15.2.
Teil 1 meines Research Reportes über Fast Food Restaurants on Campus: 2. Märzwoche
Proposal für großes Doku-Projekt: 15.2.
Proposal für Investigative Reporting: Nächsten Montag

Zu lesen bis März:
Documentary Prod; Directing Fundamentals; The Price of Admission; Focus Groups, Telephone Surveys etc... oje oje.


Die 'andere' Deutsche von der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Unser erstes Treffen während der Show im Middle East, Camebridge.
Matt, Dan und Mikey spielten ihre bisher beste Show und gewannen sicherlich so einige Fans dazu. Und unsere Doku muss einfach gut werden, auch wenn meine beiden Mitstreiterinnen sich nach einem Glas Wein bereits in den Haaren hatten... Sachen gibts.

Neben Mariangel seh ich immer ganz blass aus :-(
Muss unbedingt irendwo Sonne tanken!

Am Hafen scheint zwar die Sonne aber es weht ein eisiger Wind, im Moment haben wir so um die 12 Grad Fahrenheit (31 entsprechen 0 Grad Celcius)

Schick ist es trotzdem
Mein ertes selbstgebasteltes Schnitzel. Jen war begeistert.

Friday, February 02, 2007

Nichts ist von Dauer

Alles was wir tun, erleben, denken ist wohl irgendwann einmal vorbei. Manchmal ist es gut zu sehen das man etwas endlich überstanden hat, viel zu oft jedoch läuft die Zeit schneller als sie soll und man merkt erst wie viel man erlebt hat, wenn es vorbei ist oder man auf unangenehme Art an die Vergänglichkeit und Kurzweiligkeit eines jeden Zustandes erinnert wird.

Bereits in Casablanca wurde darüber nachgesonnen, besonders in dem dazugehörigen Song ‚As Time Goes By’. Die Musik ist voll mit Beispielen, Bob Dylan sagt ‚the times they are a-changing’ und trotz aller Vergänglichkeit meinen die Sportfreunde ‚Ans Ende denken wir zuletzt’. Um das Abstrakte etwas greifbarer zu machen hier ein paar Beispiele für meine doch eigentlich banale Erkenntnis.
Der uns drohende Rauswurf scheint angeblich abwendbar zu sein, und obwohl ich vor zwei Tagen die schriftliche Erinnerung das Gebäude innerhalb von 14 Tagen zu räumen in den Händen hielt, scheinen auf mirakulöse Weise nun doch die notwendigen Gelder aufgetaucht zu sein bzw ganz bald aufzutauchen um unsere Eviction zu verhindern. Damit ist die Zeit des Bangens und Wartens zumindest für die Daheimgeblieben nun erst einmal vorbei. Ein Hurra auf die Vergänglichkeit aller Bedrohungen. Ich selbst hab mir ja wahrscheinlich weniger Sorgen gemacht als einige zu Hause, doch das ist verständlich da ich ja Informationen über mein Wohlbefinden etc nicht aus meinem fatalistischen Internetblog beziehen muss, sondern seit einiger Zeit wusste dass es wohl schon irgendwie klappen wird.
Leider gehen auch die guten Zeiten vorbei, so zum Beispiel das Highlight der Woche, vielmehr des Monats: Mein vielleicht einziges Spiel der Los Angeles Lakers, beziehungsweise des einzigen Spielers der jemals auch nur Ansatzweise in einem Atemzug mit Michael Jordan genannt werden darf (und das sogar im Boston Globe). Letzterer soll mal gesagt haben dass, wenn immer er irgendwo gespielt hat er jedes Mal alles gegeben hat auf dem Spielfeld, da er wusste dass vielleicht jemand im Publikum sitzt der ihn nur ein einziges Mal im Leben zu sehen bekommt, und das diese Person ihn dann von seiner besten Seite erleben sollte, er dann für diese Person spielt. Ich weiß nicht ob das stimmt, klingt auch etwas cheesy fest steht aber, dass ich mit dem festen Gedanken im Kopf zum Spiel ging, dass es wohl meine einzige Chance sein wird jemals den für mich besten Spieler zu sehen. Glaub nicht dass man ihm gesagt hat dass ich da bin, gesehen haben kann er mich wohl nicht da man so kurz unter dem Dach kaum jemanden erkennt. Trotzdem kam es mir vor als hätte Kobe Bryant an diesem Abend nur für mich gespielt und auf wunderbare Weise ein unglaubliches Spiel hingelegt (Angemerkt sei dass er natürlich auch für Katie gespielt hat, da sie ja aus LA ist, leider aber nicht für Tyler, denn der wurde von der Security nicht in die Halle gelassen da er eine Tasche bei sich hatte). Gerade weil Tyler beim Spiel nicht dabei sein durfte war die Stimmung etwas gedrückt, besonders für die Boston Fans die mit ansehen mussten wie Kobe ihr Team nicht nur besiegte sondern sprichwörtlich auseinander genommen hat. Jedes mal wenn auch nur der Hauch von Hoffnung in der Halle aufkam dass man die 13. Niederlage in Folge verhindern könnte, verstand es Kobe alle Celtics Fans verstummen zu lassen. Egal ob mit ein, zwei, drei Verteidigern auf den Füßen oder einfach von so weit hinter der Dreierlinie dass noch niemand daran dachte ihn überhaupt zu verteidigen, nagelte er einfach mal 7 Dreier in den Korb und hielt die Lakers in Führung. Und als dann im 4. Viertel einer der Celtics’ versuchte mit einem frechen Dunk wenigstens in der Sportschau in den Top 10 aufzutauchen, verhinderte Kobe dies im direkt darauffolgenden Spielzug mit einer Kostprobe seiner eigenen unglaublichen Sprungkraft und einem krachendem Dunk nach einer irgendwie um-alle-herum-unter-hinter-über-dem Korb Bewegung, die all jene Fans die noch nicht auf dem Nachhauseweg waren dazu ermutigte aus ihren Sitzen zu springen und von einigen dreisten LA Fans angestachelt die unüberhörbaren „Kobe“ und „MVP“ Rufe erklingen zu lassen –ein mittlerer und noch nie dagewesener Skandal in der Stadt die die Lakers hasst wie kaum eine zweite auf der Welt. Wahrlich unglaublich. Doch dann wars auch schon vorbei, alles strömte nach draussen und Kobe verschwand auf nimmer Wiedersehen in den Katakomben des Gardens. Good-bye Hardwood Hero.
Ob ihrs glaubt oder nicht, aber genauso schnell wird auch der Superbowl zuende gehen, am Sonntag, selbst wenn die Party davor (bei David unserem Austauschkoordinator) die ganze Sache noch etwas künstlich verlängert. Ich freu mich drauf, selbst wenn dies nichts ist im Vergleich zu Kobe. Und da die Patriots nicht dabei sind wird sich die Euphorie der Stadt wohl etwas in Grenzen halten.
Wo ich bei Euphorie bin, selbige hat mich in letzter Zeit zu manch wunderlicher Tat bewegt und ich beginne an meiner Vernunft zu zweifeln, doch dazu ein ander Mal mehr. Das vergangene Wochenende war wahrscheinlich gerade deshalb auch wieder ein sehr gelungenes, leider ist es nur noch 2 Tage lang, da ich sowohl Montag als auch Freitag Uni habe. Da die Klassen gut sind und mich interessieren werde ich wohl darüber hinweg kommen. Die Arbeit an der Doku über die Movers and Shakers läuft gut und kulminiert Freitag wenn wir beim Konzert drehen, dabei kann ich hoffentlich meinen kleinen Patzer vom Montag wieder gut machen, als ich zum zweiten mal in Folge ein spannendes Interview mit Dan gehalten habe nur um nachher festzustellen, dass die Kamera zwar angeschalten war, ich aber vergessen hatte auf AUFNAHME zu drücken. Unglaublich, zwei Mal mit der gleichen Person das gleiche Interview verrissen. Und offenbar lustig genug um eine andere Doku-Gruppe dazu bewogen zu haben nun eine Dokumentation über die Arbeit meiner Gruppe zu drehen. Kein Kommentar dazu.
Nach der Feuerzangenbowle vom letzten Wochenende steht dieses Wochenende nun mal ein Kinobesuch an (zu dem ich mit etwas Glück ausgeführt werde) und dann treff ich mich auch endlich mal mit der anderen Dresdenerin hier in Boston.
Sonst noch was? Ach ja, für die Umwelt hab ich mich auch eingesetzt, indem wir (Jeronimo + Kumpel, Mariangel und ich) bei einer Veranstaltung zum Thema Globale Erwärmung teilgenommen haben und dort Al Gore’s Dokumentation (An Inconvenient Truth) sehen durften. Die Petition haben wir auch gleich noch unterschrieben.
All die schönen Dinge jedoch sind nicht von Dauer und das Fundament meines Aufenthaltes bisher droht schneller einzustürzen als es soll. Als Jen mir vorgestern mitteilte, dass sie schon eher wieder nach Texas zurückkehren wird als geplant, wurde ich auf unangenehme Weise wieder daran erinnert wie schnell der ganze Spass vorbei sein kann. Die Gründe zu ihrer Entscheidung sind vielfältig und vor allem familiär, gehören hier also nicht hin -aber die Gewissheit bald ohne sie hier zu leben droht mein Seifenblase der Infinitiven Sorglosigkeit platzen zu lassen- so abrupt hatten wir uns das Ende nicht vorgestellt. Es kommt eben immer alles anders und meistens als es soll.
Best,
k


ps:
Das große Experiment...

schien doch zu funktionieren

alle staunen gespannt...
Die Celtics laufen auf
Kobe an der Linie... 10 von 13
Halbzeitshow mit lustigen Springern

Der große Videowürfel zeigt noch einmal die Highlights

Phil Jackson hat die Fäden in der Hand auch wenn er nach seiner Hüft OP noch immer etwas humpeltKobe scored nach Belieben, die Celtics waren Zuschauer in der eigenen Halle
Purple-Golden reign