Friday, August 10, 2012

Toronto, ON

...ist mit 2.5m Einwohner die groesste Stadt Kanadas und wenn man dem Bauboom glauben darf dann wird sie wohl auch noch fleissig weiter wachsen. Dazu liegt sie auch noch am Lake Ontario und formt damit eine Art Gegenstueck zu Chicago am Lake Michigan. 

Erster Eindruck Ontariosee, gesehen von den Cathedral Bluffs - der kleinste der grossen Seen. Wohl trotzdem nichts zum Durchschwimmen obwohl inzwischen schon ueber 50 Schwimmer die 52km Tour ueberstanden haben.

Bucht an den Cathedral Bluffs

Erster Abend in der Stadt - der CN Tower bestiimt das Stadtbild

Endlich wieder unter Menschen

Das Schlafquartier lag etwas ausserhalb der Stadt im Rouge Park 

Blich auf Downtown von einem der zahlreichen Parks, hier aus dem Beaches Vorort


Wie man vom namen schon ableiten kann gibt es dort auch ordentliche Straende - und eine der groessten Beach Volleyball Zentren Nordamerikas.

Ein wenig erinnert das Stadtbild in den "Beaches" an Allston und Cambridge

Der CN Tower war auch mal das hoechste Gebaude der Welt

So richtig gut sieht ein Betonturm aus den 70ern aber eben dann auch nicht aus

Toronto von der vorgelagerten Insel - einem grossen Stadtpark im Ontariosee aus gesehen

Einer der aeltesten Leuchttuerme an den Grossen Seen 

Die Straende am Ontariosee sind zwar bei weitem nicht so schick wie die am Lake Michigan, dafuer gibt es hier aber roten Sand. Auch das Wasser gilt als sehr sauber.

Blick von der Faehre

Downtown Toronto - auf der belebten Einkaufsstrasse gibt es sogar eine Art Kanadischen Times Square

Blick von der Huptaussischtsplattform des CN Towers - auch mit 29 will man noch hoch hinaus

Die wechselnden Farben des Turmes machen die Stadtbesichtigung aus dem offenen Rundgang interessant, nur von der Stadt sieht man dann teilweise nichts mehr.

Blick nach Osten entlang des Seeufers

Downtown, der helle Fleck ist der "times square" heisst eigentlich Dundas Sqaure





Greenfield Village zum Zweiten

Wenn man lange genug (zu lange) in der gleichen Gegend wohnt, doppeln sich irgendwann die Ausfluege, man faehrt "mal wieder" wohin, oder entscheidet sich spontan zu einem "zweiten, dritten oder n-ten" Besuch eine Attraktion, eines Strandes oder einer Stadt. So geschehen mit Jennifer's Eltern,  wobei wir da noch die Ausrede hatten das ihre Mutter beim ersten Mal nciht dabei sein konnte... also doch irgendwie etwas "neues".  Fuer den Rest war es zwar nun schon zum zweiten Mal das Museumsdoerfchen in Greenfield, aber zu entdecken gab es noch in paar Kleinigkeiten die wir beim ersten Mal verpasst hatten. Beschraenken wir also de Bilder auf das notwendigste.
Mit den Model Ts waren wir zum Beispiel noch nicht gefahren, das sollte sich aendern. Der schon aufgeregte Besucher konnte kaum seine Augen von den ueberall vorbeigleitenden Knattermoehren nehmen, an jeder Strassenecke kann man sie erspaehen. 


Endlich angekommen am Einstiegsdock, erstaunlich leise liefen die Motoren allerdings schon. So leise das beim Kreuzen des Fussgweges jeder erstmal hupen muss um nicht einen nichtsahnenden Besucher umzumahen. 

Da die Autos beliebt sind muss der inzwischen gelangweilt in der langen Schlange wartende Tourist sich bei Laune halten.

Dann ging's auch schon los - unser Fordsmobil war 1918 gebaut, fährt etwa 30mph und verbraucht mit seinem leise laufenden 4-zylindermotor genauso viel Sprit wie ein heutiger Ford. Da hat man also bei Ford die Entwicklung des Automobils erfolgreich über 100 Jahre lang aufhalten koennen. Ein Bisschen groesser ist unser Taurus zwar schon, aber dafuer weniger gemütlich, ein wenig schwerer und mitunter auch schneller als der Model T. Ob das wirklich eine Entschuldigung fuer den miesen Benzinverbrauch ist darf bezweifelt werden. Der Henry wuerde sich schämen.

Selber fahren darf man die Raritaet leider nicht, der am Sonntag arbeitende Rentner am Steuer ist auch nicht zu beneiden. Acht Sunden Arbeit, multipliziert mit 10-12 Fahrten pro Stunde auf ein und der selben Strecke und immer die gleiche Geschichte zu erzaehlen kann sicher auch anstrengend werden.  

noch mehr Fords

Nach langer Suche endlich eine richtige Windmühle, die ist sogar aus dem 17. Jahrhundert und stand ursprünglich auf Cape Cod. 

Zum Schluss ein Blick in Webster's Arbeitszimmer - dort schrieb der Gelehrte das erste Woerterbuch der englischen Sprache. Mit der Hand. Dazu musste er nur 26 Sprachen lernen um auch die Urspruenge der 70,000 Woerter finden und erklaeren zu koennen auf er sich begrenzte. Und was hatte der Noah davon? Nichts, ganze zweieinhalb tausend Bücher wurden verkauft, fuer den Druck musste er sein Haus re-finanzieren (verkaufen).

Best,
-k



Saturday, July 14, 2012

St. Louis, Missouri

ist auch nur ein wenig groesser als Ann Arbor, liegt in der Krimialitaestsstatistik auf Platz 3, liegt noch weiter entfern von der Ostküste (und ist damit noch konservativer als Michigan), ist flach wie die Landkarte auf der man es findet und beheimatet Monsanto, Pfizer und Anheuser-Bush - nur die feinsten Firmen also.  Hervorragende Gesellschaft also fuer ein Treffen mit dem Klienten. Als Wiedergutmachung gab uns St. Louis Tennessee Williams und T.S. Elliot, beheimatete Mark Twain und nun Chuck Berry. Und der Mississippi, der vergeht einem auch nicht und waelzt sich hier schon in beachtenswerter Breite am Hotelfenster vorbei und versucht dabei an das hier noch weit entfernte Meer zu erinnern in welches er sich nach langer Reise durch die Hitze zu ergiessen hofft..

Wie so viel Staedte im Mittleren Westen, Teilen des Suedens und der Ostkueste schrumpft auch hier die Bevoelkerung und das schon seit 1950.  Damit sieht es auch heir bald aehnlich aus in Detroit, verlassene Haeuser, Abrissgebiet, viel Platz und Unkraut. Downtown ist recht leer, wenn auch mit einigen Parks begruent und noch nciht voellig ausgestorben. Drei halbwegs erfolgreiche Profiteams versuchen ihr bestes die zahlende Bevoelkerung in die Stadtmitte zu locken, dort gibt es allerdings recht wenig zu tun, wenn man einmal aus dem stadion raus ist.

Kuriosestes Highlight ist das seit 1965 bestehende Tor zum Westen, ein 192m hoher Stahlbogen, das hoechste von Menschen erbaute Monument in den Vereinigten Staaten das sowohl an die Gruendung der Stadt, an Jefferson sowie an die Lewis und Clark Expedition zur Exploration des Westen erinnern soll. Da es aber nicht wirklich eine Skyline hinter sich hat und den gelangweilt vor sich hin schiebenden Mississippi vor sich hat, fehlt irgendwie die Kulisse fuer so einen funkelnden Stahlbogen.

Blick auf das Jefferson National Monument, der haessliche Klotz zur Rechten ist das Hyatt, in dem der Autor naechtigen durfte.

 
Frueher trieb hier Mark Twain am Ufer vorbei, nun eher mal eine Kohle Barge und ein kleiner Schauffelraddampfer fuer Rentnerfahrten.

Das Tor zum Westen, von Westen aus gesehen. Wohl eines der dümmeren Fotos die sich hier anbieten.

Nachts wird der Bogen von allen Seiten angestrahlt, damit ihn die 3 Touristen auch sehen, die sich hierher verirrt haben. 

Man beachte die hier deutlich sichtbare Luftfeuchtigkeit am Mississippi Ufer, genau so hat es sich auch angefuehlt.

Blick auf den Bogen vom Park aus, der wollte nach dem 4. Bier dann fuer die Langzeitbelichtung leider nicht mehr still halten und verwackelt ein wenig das Bild.


Sklupturen Gaerten - wenn du einen findest bist du wahrscheinlich im Mittleren Westen. Woanders gibt es richtige Sehenswuerdigkeiten.

St. Louis ist kein New York, dort waeren die Strassen auch kurz nach 11 noch nicht komplett leergefegt. Nichtmal Obdachlose verliefen sich hierher.


best,
-k

Monday, July 09, 2012

Geschmolzen am 4. Juli

sind wir dann doch nicht, aber viel hat nicht gefehlt. Die Hitzewelle im Mittleren Westen hat die Hoelle der Langeweile dann auch noch auf Temperatur gebracht. Es war so warm, dass sogar die Erzkonservativen Blogger keine Witze mehr ueber das Ausbleiben der globalen Erwaermung machen wollten uns sich statt dessen auf auf die Tabloidisierung des Hitzechaos beschraenkten.

Damit wir uns nicht alleine zu Tode quaehlen mussten, haben sich dann noch Schwierig Schwiegereltern dazu gesellt. Da konnten wir wenigstens Schuldgefuehllos die Klimaanlage anschmeissen (war ja nicht fuer uns, alles geben fuer die Gaeste).

Kurz vor dem (An)Sturm von Jennifers Eltern am Strand, das letzte Sonnenbad musste abgebrochen werden.

Der soeben noch von Besuchern wimmelnde Strand in den Warren Dunes leerte sich mit dem Aufziehenden dunkler Wolken und dem stechenden Sandsturm, die (symbolisch) die naeherkommenden Schiegereltern zu verkoerpern schienen. 

Kurz bevor es dann ernst wurde zogen die Wolken dann ab, der Besuch allerdings nicht.


Frisch vom BBQ gestaerkt wollten wir noch kurz den kleinen Sandhuegel im 2-Dimensionalen Hintergrund erklimmen. Der kuerzeste Weg schien der schnellste zu sein.

...was sich als Fehler entpuppte

Die Aussicht war trotzdem schoen, auch auf Gummibeinen, umgeben von den Stueckchen der eben geplatzten Lunge.

Naechster Stopp - Petoskey. Der Tag Urlaub hat sich dafuer auch gelohnt, es war zum einen deutlich angenehmer am Strand als in der Lavaschwuehle Suedwest-Michigans, zum anderen wurde den Gaesten auch noch etwas Abwechslung geboten.

Auch Pooty hat der Ausblick gefallen, vom Parplatz ueberblickt man die ganze Bucht.

Familienbild I 

Familienbild II

Gegenlicht

Leuchtturm(chen) in Traverse City auf der Halbinsel

Zum 4. Juli durfte sich auch die Flagge mal sonnen.

Da bleiben uns nun nur noch etwa 100 weitere Leuchttuerme an den Seen, dann haben wir schon fast alle gesehen. Das ersehnte Bad in den Fluten des Sees fiel dann leider flach, daran war der ebbeartige Wasserstand (und Mangel) schuld, der einem erst das Wasser vorgaukelt und dann durch die sumpfige Hitze waten laesst, nur um die mit letzter Kraft erreichten, vermeintlichen Fluten dann in ein gefuehltes 40 Grad Fussbad auf Schlammboden zu verwandeln. Das wurde auch nach weiterem Waten nicht besser, da blieb nur die Umkehr ins klimatisierte Ford Mobil.


Best,
-k



Thursday, June 07, 2012

Turnip Rock

Sechs Stunden Autofahrt um sich einen Stein anzuschauen, so weit sind wir nun schon. Andere verbringen die Zeit in der Kneipe, wir eben im Auto. Benzin ist ja noch recht billig und die sich am  Wochenende wie eine nasse Wollmuetze auf das Haupt niederlassende Langeweile und Fernweh koennen auch immer am besten durch Kurzausfluege bekaempft werden. Zumindest bis zum naechsten Wochenende.

Groundhog, bei Port Austin MI

Chipmunk

Strandabschnitt am Lake Huron, dieser ist allerding nur ueber Umwege zu erreichen.

dafuer fotogen

Die Wellen des doc manchmal stuermischen Sees haben die Felsklippen teils unterhoehlt und formen kleine Buchten und Einschnitte in der sonst steingen Steilkueste.

Turnip Rock - so gross war er dann auch nicht.

Turinp Rock mit Wanderin am Ende des Festlandes

Sie gibt sich entspannt, fuerchtete aber den Abgrund

Kleine Hoehlen geben den Buchten Character

Eagle Bay, bei Port Austin.

best,
k